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	<title>Thomas Doll &#8211; Ein Ostwestfale im Rheinland</title>
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	<description>Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.</description>
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		<title>Borussia Dortmund Deutscher Meister 2011 &#8211; was ist anders als 2002?</title>
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		<pubDate>Sat, 07 May 2011 06:00:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Seit 1990 bin ich Fan von Borussia Dortmund. 21 Jahre, also beinahe zwei Drittel meines bisherigen Lebens, spüre ich nun schon die &#8220;Echte Liebe&#8221; zu meinem Verein. Es ist viel passiert in dieser Zeit. Es gab in den mehr als &#8230; <a href="https://www.ostwestf4le.de/2011/05/07/borussia-dortmund-deutscher-meister-2011-was-ist-anders-als-2002/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class='yarpp yarpp-related yarpp-related-rss yarpp-template-list'>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-7442" title="BVB Echte Liebe" src="http://348974.webhosting71.1blu.de/wp-content/uploads/BVB-Echte-Liebe.png" alt="" width="198" height="99" />Seit 1990 bin ich Fan von Borussia Dortmund. 21 Jahre, also beinahe zwei Drittel meines bisherigen Lebens, spüre ich nun schon die &#8220;Echte Liebe&#8221; zu meinem Verein. <span id="more-7437"></span></p>
<p>Es ist viel passiert in dieser Zeit. Es gab in den mehr als zwei Jahrzehnten schöne Zeiten und traurige Zeiten. Spielzeiten der Euphorie und des Jubels wechselten sich ab mit Abstiegskampf und Existenzangst um den eigenen Klub.</p>
<p>Gleich in meiner ersten  Saison hatten meine schwarz-gelben Idole mehr mit dem Mittelfeld und dem  Abstieg zu tun als mit dem Kampf an der Spitze. Doch dann kam Ottmar Hitzfeld aus der Schweiz ins Revier und schon eine  Spielzeit später kämpfte die Borussia gegen Eintracht Frankfurt und den  VfB Stuttgart um den Meistertitel. Dass es am 38. Spieltag am 16. Mai  1992 nicht zur Schale gereicht hat, war in negativer Hinsicht Guido Buchwald zu verdanken, der den VfB vier Minuten vor (Saison-) Schluss  zum Titel geköpft hat.</p>
<p>Es folgten ab 1995 drei überragende Spielzeiten, die mit zwei Meistertiteln  und dem unvergesslichen Triumph in der Champions League (früher:  Europapokalmeister der Landesmeister) gekrönt worden sind. Unvergessen  ist Lars Rickens Coup im Finale gegen Juventus Turin:</p>
<p><object style="width: 611px; height: 383px;" width="611" height="383"><param name="movie" value="http://video.web.de/movie/2315539" /><param name="AllowFullscreen" value="true" /><param name="AllowScriptAccess" value="always" /></object></p>
<p>Es dauerte weitere fünf Jahre, ehe der nächste Titel bei Borussia gefeiert werden konnte. Im neuen Jahrtausend gab es 2002 die sechste Meisterschaft der  Vereinsgeschichte zu bejubeln &#8211; allerdings erkauft mit den Erlösen aus dem Gang an die Börse  und später teuer bezahlt mit der Beinahe-Pleite unseres Vereins.</p>
<p><object width="640" height="510"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/sjfm_LhZT4M?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /></object></p>
<p>Die schwarz-gelbe Borussia kämpfte ab 2005 um das nackte Überleben und war ganz nah am Abgrund. Diese Zeit wird für immer und ewig mit dem Trainer Thomas Doll und dessen praktizierten Anti-Fußball verbunden bleiben. Doch dann  kam im Jahr 2008 Jürgen Klopp an den Borsigplatz und alles wurde anders.</p>
<p>Dank einer umsichtigen und nachhaltigen Nachwuchsarbeit, maßvollen Einkäufen auf dem Transfermarkt und der  Entwicklung junger Talente, die teilweise von anderen Vereinen  verpflichtet oder aus den eigenen Reihen engagiert worden sind, hat der  Ex-Mainzer eine juvenile, hungrige und erfolgreiche Mannschaft geformt,  die 2010 wieder den Sprung in den europäischen Wettbewerb geschafft hat. Doch es wurde noch besser.</p>
<p>Die dritte Saison von &#8220;Kloppo&#8221; wurde anschließend die &#8211; bislang &#8211;  erfolgreichste: am 32. Spieltag feierte der BVB nach dem  2:0-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg mit der jüngsten Meistermannschaft  aller Zeiten in der Bundesliga den siebten Titel. Darüber hinaus ist es  Michael Zorc als sportlich verantwortlichem Manager gelungen, die  Leistungsträger langfristig an den Verein zu binden und damit das  Fundament für einen mittel- und langfristigen fußballerischen Erfolg im Ruhrpott zu  legen.</p>
<p><object width="640" height="390"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qVUTRdDK51c?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /></object></p>
<p>Auch ich realisiere langsam, was seit vergangenem Samstag passiert ist:  wir sind Deutscher Meister 2011! Und ich habe mir die Frage gestellt,  was diese Meisterschaft 2011 von den anderen drei Meisterschaften 1995,  1996 und 2002 unterscheidet, die ich als schwarz-gelber Anhänger seit  1990 erleben durfte.</p>
<h2>Die Meisterschaften 1995, 1996 und 2002</h2>
<p>Der Hauptunterschied ist natürlich das Alter 😉 1995 war ich junge 20  Jahre alt und im ersten Lehrjahr meiner Ausbildung, 2002 mit 27 Jahren  beruflich und privat gefestigt. Und 2011 fülle ich meine Rolle als  Familienvater aus, der mit Freude sieht, dass seine vier und acht Jahre  alten Jungs erfolgreich in die schwarz-gelben Fußstapfen ihres Vaters  getreten sind.</p>
<p>Doch darum soll es jetzt nicht gehen. Mich fasziniert vielmehr der Aspekt, wie  sehr sich die Berichterstattung der Medien in den vergangenen neun  Jahren verändert hat: allgemein und für mich persönlich.</p>
<p>2002 wurde der BVB Anfang Mai Deutscher Meister. Während ich meine  ersten beiden Dortmunder Meisterschaften 1995 und 1996 dank des Premiere  (heute: sky)-Abonnements meiner Eltern live am Fernseher verfolgen  konnte, war ich 2002 auf das Radio und die Bundesliga-Konferenz bei WDR2  angewiesen. Die Printmedien hatten ihre Auftritte auch im Internet,  doch wurde noch nicht so umfangreich und zahlreich informiert.</p>
<p>Live-Bilder aus dem Stadion konnte ich 2002 erst ab 18 Uhr Samstag Abend  in der Sportschau und spätabends im aktuellen sportstudio des ZDF  verfolgen. Am darauffolgenden Sonntag war die Bild am Sonntag neben der  Welt am Sonntag meine Pflichtlektüre. Der Montag gehörte dem  Zeitungsstand im Düsseldorfer Hauptbahnhof: alle regionalen Zeitungen in  Dortmund und Umgebung landeten in meinem Einkaufskorb und wurden eilig  verschlungen. Die Meisterfeier und der Triumphzug in Dortmund lief im  WDR und wurde von mir auf Videokassette (!) aufgezeichnet.</p>
<p>Ich war also einzig und allein auf die Medien und ihre Art der Berichterstattung angewiesen. Ich habe die  Berichte in den Zeitungen und den Fußballmagazinen gelesen, in der  Sportschau und den aktuellen Sportstudio die Berichterstattung verfolgt  und in Sondersendungen Live-Schaltungen aus der Meisterstadt genossen.  Die Online-Berichterstattung zu diesem sportlichen Ereignis beschränkte  sich zum größten Teil auf das Konvertieren der Print-Berichte aus der  Zeitung in HTML.</p>
<h2>Die Meisterschaft 2011</h2>
<p>Ganz anders ist es anno 2011. Die sozialen Medien haben natürlich auch nicht vor dem BVB halt gemacht und beeinflussen meinen Tagesablauf.  Schon Samstag morgens spüre ich das Kribbeln meiner schwarz-gelben  Follower in meiner Twitter-Timeline und lese die neuesten Berichte zur  Borussia in den Facebook-Updates. Der Google Reader präsentiert mir die  neuesten Informationen per RSS-Stream und ich fühle mich ganz nah am  Geschehen.</p>
<p>Der 32. Spieltag beginnt mit einer ausführlichen Berichterstattung auf sky und Sport1. Das Fernduell um den Titel zwischen Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen kann ich dank meines sky-Abonnements in der Konferenz oder im Einzelspiel verfolgen und zwischen den Partien hin und her zappen. Wenn ich mag, kann ich das Duell gegen Nürnberg auch im <a href="http://www.bvb.de/?%9C%5D%1B%E7%F4%9D" target="_blank">Netradio des BVB</a> als Stream daheim oder auf dem Smartphone verfolgen und erleben, wie Norbert Dickel emotionale Höhepunkte &#8211; und leider auch mal Tiefpunkte &#8211; verarbeitet.</p>
<p>Und dann ist das Spiel beendet &#8211; Borussia Dortmund ist Deutscher Meister 2011. Die Twitter-Timeline brandet über vor Jubel, Facebook-Streams sind schwarz-gelb angehaucht und auch im Fernsehen kann ich den Jubeln im Westfalenstadion dank der Live-Schaltungen von sky genießen (wenn es auch ärgerliche Werbe-Unterbrechungen gegeben hat &#8211; und das trotz <em>Pay-TV)</em>. Den ganzen Samstag Abend setzt sich die Berichterstattung im Fernsehen fort. In der Sportschau in der ARD wird der neue Meister gefeiert und auch Sky schaltet immer wieder nach Dortmund. Auch im aktuellen sportstudio gibt es eine Schaltung zu Jürgen Klopp und Bilder von der kleinen Feier der Schwarz-Gelben in einem Dortmunder Restaurant.</p>
<h2>Borussia Dortmund bei Facebook, Twitter und YouTube</h2>
<p>Social Media ist auch verantwortlich, dass der Dortmunder Fan ganz nah am Geschehen in und um die Mannschaft herum teilhaben kann:</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-7438" title="Roman Weidenfeller Facebook" src="http://348974.webhosting71.1blu.de/wp-content/uploads/Roman-Weidenfeller-Facebook.png" alt="" width="708" height="475" srcset="https://www.ostwestf4le.de/wp-content/uploads/Roman-Weidenfeller-Facebook.png 708w, https://www.ostwestf4le.de/wp-content/uploads/Roman-Weidenfeller-Facebook-300x201.png 300w" sizes="(max-width: 708px) 100vw, 708px" /></p>
<p>Schlussmann <a href="http://www.facebook.com/pages/Roman-Weidenfeller/" target="_blank">Roman Weidenfeller pflegt einen eigenen Account</a> im sozialen Netzwerk Facebook und versorgt seine Freunde und Fans mit Updates aus seinem sportlichen Leben sowie Fotos von den Meisterfeierlichkeiten, der Verein Borussia Dortmund betreibt seit gut zwei Wochen einen von Fritz Lünschermann, Jens Volke und Josef Schneck moderierten <a href="http://twitter.com/#!/BVBDortmund09" target="_blank">Twitter-Account</a>, auf dem regelmäßig getwittert und Fotos von der Mannschaft verteilt werden und <a title="Video: Neven Subotic ist Deutscher Meister 2011 und feiert mit den Fans" href="http://348974.webhosting71.1blu.de/2011/05/02/video-neven-subotic-ist-deutscher-meister-2011-und-feiert-mit-den-fans/" target="_blank">Abwehrstratege Neven Subotic liefert mit der NevenCam </a>auf YouTube intime Einblicke in seine ganz persönlichen Meisterfeierlichkeiten.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-7439" title="BVB Twitter" src="http://348974.webhosting71.1blu.de/wp-content/uploads/BVB-Twitter.png" alt="" width="641" height="546" srcset="https://www.ostwestf4le.de/wp-content/uploads/BVB-Twitter.png 641w, https://www.ostwestf4le.de/wp-content/uploads/BVB-Twitter-300x256.png 300w" sizes="(max-width: 641px) 100vw, 641px" /></p>
<p>Somit dominiert zwar auch im Jahr 2011 weiterhin das klassische Print-Medium die Berichterstattung der (Publikum-) Massen, doch wer ohnehin in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, wird sich über den Mehrwert der Informationen auf Facebook, Twitter und YouTube freuen. Der Verein, der mir so sehr am Herzen liegt (&#8220;Echte Liebe&#8221;) wird damit noch greifbarer, spürbarer und volksnaher. Und trotz des Vorrückens der digitalen Medien lasse ich es mir nicht nehmen, wie im Jahr 2002 am Montag Morgen den Düsseldorfer Bahnhofskiosk leerzukaufen, um Berichte über die Meisterfeier zu erlangen.</p>
<p>Zwei Spieltage liegen jetzt noch vor uns: das Auswärtsspiel in Premiere und die Kür am letzten Spieltag der Saison 2010/2011 gegen Eintracht Frankfurt. Danach heißt es dann: genießen, genießen, genießen.</p>
<p>Danke Jürgen Klopp, danke an die Mannschaft und die Führung des BVB für diese geile Saison mit dem traumhaften Abschluss. Borussia Dortmund. Ewige Liebe.</p>
<p><object width="480" height="390"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/CTHi0EFNQ38?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /></object></p>
<p><object width="480" height="390"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/zstXaR1px5k?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /></object></p>
<p><object width="640" height="390"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Zlqt4OahDCE?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param></object></p>
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