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	<title>Netzgemüse &#8211; Ein Ostwestfale im Rheinland</title>
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	<description>Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.</description>
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	<title>Netzgemüse &#8211; Ein Ostwestfale im Rheinland</title>
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		<title>Video: Tanja und Johnny Haeusler von Spreeblick mit dem Rant für unsere Jugend</title>
		<link>https://www.ostwestf4le.de/2013/05/08/video-tanja-und-johnny-haeusler-von-spreeblick-mit-dem-rant-fur-unsere-jugend/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 May 2013 07:41:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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					<description><![CDATA[Derzeit läuft in Berlin die  re:publica 13, Twitter-Jüngern auch als #rp13 bekannt. Gestern habe Tanja und Johnny Haeusler, dessen Buch Netzgemüse: Aufzucht und Pflege der Generation Internet von mir regelrecht verschlungen wurde und noch auf die längst fällige Rezension im Blog &#8230; <a href="https://www.ostwestf4le.de/2013/05/08/video-tanja-und-johnny-haeusler-von-spreeblick-mit-dem-rant-fur-unsere-jugend/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><div class='yarpp yarpp-related yarpp-related-rss yarpp-template-list'>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Derzeit läuft in Berlin die <a href="http://re-publica.de/" target="_blank"> re:publica 13</a>, Twitter-Jüngern auch als #rp13 bekannt.<span id="more-19993"></span></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-19994" alt="republica 2013 - Tanja Haeusler, Johnny Haeusler Netzgemüse The Kids Are Alright" src="http://348974.webhosting71.1blu.de/wp-content/uploads/republica-2013-Tanja-Haeusler-Johnny-Haeusler-Netzgemüse-The-Kids-Are-Alright.jpg" width="635" height="349" srcset="https://www.ostwestf4le.de/wp-content/uploads/republica-2013-Tanja-Haeusler-Johnny-Haeusler-Netzgemüse-The-Kids-Are-Alright.jpg 635w, https://www.ostwestf4le.de/wp-content/uploads/republica-2013-Tanja-Haeusler-Johnny-Haeusler-Netzgemüse-The-Kids-Are-Alright-300x165.jpg 300w" sizes="(max-width: 635px) 100vw, 635px" />Gestern habe Tanja und Johnny Haeusler, dessen Buch <a id="static_txt_preview" href="http://www.amazon.de/gp/product/3442157439/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3442157439&amp;linkCode=as2&amp;tag=nobraundlowbr-21" target="_blank">Netzgemüse: Aufzucht und Pflege der Generation Internet</a> von mir regelrecht verschlungen wurde und noch auf die längst fällige Rezension im Blog wartet, mit einen Rant für unsere Jugend für Aufmerksamkeit gesorgt.</p>
<p>Für mich ist es DAS wichtigste Ereignis auf der re:publica 13 gewesen und eine Pflicht für jeden Netzbewohner, den beiden zuzuhören:<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/PDYEl62g1b8" height="480" width="853" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Und hier noch einmal zum Nachlesen:</p>
<p>Die Zukunft gehört der Jugend?</p>
<p>In einem Land, das Klopapier mit Blüten bedruckt,<br />
es “Danke” und “Happy End” nennt,<br />
schließen wir Jugendheime,<br />
bauen eingezäunte und Kamera-überwachte Spielplätze,<br />
Kamera-überwachte Schulen<br />
kümmern uns um gerade Zähne, damit alle gleich aussehen.</p>
<p>Und wir empfehlen werdenden Müttern<br />
die Einnahme einer unscheinbaren Pille,<br />
wenn die pränatale Untersuchung meint,<br />
dass das Ungeborene eventuell nicht der aktuellen gesellschaftlichen Norm entsprechen könnte.</p>
<p>Bedenken Sie die familiäre Belastung, mit einem behinderten Kind,<br />
ihr Leben wird nicht mehr sein, was es war.</p>
<p>Und wenn wir sie nicht wegmachen lassen,<br />
dann lassen wir den Staat unsere Kinder<br />
ganztags betreuen,<br />
was wir ganztags bereuen.</p>
<p>Statt darauf zu bestehen,<br />
mehr Zeit für unsere Kinder haben zu können,<br />
akzeptieren wir die Tatsache,<br />
dass ein Gehalt nicht ausreicht,<br />
um eine Familie zu ernähren,<br />
und schicken die, die wir zu uns eingeladen haben,<br />
gleich wieder fort.</p>
<p>Früherziehung heißt das.<br />
Von Profis.<br />
Nicht von Eltern.<br />
Staatliches Sorgerecht.</p>
<p>100 Jahre Schulsystem können sich nicht irren,<br />
100 Jahre Schulsystem voller Irren,<br />
das Kind ist unruhig, kann der nicht mal still sitzen,<br />
zur Strafe muss er still sitzen,<br />
Und schließlich sitzenbleiben.</p>
<p>Eine Therapie würde ihm sicher gut tun,<br />
wir haben auch sehr gute Erfahrungen mit Ritalin gemacht.<br />
Vor allem aber:<br />
Haltet eure Kinder von Monitoren fern!<br />
Sie verderben die Jugend und machen aus ihr<br />
gewaltbereite, adipöse Erwachsene.<br />
Für ersteres gibt es keinen einzigen Beleg.<br />
Für letzteres schon eher.<br />
Nur:<br />
Wo verbringen denn unsere Kinder die meiste Zeit bewegungslos sitzend?</p>
<p>Genau:<br />
In der Schule.</p>
<p>Zu Beginn des 20. Jahrhunderts überlegte man noch,<br />
den kindlichen Bewegungsdrang zu respektieren.<br />
Man baute beturnbare Schulmöbel,<br />
deren Sitzflächen flexibel schaukelnd und wie die ergonomisch angeschrägten Tische höhenverstellbar waren.</p>
<p>Über hundert Jahre später sitzen Kinder länger denn je<br />
an einheitlichem Billigmobiliar<br />
eine Bildungsreform nach der anderen ab.<br />
Und wer unruhig ist,<br />
bekommt Pausenhofverbot.</p>
<p>An dem Ort, an dem man für’s Leben lernt,<br />
Der kaum Zeit für’s Leben lässt,<br />
erklärt der Ethiklehrer das Miteinander:<br />
Liebe, Toleranz, Respekt.<br />
Gerechtigkeit die Jahrgangskonferenz:<br />
Eintrag, Tadel, Ausschluss.</p>
<p>Was früher ein Freundeskreis war,<br />
Heißt heute “Soziales Umfeld”.<br />
Was wir einmal Familie nannten,<br />
heißt heute „Soziale Herkunft“.<br />
Und es meint:<br />
schwierig,<br />
bildungsfern,<br />
desintegriert,<br />
desinteressiert.</p>
<p>Wann fing das an,<br />
dass man “sozial” sagt<br />
und “asozial” meint?</p>
<p>Das Elternhaus ist schwierig!<br />
Arbeiten beide, verschludert das Kind,<br />
arbeitet keiner, verhartzt es.<br />
Alleinerziehende Mutter? Fehlende Vaterfigur!<br />
Alleinerziehender Vater? Fehlende Wärme.<br />
Großfamilie? Asozial.<br />
Einzelkind? Verhätschelt.<br />
Nichtdeutscher Herkunft? Pffft!</p>
<p>Mit spitzen Fingern zupft man Kinder dort heraus,<br />
integriert sie ins System, macht sie passend für diese Gesellschaft.</p>
<p>Chancengleichheit ist das erklärte Ziel,<br />
Chancenungleichheit das erwiesene Ergebnis.</p>
<p>Die Zukunft gehört der Jugend?</p>
<p>Für ein Land, das von Rentnern dominiert wird, bedeutet Zukunft:<br />
13 Milliarden Bildungsetat gegen 80 Milliarden Rentenzuschüsse.</p>
<p>Nur ein Sechstel der Wahlberechtigten ist heute unter 30 Jahren alt.<br />
Nur die Hälfte der bis 24-Jährigen geht wählen.</p>
<p>Dieser Staat ist wie sein Fernsehprogramm:<br />
Von Alten für Alte gemacht.</p>
<p>Mit erhöhten Bildungsausgaben gewinnt man keine Wahl,<br />
wenn die Wähler seit 50 Jahren<br />
keine Schule mehr von Innen gesehen haben,<br />
und die Stimmen derer, die drin sitzen, nicht zählen.</p>
<p>Wenn es auch keine Stimmen von dort gibt,<br />
weil man nicht wählen darf,<br />
weil der Bachelor wichtiger ist,<br />
weil die Zeit fehlt,<br />
weil man sich nicht traut, laut zu sein.<br />
Oder sich nicht mehr erinnert, wie das geht.<br />
Laut sein.</p>
<p>Weil man still ist, schon mit sechs.<br />
Ein Gong gemahnt zur Ruhe.<br />
Sagt: sei stumm, sonst bleibst du dumm<br />
Denn mit dreißig anderen drumrum<br />
Redet nur der, der gefragt wird.</p>
<p>Die Jugend wird effizient gemacht.<br />
Werdet schnell<br />
professionell.<br />
Keine Experimente,<br />
wir brauchen die Rente.<br />
Zum Abi reichen deswegen jetzt acht<br />
Jahre.<br />
Junge Jahre.<br />
Unjugendliche Jahre.<br />
In geordneten Bahnen.</p>
<p>Das Bildungssystem von heute<br />
basiert auf dem der industriellen Revolution:<br />
Als man so viele Fakten wie möglich<br />
in den kindlichen Kopf schüttete,<br />
weil man nach dem Verlassen der Schule<br />
kaum noch Zugang zu Wissen und Kultur hatte<br />
und deshalb ein Leben lang von dem zehren musste,<br />
was einem der Lehrer eingetrichtert hatte.</p>
<p>Doch wir leben im digitalen Zeitalter der digitalen Revolution.<br />
Wissen ist ständig verfügbar.<br />
Wir brauchen unsere Kinder nicht mit Fakten zuzustopfen,<br />
sondern wir müssen sie lehren,<br />
sich in gigantischen Wissensarchiven zurecht zu finden<br />
und sich zu vernetzen,<br />
damit sie selbst noch gefunden werden.</p>
<p>Wir oft hat es uns zuletzt genützt, zu wissen,<br />
wo die Hypothenuse verläuft<br />
wann die Nebenflüsse des Amazonas entsprangen<br />
welcher Hugenotte den Siebdruck erfand<br />
wer das Universum vertonte?</p>
<p>Null. Mal.<br />
Vielleicht bauchen wir nur dafür die Quizshows im Fernsehen:<br />
Damit wir nicht an der Tatsache verzweifeln,<br />
dass wir etliche Jahre damit verschwendet haben<br />
uns Wissen anzueignen<br />
das wir danach nie wieder brauchten.</p>
<p>Schule muss heute lehren,<br />
Informationen richtig einordnen<br />
und Zusammenhänge erkennen zu können.<br />
Sie muss die Fähigkeit zu kreativem, analytischem Denken,<br />
flexiblem Umdenken, kollaborativem Handeln fördern<br />
in einer vernetzten Welt,<br />
die kaum Prognosen auf die Arbeitswelt von morgen zulässt.</p>
<p>Stattdessen:<br />
36 Wochenstunden geballte Faktenfütterung<br />
in überfüllten Räumen,<br />
20 Minuten Pause für Zerkochtes aus der Kelle.<br />
Endlich zuhause: Hausaufgaben,<br />
Am Wochenende: Lernen für Klausuren, üben für Referate.</p>
<p>Nennt mir nur eine Gewerkschaft, die das dulden würde!<br />
Zeigt mir nur einen Schüler, der erfolgreich aufbegehrt!<br />
Der fordert, was ihm zusteht:<br />
Zeit für Jugend.</p>
<p>Wir könnten viel Zeit sparen, würden wir das Bildungssystem von Heute<br />
den Anforderungen des 21. Jahrhunderts anpassen.</p>
<p>Doch der öffentliche Fokus liegt hartnäckig<br />
auf den Gefahren des Kulturraums Internet<br />
und vereitelt den optimistischen Blick<br />
auf die Chancen die er eröffnet.<br />
Statt Netzkultur als Bereicherung zu begrüßen,<br />
leitet man kulturellen Verfall von ihm ab<br />
und warnt vor Gefahren<br />
besonders für die Kinder!</p>
<p>Solange Kinder und Jugendliche als Opfer neuer Medien dargestellt werden,<br />
können wir sie nicht zu Helden der neuen Technologien machen.<br />
Die sie sind.<br />
Und die sie sein müssen.</p>
<p>Engagierte, mutige Lehrerinnen und Lehrer,<br />
die den Schritt ins Neue wagen für großartige Projekte in Eigenregie<br />
bewirken wenig,<br />
solange die Vermittlung von fächerübergreifender Medienkompetenz<br />
nicht verpflichtend ins Curriculum aufgenommen wird.</p>
<p>Wer traut sich?<br />
In einem Land, in dem jeder zweite Lehrer über 50 ist?</p>
<p>Die Zukunft<br />
gehört der Jugend?</p>
<p>Den Alten gehören die Parlamente,<br />
die Gesetze,<br />
das Geld<br />
und die Macht.</p>
<p>Sie stimmen für Vergangenheit,<br />
vielleicht noch für ihre Gegenwart.<br />
Aber nicht für eine Zukunft,<br />
die sie selbst nicht mehr erleben werden.</p>
<p>Die Zukunft gehört der Jugend,<br />
doch sie bekommt sie nicht.<br />
Darum muss sie sich holen, was ihr zusteht.<br />
Und muss zehnmal so laut sein wie die Alten,<br />
die schwerhörig geworden sind.</p>
<p>Die sich sorgen<br />
um Kinder, die zu viele Games spielen.<br />
Um Kinder.<br />
Die zuviel.<br />
Spielen.</p>
<p>Die sich sorgen<br />
um Jugendliche an Smartphones,<br />
die die ganze Zeit mit ihren Freunden plaudern.<br />
Um Jugendliche.<br />
Die mit ihren Freunden plaudern.</p>
<p>Sorgen<br />
um die Jugend im Netz,<br />
die dort mehr lernt und weiß als wir.</p>
<p>Gebt zu:<br />
Was euch eigentlich sorgt,<br />
ist der Kontrollverlust<br />
bei dieser Jugend,<br />
die nichts auf der Straße,<br />
nichts in den Kneipen,<br />
nichts in den Parlamenten,<br />
nichts in den Firmen,<br />
nichts in der Zeitung,<br />
nichts im Fernsehen,<br />
nichts an der Wahlurne<br />
die nichts in der Öffentlichkeit zu suchen hat.</p>
<p>Nur dort, wo es kindgerecht ist<br />
darf sie sein.<br />
Man will sie behüten<br />
und schließt sie doch aus.</p>
<p>Die Jugend in Deutschland ist so behütet<br />
wie in kaum einem anderen Land.<br />
Doch kaum eine andere Jugend ist so unglücklich<br />
wie die in unserem Land.</p>
<p>Trotzdem sie so dringend gebraucht wird,<br />
fühlt sie sich<br />
nutzlos,<br />
ausgeschlossen,<br />
kontrolliert,<br />
unerhört.</p>
<p>Diese Jugend.<br />
Mehr geduldet,<br />
denn erwünscht.</p>
<p>Diese Jugend wünscht sich<br />
Par-ti-zi-pa-tion.</p>
<p>Und sie hätte viel zu bieten,<br />
würde die Öffentlichkeit erkennen:<br />
Das, wofür sie brennen,<br />
ist sinnvoll erspieltes Können.</p>
<p>Par-ti-zi-pa-tion<br />
Für die digitale Generation.<br />
Ein Kinderspiel!</p>
<p>Lasst sie!<br />
Lasst sie<br />
Die Keller der Alten entrümpeln auf Ebay,<br />
die Website der Kirchengemeinde bauen,<br />
die Geschichte ihres Dorfes im Netz archivieren,<br />
Opas Erinnerung auf YouTube raushaun,<br />
bittet um ihre Hilfe, wenn der Schulserver streikt<br />
und der Lehrer die Präse am Smartboard vergeigt,<br />
zeigt, dass wir sie brauchen<br />
und ihr technisches Können.<br />
Lasst sie teilhaben, teilnehmen.</p>
<p>Aber lasst sie in Ruh.</p>
<p>Lasst ihr die Freiheit,<br />
selbst zu erkennen.</p>
<p>Dass Freiheit die Freiheit des Anderen meint.<br />
Dass Freundschaft Zeit braucht, die Facebook stiehlt.<br />
Dass Liebe nicht das ist, was man in Pornos zeigt.<br />
Dass Games nur Spiele sind, wenn man sie spielt.</p>
<p>Lasst ihr die Freiheit im Netz.</p>
<p>Wenn ihr sonst keinen Ort zu bieten habt,<br />
an dem Jugend unter sich sein kann,<br />
wenn ihr Freizeitheime, Skaterhallen, Sportplätze, Jugendclubs<br />
verhökert an den Meistbietenden,<br />
wenn die Schulzeit die Freizeit verdrängt,<br />
dann müsst ihr verstehen,<br />
dass die letzten Abenteuerspielplätze<br />
Facebook, whatsApp, YouTube, Minecraft, Piratebay, Instagram, Google<br />
heißen.<br />
Und das Internet ihr Lebensraum ist.</p>
<p>Die Jugend braucht tatsächlich Schutz<br />
Schutz vor einem Staat,<br />
der ihre Zeit, ihre Lebens- und Kulturräume nimmt<br />
Schutz vor einem System, das sie erst dann braucht,<br />
wenn sie Steuern und Rentenbeiträge zahlt.</p>
<p>Kinder brauchen Wahlrecht!</p>
<p>Damit ihre Stimme Gewicht und Einfluss bekommt.</p>
<p>Sie braucht auch von denen, die keine eignen Kinder haben,<br />
die Erkenntnis, dass Fürsorge und Schutz der Jüngsten<br />
gesellschaftliche Aufgaben sind.<br />
Überlassen wir sie dem Staat, überlassen wir ihm die Zukunft.<br />
Und überlassen uns und unsere Kinder<br />
der Willkür, den Verboten und den Gesetzen alter Männer.</p>
<p>Und wir?<br />
Wir brauchen ein offenes Auge,<br />
ein offenes Ohr<br />
für diese Jugend,<br />
die gebraucht werden will<br />
und die gebraucht wird.</p>
<p>Und wir brauchen vor allem:<br />
Mehr Mut.<br />
Mehr Empathie.</p>
<p>Mehr Kinder.</p>
<p>Die Generation der digital Aufwachsenden<br />
Ist die erste Generation,<br />
die vielleicht unbewusst,<br />
aber völlig selbständig<br />
die Zeichen der Zeit erkennt<br />
und die Zügel in die Hand nimmt.<br />
Die sich selbst ausbildet.<br />
Freiwillig.<br />
In ihrer Freizeit.<br />
Ohne die Hilfe und sogar gegen den Widerstand derer,<br />
die sie auf ihr zukünftiges Leben vorbereiten sollen.<br />
Die sagen:<br />
Dieser Generation fehlt die Tugend.</p>
<p>Wir sagen:<br />
Applaus für diese Jugend!</p>
<p>(<a href="http://www.spreeblick.com/2013/05/07/unser-netzgemuse-rant-vorgetragen-auf-der-republica-2013/" target="_blank">via</a>)</p>
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