Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Borussia Dortmund nach 20 Spieltagen in der Saison 2016/2017

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Vier Partien sind seit dem Jahreswechsel in der Bundesliga gespielt und außerdem das Achtelfinale im DFB-Pokal.

Heute Abend geht es im Achtelfinale der Champions League für Borussia Dortmund zu Benfica Lissabon. Und vor der Partie war die Gemengelage beim BVB selten so vielschichtig wie aktuell. Dazu aber später mehr.

Zittersieg bei Werder Bremen

Bei Werder Bremen begann für Borussia Dortmund am 17. Spieltag die proklamierte Aufholjagd in der Liga. Zum neuen Jahr hatte der Verein die direkte Qualifikation für die Champions League als Ziel ausgegeben. Platz 3 sollte es also mindestens sein.

Ohne Mario Götze, Ousmane Dembélé (beide auf der Bank) und Pierre-Emerick Aubameyang (beim Africa-Cup), aber mit Sokratis und André Schürrle auf der 9 ging es auf den Platz. Und Schü erwischte einen Zuckerstart: nach fünf Minuten stand es 1:0 für Schwarz-Gelb. Der Neuzugang markierte auf Vorlage von Marco Reus seinen ersten Treffer in der Liga für Borussia. Es war ein gutes Gefühl, erstmals seit langem (letztmalig am 19.11.16 gegen Bayern) nicht als erstes in Rückstand zu geraten 🙂

6:0 Torschüsse nach einer Viertelstunde für die Gäste zeigten die Einseitigkeit der Partie – und die Harmlosigkeit der Grün-Weißen. Das änderte sich allerdings im Anschluss. Werder bekam die Partie immer besser in den Griff und hatte mehr vom Spiel. Dann kam die 38. Minute und ein Tritt von Drobny gegen den heraneilenden Marco Reus. Logische Folge: Rot für Bremens Schlussmann und Überzahlspiel für Dortmund.

Doch anstatt das Heft in die Hand zu nehmen, blieb Werder spielbestimmend. Riesendusel für den BVB kurz vor der Pause, als ein Distanzschuss von Clemens Fritz von der Latte aus dem Tor knallte. Schwein gehabt! Nach dem Seitenwechsel kam Erik Durm für Schmelzer ins Spiel. Und nicht die Mannschaft, die einen Spieler mehr auf dem Platz hatte, sondern Werder Bremen markierte das 1:1 (59.). Und wieder war die Defensive bekannt schlafmützig unterwegs. Einfach schlecht verteidigt.

Reus und Castro wurden nach 70 Minuten gegen Dembélé und Raphaël Guerreiro ausgetauscht. Die Schlussoffensive würde eingeläutet – und postwendend gab es die erneute Führung für den BVB. Nach einer Ecke traf Lukas Pisczek zum 2:1 (71.) – die Vorlage kam von Guerreiro. Und weil Dortmund anscheinend nur Drama kann, ließen weitere Tore der Gäste auf sich warten. Der BVB ließ mich zittern, denn Bremen hatte genügend Gelegenheiten zum Ausgleich.

Am Ende konnte ein Zittersieg gefeiert werden, von dem ich mich erst einmal erholen musste:

Gewonnen, doch die Souveränität bleibt verschollen, fasst Nick zusammen. Und Tim resümiert sarkastisch: Ganz souverän.

Enttäuschung beim FSV Mainz 05

Erneut ohne Mario Götze, aber dafür mit Pierre-Emerick Aubameyang im Sturm und Raphael Guerreiro für Christian Pulisic ging es zum Auswärtsspiel in Mainz am Sonntag Abend. Außerdem stand Roman Bürki erstmals seit seiner Handverletzung wieder zwischen den Pfosten.

Nach den Ausrutschern der Konkurrenz tags zuvor könnte der BVB als Gewinner des Spieltages hervorgehen und bis auf Rang drei vorrücken. Hertha BSC und die TSG Hoffenheim hatten ihre Partien auswärts verloren und Borussia hätte Nutznießer dieser Konstellation werden können.

Erst 124 Sekunden lief das Spiel, da stand es 1:0 für die Gäste. Andre Schürrle legte ab auf Marco Reus und dieser traf zur frühen Führung gegen seinen Lieblingsgegner. Anschließend nahmen die Mainzer das Heft in die Hand, doch die Zweikampfstärke der Dortmunder verhinderte den Ausgleich.

Und Glück kam auch noch dazu. Als Muto nach einer Viertelstunde das 1:1 markierte, wurde dem Treffer wegen einer angeblichen Abseitsstellung zu Unrecht die Anerkennung versagt. Puh! Nach dem Seitenwechsel plätscherte das Spiel vor sich hin. Borussia Dortmund versäumte es, das 2:0 zu erzielen und mehr Ruhe ins Spiel zu bringen.

Mario Götze kam nach 66 Minuten für Guerreiro in die Partie und außerdem Ousmane Dembélé für Auba (71.) und beide sollte für neuen Schwung sorgen. Der BVB tat nicht mehr als nötig und Mainz konnte nicht mehr – so ließ sich die erste Hälfte der zweiten Halbzeit zusammenfassen. Meine Nervosität blieb, schließlich ist Borussia immer für ein Gegentor gut 🙁

Und so kam es. In der 83. Minute trafen die Mainzer zum Ausgleich. Der BVB in der Saison 2016/2017 tut sich schwer, einen Vorsprung konsequent nach Hause zu schaukeln. Es ist zum Mäuse melken. Christian Pulisic kam kurze Zeit später für Castro aufs Feld, doch auch er konnte nicht mehr den Sieg bringen. Am Ende war selbst das Remis noch in Gefahr, denn Mainz verpasste das 2:1 kurz vor Schluss nur denkbar knapp.

Selbst schuld, Borussia! Platz 3 habt ihr unnötig und fahrlässig aus der Hand gegeben.

Bockstark gegen Rasenball Leipzig

Wie schon beim Spitzenspiel gegen Bayern München im November habe ich mir die Vorberichte auf Sky gespart. Ich hatte keinen Bock auf das Medienbashing Richtung Thomas Tuchel (siehe auch: Borussia Dortmund löst sich auf – eine Einordnung). Ich wollte nur Fußball gucken.

Und so habe ich bis halb sieben am Samstag Abend mit der Liebsten einen drei Meter breiten Pax Schrank von Ikea aufgebaut und war erst zum Anstoß vor dem Fernseher. Leipzig konnte mit einem Sieg in Dortmund bis auf einen Punkt an Bayern München herankommen, die 1:1 gegen Schalke gespielt hatten. Für den BVB stand viel auf dem Spiel, denn eine Niederlage gegen den Zweiten würde einen erneuten Rückschritt im Kampf um Platz drei bedeuten.

Ich war tierisch nervös und dies wurde durch die Aufstellung befeuert. Erneut ohne Mario Götze, dafür mit Erik Durm offensiv auf rechts und Marc Bartra für Matthias Ginter. Dembélé durfte von Beginn an mit Marco Reus wirbeln und Guerreiro ebenfalls wirbeln. André Schürrle und Gonzalo Castro saßen nur auf der Bank.

Der Beginn war flott von beiden Teams. Die Leipziger wurden mit einem Pfeifkonzert empfangen und während des gesamten Spiels begleitet. In der Folge entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, das von wenigen Torchancen und harter Gangart der Gäste gezeichnet war. Doch dies änderte nichts an der Führung der Borussia.

Weltklasse war die Vorbereitung von Dembélé, der sich über rechts durchsetzen konnte und in die Mitte zu Auba geflankt hat. Der Gabuner traf mit dem Kopf zum 17. Mal in dieser Saison – es stand 1:0 (35.). Wunderbar zu sehen, wie steil Tuchel nach dem Treffer gegangen ist – Emotionen pur 🙂

Mit der verdienten Führung ging es in die Pause. Ich war hochzufrieden mit der Leistung meiner Borussia, das machte Lust auf mehr. Marco Reus hatte in der 51. Minute die Riesenchance zum 2:0, doch sein Schuss ging am Tor vorbei – das hätte eine Vorentscheidung sein können. Genauso wie in der 59. Minute, als Auba allein auf das Leipziger Tor lief und nur lupfen musste, um das 2:0 zu markieren.

Aber die Nerven versagten und es blieb beim 1:0. Christian Pulisic kam eine halbe Stunde vor dem Abpfiff für Dembélé und gab fortan auf rechts das Tempo vor und reihte sich mit einigen guten Aktionen perfekt ein. Borussia Dortmund lieferte ein starkes Spiel ab. Konzentriert in der Defensive, ideenreich im Angriff und bissig im Zweikampf. Einzig das fahrlässige Vergeben bester Chancen kostete unnötig Nerven.

Es wäre eine gute Gelegenheit, endlich mal wieder eine knappe Führung über die Zeit zu bringen – und dazu „zu Null“ zu gewinnen. Wenn nicht heute, wann dann? Tuchel machte defensiv dicht und brachte Ginter in der 76. Minute für Guerreiro. Sieben Minuten vor dem Ende passte Lukas Pisczek perfekt auf Reus, der abermals das Tor nicht treffen konnte. Die Nervosität wuchs bei mir.

Fünf Minuten vor vor ende kam Felix Passlack für Kapitän Schmelzer, dafür rückte Durm auf links und Passlack auf rechts. Und Reus strapazierte meine Nerven weiterhin. In der 89. vergab er seine vierte Großchance. Aaaaahhhhh. Aber die Uhr lief für die Borussia. Drei Minuten Nachspielzeit waren noch zu überstehen. Und Ginter versuchte sich als Torschütze, doch wieder war ein Leipziger mit dem Fuß dazwischen.

Noch eineinhalb Minuten. Und dann fiel der Ausgleich für Leipzig. In der 93. Minute. Unfassbar. Oder nicht? Es war Abseits! Und der Linienrichter hatte es gesehen. Es blieb beim knappen Sieg.

Endlich war es wieder da, das Glück und das Können auf Seiten der Schwarz-Gelben und ich war einfach nur glücklich und froh.

Erneutes Elfmeter-Drama – diesmal gegen Hertha BSC

Das Achtelfinale im DFB-Pokal brachte mit der Hertha die nächste Berliner Mannschaft ins Dortmunder Westfalenstadion.

Und wie schon Ende Oktober gegen Union Berlin machte es der BVB unnötig spannend. Bei klirrender Kälte und mit Liam und mir im Stadion gab es um 23:27 Uhr einen verdienten Sieg im Elfmeterschießen zu bejubeln. In Kürze werde ich ausführlich von der Begegnung berichten.

im Viertelfinale Ende des Monats wartet mit den Sportfreunden Lotte der klassische Underdog auf die Schwarz-Gelben. Und ich würde mich stark wundern, wenn das Tuchel-Team die Ostwestfalen unterschätzen sollte.

Durchfall in Darmstadt

Ohne Drei ist der BVB zum Tabellenletzten nach Darmstadt gereist. Marcel Schmelzer und Lukas Pisczek und mussten dem Pokalfight gegen Hertha am Mittwoch Tribut zollen und waren nicht im Kader. Außerdem blieb Mario Götze erneut daheim. Ousmane Dembélé nahm vorerst auf der Bank Platz.

Eine Überraschung in der Startelf war Dzenis Burnic, der in Darmstadt sein Bundesliga-Debüt feiern konnte. Außerdem kamen Emre Mor (vorne links) und Matthias Ginter für Marc Bartra zum Einsatz. Die erste Chance des Spiels hatten die Lilien nach fünf Minuten, Roman Bürki rettete in letzter Sekunde. Und zwei Zeigerumdrehungen später musste der Dortmunder erneut eingreifen, um den Rückstand zu verhindern.

Was war hier los? Die erste Viertelstunde ging mit 3:0 Torchancen klar an die 98er. Als in der 21. Minute die Führung für Darmstadt fiel, hat mich das nicht überrascht. So schlecht war die Leistung des BVB bis dahin. Es dauerte bis zur 25. Minute, als Marco Reus die erste Chance seiner Mannschaft hatte. Jener Reus übrigens, dessen Freistoß sieben Minuten später nur an die Querlatte geknallt ist.

Kurz vor der Pause legte Mor auf Raph Guerreiro ab, der mit Schmackes zum 1:1 einnetzen könnte (44.). War das die Wende?

Unverändert startete Borussia in die zweite Halbzeit. Allerdings war die Körpersprache, das Tempo und der Druck ein ganz anderer, den die Schwarz-Gelben von Beginn an auf den Platz gebracht haben. Als sich das nicht in Toren ausgezahlt hat, gab es einen Doppelwechsel. Guerreiro und Mor machten nach 63 Minuten Platz für Dembélé und Shinji Kagawa.

Doch erneut ging der Letzte in Front, dieses Mal nach einem Fehler von Dembélé (67.). Unglaublich. Unfassbar. Einfach nur schlecht. Und kurze Zeit später hätte es 1:3 stehen müssen – aber Bürki hielt bravourös. André Schürrle kam in der 77. Minute für Reus und sollte zumindest einen Punkt retten. Zu diesem Zeitpunkt wäre solch ein Ergebnis allerdings eher schmeichelhaft für Schwarz-Gelb.

Die Zeit lief gegen den BVB und ich hatte nicht das Gefühl, dass den Gästen noch ein Tor gelingt. Und so kam es auch – trotz vier Minuten Nachspielzeit. Der Letzte siegte verdient gegen den Vierten. Es war zum Kotzen.

Innerhalb einer Woche hätte Borussia sechs Punkte auf den Zweiten aus Leipzig gutgemacht. RB hatte in Hamburg mit 0:3 verloren. Und auch Frankfurt kam in Leverkusen mit 0:3 unter die Räder. Statt Platz 3 mit einem Sieg für den BVB gab es Rang 4 nach Spieltag 20. Es war einfach nur traurig, diese unnötige Pleite.

Die Lage nach dem 20. Spieltag

Ein Novum sorgte dafür, dass der BVB nach 20 Runden den vierten Platz innehat. Denn von Platz 2 bis Rang 7 hagelte es am 20. Spieltag nur Niederlagen. Wer meint, dass Borussia mit der Lachnummer von Darmstadt mit einem blauen Auge davongekommen ist, sollte auch bedenken, dass eine große Chance vergeben worden ist.

Das einzig Konstante bei Borussia ist derzeit die fehlende Konstanz. Hervorragenden Spielen wie gegen Leipzig folgen indiskutable Leistungen wie in Darmstadt. Erstaunlich: zu Hause wird kein Spiel verloren, während es auswärts gleich vier Mal Niederlagen gegeben hat.
Borussia Dortmund Saison 2016 2017 Saisonverlauf 20. Spieltag Chart FieberkurveBorussia Dortmund Anfang 2017 ist eine Wundertüte – und das in jeder Hinsicht. Top oder Flop – Hauptgewinn oder Niete: alles ist möglich beim Vizemeister 2016.

Und das zerrt an den Nerven der Fans und der Verantwortlichen. Heute Abend geht es in Lissabon um den Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Mit dem VfL Wolfsburg steht am Wochenende in der Liga ein Gegner aus der Kategorie „machbar“ auf dem Programm. Doch vor leerer Südtribüne wird das ein hartes Stück Arbeit.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

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