Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Dem Stress mit Sport entgegenwirken

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Wir leben in einer Zeit, in der viele Dinge nur noch unter Hochdruck passieren. Das gilt nicht nur für den Beruf, sondern auch für Privates.

Selbst in den stilleren Zeiten des Jahres fällt es manchen schwer, zur Ruhe zu kommen. Dementsprechend gestresst fühlen wir uns. Doch zu viel davon ist schlecht für den Körper; die Gesundheit leidet, die Motivation lässt nach und das bekannte Burnout-Syndrom sowie andere stressbedingte Krankheiten sind oftmals die Folge.

Diese Entwicklung zu durchbrechen ist oftmals gar nicht so einfach. Doch bereits positives Denken und der Versuch, öfter gelassen zu bleiben, sind zwei erste Schritte, um den Stress zu vermeiden.

Doch es gibt eine weitere Möglichkeit, die sich schon immer als echter Stresskiller erwiesen hat: Sport. Er sorgt gewissermaßenautomatisch für den Abbau von Stress, denn das liegt bereits in seiner Natur. Um das zu verstehen, müssen wir ein wenig in der Geschichte des Menschen zurückgehen.

Wie reagiert der Körper auf Gefahr?

Das Gefühl von Stress ist nichts anderes als ein Alarmsignal des Körpers. Er reagiert auf eine Situation, die für ihn Gefahr bedeutet. Das Gehirn erkennt eine Bedrohung und signalisiert, dass sich der Körper in einer gefährlichen Situation befindet, wie die TK erläutert.

Dieser schüttet innerhalb kürzester Zeit Stresshormone wie Adrenalin, Insulin, Cortisol und Noradrenalin aus. Der Puls steigt und die Muskulatur spannt sich an. Das Herz-Kreislaufsystem nimmt Fahrt auf, die Atmung beschleunigt sich.

Diese Reaktion war für unsere Urahnen überlebenswichtig. Der Körper ging gewissermaßen in den Kampfmodus über. Denn genau das war eine von nur zwei Möglichkeiten, die der Mensch in Gefahrensituationen hat. Entweder macht er sich bereit für eine Konfrontation oder er ergreift die Flucht. Für beide Reaktionen muss der Körper allerdings hellwach und in der Lage sein, alle Reserven zu aktivieren. Das passiert bei Stress. 

Doch die Zeiten, in denen Menschen gegen wilde Tiere kämpfen oder vor ihnen flüchten mussten, sind zum Glück für uns lang vorbei. Die körperliche Reaktion auf eine vermeintliche Gefahr ist jedoch immer noch die gleiche. Geistige Überforderung gleicht einer Gefahr, daher gehen wir sofort in den Alarmmodus, wenn diese droht. Hält dieser Zustand dauerhaft an, dann drohen Schlafstörungen und zahlreiche andere Erkrankungen.

Der Körper gibt die Lösung bereits vor

Doch anders als noch vor Jahrhunderten, ist die Reaktion des Menschen auf die Gefahr eine völlig andere. Wo zuvor Kampf oder Flucht vorherrschten, verkrampfen wir und versuchen die Probleme zu lösen. Und genau hier liegt auch die Gefahr von Stress.

Unserer Reaktion entspricht nicht mehr jener Vorgabe, die uns unser Körper gibt. Denn würden wir heute noch kämpfen oder flüchten, dann könnte der Körper die Stresshormone wunderbar wieder abbauen.

Da dies nicht passiert, verharren wir in einem Zustand der Anspannung. Der Stress bleibt erhalten, die aufgebaute Energie kann nicht abgebaut werden. Doch die gute Nachricht liegt nun schon förmlich auf der Hand. Sport ersetzt die natürlichen Reaktionen auf Stress. Er simuliert das, was unser Körper von uns fordert. 

Wer daher seinen täglichen Stress in der Arbeit oder im Umgang mit anderen Menschen abbauen möchte, ist beim Sport genau richtig. Die Bewegung sorgt dafür, dass die Stresshormone wieder verschwinden. Der Körper fährt aus dem Alarm- wieder in den Normalzustand herunter.

Die Atmung erreicht ein normales Niveau, Blutdruck und Herzschlag sinken ab. Die Muskulatur entspannt sich. Gleichzeitig produzieren wir beim Sport Glückshormone wie Serotonin und Endorphin. Diese neutralisieren die Stresshormone und sorgen für körperliches und geistiges Wohlbefinden.

Ein gutes Mittel, um in der heutigen Berufswelt seinen Stress loszuwerden, ist das Laufen. Wer dies regelmäßig praktiziert, kann das eigene Leben nachhaltig verändern. Doch so eine Umstellung erfordert Motivation. Das Motivationsbuch Das Motivationsbuch „Die pure Lust zu Laufen“ von Andreas Butz und Julia Haupt vermittelt jenes mentale Rüstzeug, das Anfänger benötigen, um sich zu Beginn zu überwinden.

Der dauerhafte Alarmzustand ist beendet, alle Systeme arbeiten wieder wie gewohnt. Lediglich Spitzensportler gehen einen anderen Weg. Für sie ist die ständige Erbringung von Top-Leistungen ebenfalls Stress. Bei der Bewältigung dessen sind sie kreativ geworden. 

Spitzensportler setzen auf mentales Training

Während wir versuchen, unserem täglichen Stress mit Sport zu entfliehen, setzen Spitzensportler zumeist auf mentales Training. Damit können sie sich bei Bedarf beruhigen oder motivieren. Bestes Beispiel dafür ist der amerikanische Football-Superstar Tom Brady. Der Superstar nahm bereits während seiner Zeit an der University of Michigan die Unterstützung eines Mental Coachs in Anspruch.

Dies gilt für ihn bis heute, denn mentales Training war und ist ein wichtiger Faktor auf seinem Weg zum Greatest of All Time. Daher arbeitet Brady auch heute mit einem Experten zusammen, der nicht nur sein Essen kontrolliert, sondern all das, was sein Geist und Körper zu sich nehmen. Das beginnt bei der Nahrungsaufnahme und reicht bis zu Musik, Sprache und Gesprächen. Der Star selbst glaubt fest an seinen Coach. Für ihn geht es beim Football vor allem um die mentale Stärke und die Ergebnisse sind offensichtlich.

So ist Brady mittlerweile der siegreichste Spieler aller Zeiten in der National Football League (NFL) und auch im fortgeschrittenen Sportleralter von fast 45 Jahren noch der uneingeschränkte Star der Liga. Sein Team, die Tampa Bay Buccaneers, gelten bei den Experten auch dieses Jahr als Mitfavorit auf den Gewinn des Super Bowls und haben laut den aktuellen Sportwetten gute Chancen auf den Titel – derzeit liegen sie den Prognosen zufolge knapp hinter den Buffalo Bills auf Platz zwei. Bradys mentale Stärke dank professioneller Unterstützung und rigorosen Trainings macht ihn für seine Gegner immer zu einer Gefahr.

Doch die Unterstützung von Profis ist für den Normalbürger gar nicht notwendig. Ein wenig mehr Bewegung im Alltag reicht aus, um dem Stress keine Chance zu lassen. Wer dies mit mentalen Übungen kombiniert, hat beste Chancen, zu neuen Höchstleistungen aufzusteigen.

Sport macht tatsächlich glücklich. Er regt die Sauerstoff- und Blutversorgung im Gehirn an und sorgt so für mehr körperliche und geistige Energie bei der Bewältigung von Aufgaben. Dieser „Blitzableiter“ reguliert nicht nur den Stresspegel, sondern macht uns auch noch stressresistenter. Damit hat sich Sport als der ideale Stresskiller erwiesen. Er kann auch wunderbar dabei helfen, die Work-Life-Balance wieder herzustellen. Schließlich ist Arbeiten bis zum Umfallen nicht die Lösung, hier bedarf es einen Ausgleich, wozu sich Sport hervorragend eignet.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Passionierter Läufer, Bücherfreund, iPhone 12, ipad mini 2, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, und Twitter zu finden.

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