Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Cover Rezension Das Supergeschlecht Nick Wahlberg

Rezension: Das Supergeschlecht!!! von Nick Wahlberg

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Eineinhalb Stunden sind vorüber gegangen, seitdem ich „Das Supergeschlecht!!!“ in die Hand genommen und gelesen habe.

Jetzt sitze ich da und frage ich mich: Was will mir der Autor sagen?

Warum Männer cooler sind

Apropos Autor. Nick Wahlberg hat das Buch geschrieben und möchte damit erklären, „warum Männer einfach cooler sind als andere Leute“. Mit anderen Leuten meint er natürlich die Frauen. Denn anders als die Penisträger, des Schriftstellers liebstes Synonym für Männer, haben es die Frauen einfach nicht so drauf wie ihre maskulinen Kontrahenten.

Und dessen wird Wahlberg nicht müde zu betonen. Im Prinzip bleibt sich das Buch auf jeder Seite treu und zeigt,

– warum Männer viel größer sind, als sie scheinen
– warum Männer gern ihren Body durchtrainieren
– wofür Männer schon alles freudig in den Tod gegangen sind

und so weiter und so fort.

Infatile Überschriften und Mini-Penisse

Cover Rezension Das Supergeschlecht Nick WahlbergDekoriert sind diese Kapitel mit so wunderbar infantilen Titeln wie „Brumm! Bruuuuuummmmm“, „Du musst lauter rülpsen!“, „My Penis is My Castle“ und „Kaa-Wummmm!!!“. Ja, wirklich. Kein Scheiß. Und wirklich lustig sind die wenigsten Texte in dem Buch.

Irgendwo und irgendwann hat Nick Wahlberg gelernt, dass kleine Psychotests in Büchern irgendwie eine coole Sache sind. Und so hat er sich unzählige dieser begrenzt amüsanten Multiple-Choice-Fragen erdacht und einige der Antworten mit stilisierten Mini-Penissen illustriert. Lustig. Nicht.

Warum das alles?

Am Ende von Das Supergeschlecht!!!, nach knapp 150 Seiten, stellt der Leser sich erneut die Fragen: Wozu das alles? Was will mir der Autor sagen? Wo bleibt der Erkenntnisgewinn? Auf keine der drei Fragen habe ich nach der Lektüre eine Antwort gefunden.

Ja, das Buch aus dem Tropen Verlag war in wenigen Teilen amüsant zu lesen. Die überwiegende Zeit habe ich mich aber gelangweilt. Und mich am Ende über die Verschwendung kostbarer Lebenszeit geärgert.

Wer sich hingegen an Phallus-ähnlichen Gebäuden und Bauwerken, die auf einer abstrakten Ebene als Penis und Hoden erkannt werden können, erfreut, wird sicherlich schenkelklopfend immer noch hoch erfreut über diese post-pubertären Späße sein. Mich langweilen solche Darstellungen.

Autor: Marc

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