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Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Borussia Dortmund nach 27 Spieltagen in der Saison 2016/2017

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27 Spieltage sind in der Bundesliga gespielt und Borussia Dortmund steht auf dem vierten Rang hinter der TSG Hoffenheim.

Ein Zwischenstand, der nicht erfreut, insbesondere weil heute Abend das schwierige Auswärtsspiel beim Tabellenführer in München auf dem Programm steht. Im Power-Monat April, der nicht weniger als neun Spiele für den BVB parat hält, geht es außerdem noch gegen den AS Monaco im Viertelfinale der Champions League und – wieder – gegen die Bayern im Pokal-Halbfinale.

Für viel Zündstoff ist also gesorgt. Doch jetzt gilt der Blick erst einmal zurück.

Nur Remis gegen Hertha BSC

Drei Spiele innerhalb von sieben Tagen. Ein Mammutprogramm erwartete den BVB vor der Länderspielpause Ende März. Als erstes galt es, die Hürde Hertha BSC zu überwinden. Jenes Team, das Dortmund im Hinspiel ein Unentschieden abgerungen und auch im Achtelfinale des DFB-Pokals Schwierigkeiten bereitet hatte.

Thomas Tuchel rotierte nach der kraftraubenden Gala beim 4:0 gegen Benfica Lissabon sanft. Matthias Ginter für Sokratis, André Schürrle für Christian Pulisic, Raphael Guerreiro für Lukas Pisczek und Shinji Kagawa für Ousame Dembélé kamen neu in die Elf.

Dortmund hatte die ersten Torchancen, aber Hertha ging in Führung. Selten dämlich verspielte Ginter den Ball im Mittelfeld und lud Ibesivic zum Torschuss ein – 0:1 nach elf Minuten. Kurz danach musste Guerreiro auf der Linie retten – ansonsten wäre das 0:2 gefallen. Und auch sonst lief bei der Borussia seit dem Gegentor nicht mehr viel vernünftig. Hertha war dem zweiten Tor näher als die Gäste dem Ausgleich. Der knappe Rückstand zur Pause war weder überraschend für Dortmund noch unverdient für die Hauptstädter.

Direkt nach dem Wiederanpfiff hatte Aubameyang den Ausgleich auf dem Fuß. Der Gabuner flog aber an der Hereingabe knapp vorbei. Besser lief es nach 56 Minuten. Eine feine Vorlage verwandelte Auba zum Ausgleich und seinem 22. Saisontor im 22. Ligaspiel. Und nicht einmal zwei Minuten später versemmelte Gonzalo Castro einen Alleingang vor dem Tor (58.). Das Tor zum 1:1 hat den BVB beflügelt. Deutlich besser und druckvoller ging es nun Richtung Hertha-Tor.

Doch erneut ging Hertha überraschend in Führung. Und erneut war Ginter der Ausgangspunkt. Nach seinem Foul gab es Freistoß für die Blau-Weißen und Roman Bürki war machtlos (71.). Doppelt gewechselt wurde anschließend. Dembélé und Pulisic kamen nach 76 Minuten für Castro und Durm. Außerdem kam noch Mikel Merino für Schürrle (83.). Ging noch etwas für den BVB an der Spree?

Nein. Es blieb trotz Powerplays bei der genauso knappen wie unnötigen Niederlage. Ginters gebrauchter Tag und die beiden maßgeblich verursachten Gegentreffer waren der Ursprung. Davon abgesehen, ging mir Mitchell Weiser tierisch auf den Geist. Seine Oscar-reife Schauspiel-Einlage sorgte für Dembélés fünfte gelbe Karte und damit fehlt der Franzose gegen Ingolstadt am nächsten Spieltag.

Klarer Sieg im zweiten Anlauf gegen die Sportfreunde Lotte

Nicht bei den Sportfreunden Lotte daheim, sondern an der Bremer Brücke im Stadion des VfL Osnabrück fand das Wiederholungsspiel des Viertelfinales statt.

Den Paukenschlag gab es schon vor dem Spiel. Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang stand weder in der Startelf, noch im Kader.

Natürlich schossen die Spekulationen ins Kraut, doch am Ende war die Auflösung nachvollziehbar. Adduktorenprobleme ließen sowohl Aubas als auch Julian Weigls Einsatz nicht zu. Also mussten es andere richten. So wie André Schürrle auf der Auba-Position.

Die Sportfreunde begannen couragiert und frech gegen den Dritten der Bundesliga. Und kamen zu Torchancen. Roman Bürki verhinderte nach elf Minuten den frühen Rückstand für den Favoriten. Die erste zwingende Torchance für die Schwarz-Gelben hatte Raphael Guerreiro nach 24 Minuten mit einem Distanzschuss. Mehr kam bislang nicht von den Gästen. Und deshalb überraschte der torlose Zwischenstand zur Pause nicht wirklich.

Viel besser lief es für Borussia nach dem Seitenwechsel nicht. Bis zur 57. Minute, als Christian Pulisic nach einer feinen Einzelleistung von Dembélé zur Führung einnetzen konnte. Als André Schürrle nach 66 Minuten eine Direktabnahme im Strafraum zum 2:0 nutzen konnte, war der Drops gelutscht. Mikel Merino kam nach 71 Minuten für den verwarnten Guerreiro. Und Emre Mor durfte acht Minuten vor Spielende für den Torschützen Pulisic aufs Feld. Kurze Zeit später hämmerte Marcel Schmelzer einen direkten Freistoß ins Tor – 3:0.

Das Sahnehäubchen war dann noch das Pflichtspieldebüt von Alexander Isak. Der als Juwel gepriesene 17-jährige Youngster durfte die restlichen fünf Minuten für Castro auf den Platz.

Anfangs mühevoll, dann aber verdient erledigte der BVB die Pflichtaufgabe und spielt im Halbfinale Ende April beim FC Bayern im Halbfinale. Ob das ein Grund zur Freude oder ein Grund zum Trauern ist, mag jeder für sich selbst entscheiden.

Die Auslosung zum Champions League Viertelfinale

Am Freitag, acht Stunden vor dem Anpfiff zum Heimspiel gegen den FC Ingolstadt, wurde das Viertelfinale in der Königsklasse ausgelost.

Erstmals bekommt es der BVB mit dem AS Monaco, dem aktuellen Tabellenführer in Frankreich zu tun. Gespielt wird erst zu Hause, am 11. April, bevor es am Mittwoch nach Ostern, dem 19. April, zu den Monegassen geht.

Ich war auf alle Fälle happy, dass der Borussia ein drittes und viertes Spiel im April gegen den FC Bayern erspart geblieben ist.

Knappe Kiste gegen den FC Ingolstadt 04

Das dritte Spiel innerhalb von sieben Tagen brachte Borussia nach Berlin und Lotte den FC Ingolstadt ins Westfalenstadion. Zum letzten Mal in dieser Saison an einem Freitag musste Borussia Dortmund am 25. Spieltag gegen den FCI ran. Gegen jene Mannschaft, die im Hinspiel mit zwei beinahe identischen Standards für eine Überraschung gegen den aktuellen Dritten gesorgt hat. Inzwischen sind die Schanzer auf den vorletzten Rang abgerutscht und alles andere als ein Heimsieg käme einem Rückschlag gleich.

Ohne den gelb-gesperrten Ousmane Dembélé, Julian Weigl und Marc Bartra, aber dafür mit den vor dem Spiel fraglichen Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang und Geburtstagskind Shinji Kagawa ging es ins Flutlichtspiel. Vor der Länderspielpause war ein Heimsieg Pflicht, im den Anschluss an RB Leipzig zu halten. Und es begann vielversprechend. Ein Salto von Aubameyang nach 14 Minuten konnte nur eins bedeuten: 1:0 für den BVB nach feiner Vorlage von Marcel Schmelzer – Saisontreffer 23 für Auba!

Der FC Ingolstadt versteckte sich aber nicht und beeindruckte mit einem ordentlichen Pressing. Insbesondere bei Standards waren die Gäste brandgefährlich und sorgten für Alarmstufe Rot im Strafraum. Roman Bürki war es zu verdanken, dass die knappe Führung zur Pause Bestand hatte. Riesenglück hatte Dortmund in der 52. Minute, als Bürki Lescarno im Strafraum von den Beinen geholt hat. Der fällige Pfiff zum Strafstoß blieb aus. Das 1:1 wäre längst für die Schanzer verdient gewesen. Thomas Tuchel hatte nun endgültig die Nase vom Spiel seiner Elf voll und brachte Julian Weigl für den diskret aufspielenden Raphael Guerreiro.

Die zweite Hälfte ging ganz klar an den FC Ingolstadt. Nur aufgrund der miesen und unterirdischen Chancenverwertung stand es eine Viertelstunde vor dem Ende immer noch knapp 1:0 für den BVB. Und auch die Gäste hatten Glück, dass ein Handspiel im Strafraum nicht geahndet worden ist.

Puh, und dann kam der Schlusspfiff. Lange schon habe ich um einen Sieg nicht mehr so gezittert. Außer Bürki hatte kein Borusse Normalform – wieso auch immer. Mund abputzen, Platz 3 genießen und weiter geht’s.

Übrigens war es das 33. ungeschlagene Heimspiel in Folge – eine wahnsinnige Quote:

Erneut ein Sieger im Derby

Mit dem Revierderby auf Schalke begann für den BVB am 1. April ein Monat mit neun Begegnungen innerhalb von 27 Tagen. Bundesliga, Champions League-Viertelfinale und DFB-Pokal-Halbfinale forderten den Tabellendritten auf drei Bühnen.

Die Schwarz-Gelben begannen furios im Derby und hatten in Dembélé nach fünf Minuten die erste gute Chance. Während der BVB vieles spielerisch zu lösen versuchte, wurden die Schlümpfe durch ihr schnelles Umschaltspiel gefährlich. Beides brachte vorerst wenig ein.

Unter den Augen von Joachim Löw war es wiederum Dembélé, der nach einer halben Stunde nur knapp am Schalker Tor vorbeigeschlenzt hatte. Fünf Minuten später flitzte Auba allein auf den gegnerischen Kasten zu, doch Fährmann konnte seine Chance vereiteln. Torlos ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel dann endlich die Führung für die Gäste. Nach geiler Vorlage von Dembélé und Kagawa konnte Aubameyang zur verdienten Führung einnetzen – und feierte dies erneut mit einer Maske (53.) – was anschließend noch für einigen Gesprächsstoff sorgen sollte.

https://twitter.com/manulud2011/status/848186885872734209

Schalke blieb brandgefährlich und konnte sich bei Roman Bürki bedanken, dass er mit einer Glanztat den vorsprung rettete (55.). Es blieb spannend. Auch in der 74. Minute, als Dembélé nur den Pfosten getroffen hatte. Das musste das 2:0 sein. War es aber nicht.

Stattdessen gab es den Ausgleich für die Schlümpfe (76.). Ausgerechnet, als der BVB in Unterzahl agierte, weil Marcel Schmelzer behandelt werden musste. Der Kapitän musste anschließend gegen Emre Mor ausgetauscht werden. Doch die Schlussoffensive nutzte nichts. Mit einem schmeichelhaften Remis rettete sich das GEsindel zum Schlusspfiff.

Deutlicher Sieg gegen den Hamburger SV

Am Dienstag Abend ging es im Heimspiel gegen den wiedererstarkten Hamburger SV. Mit 17 Punkten in der Rückrunde waren die Hanseaten punktgleich mit dem BVB, Borussia war also gewarnt. Emre Mor, Raphael Guerreiro und Matthias Ginter kamen für Felix Passlack, den verletzten Marcel Schmelzer und den gelb-gesperrten Sokratis in die erste Elf.

Pierre-Emerick Aubameyang hatte in der vierten Minute die große Chance zur Führung, aber Rene Adler konnte parieren. Auf der Gegenseite beinahe die gleiche Situation. Deses Mal konnte Roman Bürki gegen Wood retten (10.). Doch dann war der Bann gebrochen. Nach Foul an Kagawa gab es Freistoß für die Hausherren. Gonzalo Castro verwandelte direkt – 1:0 (13.).

In der 27. Minute kam Auba erneut frei vor dem Tor zum Schuss. Erneut scheiterte er an Adler bzw. an seiner fehlenden Präzision. Der HSV versteckte sich nicht und brachte die Dortmunder gelegentlich in Bedrängnis. Die knappe Führung zur Pause war ein wenig glücklich. Die Pause schien den Borussen gut getan zu haben. Frisch und offensivfreudiger kam Schwarz-Gelb aus der Kabine. Leider unverändert ist die Chancenverwertung gewesen. Dembélé, Guerreiro, Mor und Aubameyang zielten am Tor vorbei.

Christian Pulisic kam nach einer Stunde für Mor und mit ihm die Hoffnung auf das 2:0. Als Auba in der 73. Minute zum gefühlten 10. Mal am Tor vorbeigeballert hat, war ich der Verzweiflung nah. Das nimmt kein gutes Ende heute, war mein Gedanke. Nuri Sahin feierte zwölf Minuten vor dem Ende sein lange erwartetes Comeback und ersetzte Weigl. Außerdem durfte Passlack für Guerreiro ran. Und dann durfte auch noch Auba treffen – 3:0 in der Nachspielzeit.

34 Spiele in Folge ist Borussia Dortmund nun im Westfalenstadion ungeschlagen. Zwei ganze Jahre! Wahnsinn!

Die Lage nach dem 27. Spieltag

Wie schon oben ausgeführt, ist der „Sturz“ auf den vierten Platz ärgerlich, aber nicht dramatisch. Viel wichtiger ist der zehn Punkte große Vorsprung den Fünften, den 1. FC Köln. Außerdem sind die Hoffenheimer nur einen zarten Zähler vor Borussia, die außerdem die bessere Tordifferenz für sich verbuchen kann.
Borussia Dortmund Saison 2016 2017 Saisonverlauf 27. Spieltag Chart FieberkurveIn der Liga geht es am Ostersamstag zu Hause gegen Eintracht Frankfurt. Die Hessen schwächeln aktuell und das sollte sich der BVB zunutze machen. Und mit einem ordentlichen Hinspiel und einem erfolgreichen Rückspiel gegen Monaco sollte dies ordentlich Rückenwind für das hammerharte April-Programm geben.

Wir dürfen gespannt sein, was Borussia Dortmund bis Ende des Monats abliefern wird.

Autor: Marc

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