Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Endlich wieder ein Heimsieg gegen die Roten! Borussia Dortmund – FC Bayern München 1:0 (1:0)

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Eigentlich schreibe ich seit einiger Zeit keine separaten Blogbeiträge mehr über die Spiele meines BVB.
Doch heute ist es anders. Heute hat Borussia Dortmund erstmals seit April 2012 ein Pflichtspiel gegen die übermächtig erscheinenden Bayern gewonnen. Und das verdient einen eigenen Artikel.

Auch wenn ich beim Einkaufen am Nachmittag auf meinen feinen BVB-Hoodie euphorisch angesprochen worden bin und der BVB bitte einen Sieg gegen die Bayern einfahren möge, war ich wie so oft tierisch nervös und pessimistisch. Dieser Pessimismus wurde von der unbestechlichen Statistik gestützt: nur einen Sieg aus den letzten sieben Pflichtspielen gegen die Bayern konnte Borussia verbuchen.

Aber entscheidend is´ auf’m Platz und jede Partie beginnt bei 0:0. Thomas Tuchel setzte auf zwei Spitzen und brachte Adrian Ramos neben Pierre-Emerick Aubameyang. Im Mittelfeld sollten Mario Götze und André Schürrle wirbeln, in der Abwehr gab es wie im Pokalfinale 2016 eine Dreierkette mit Sokratis, Matthias Ginter und Marc Bartra.

Gedenken an Aki Schmidt

Bevor es zum Anpfiff ging, wurde es traurig. Aki Schmidt, am 11. November nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben, wurde mit einer Schweigeminute gedacht. Einer sehr emotionalen Schweigeminute, die selbst vor dem Fernseher bei mir für Gänsehaut gesorgt hat.

Und dann gab es Fußball auf dem Platz. Dortmund begann aggressiv und gab ordentlich Gas. Insbesondere Schürrle auf links und Götze auf rechts hatten sich einiges vorgenommen. Mats Hummels wurde so empfangen, wie es zu erwarten gewesen ist: mit zahlreichen und wütenden Pfiffen. Schiedsrichter Tobias Stieger hatte von der ersten Minute jede Menge zu tun, um die Nerven auf beiden Seiten zu beruhigen.

Götze tunnelt Hummels, Auba trifft!

In der elften Minute traf Auba zur Führung und mein Jubelschrei erschreckte meine Schwiegereltern, die zu Besuch gewesen sind. Was für eine geile Bude war das 12. Saisontor des Gabuners. Herrlich. Sehr geil auch die Vorarbeit von Götze, der Mats Hummels elegant getunnelt hatte.

Von Abtasten beider Teams keine Spur: Der BVB hatte aber noch nicht genug und setzte die Münchener weiter unter Druck. Die Idee mit der Dreier-Kette erwies sich als kluger Schachzug. Aber die Bayern wären nicht die Bayern, wenn sie nicht neunzig Minuten lang unberechenbar und brandgefährlich waren.

Bissig, aggressiv und spritzig im Spiel nach vorn – sowie jede Menge Stimmung in der Bude. Das war das Fazit nach der ersten Halbzeit. Ich war regelrecht geflasht von Borussia Dortmund, das den FCB erstaunlich gut im Griff gehabt hatte und wie eine Spitzenelf aufgetreten ist. Die spannende Frage war: konnte Schwarz-Gelb die Intensität auch in der zweiten Halbzeit gehen und durchhalten?

Es wird eng

In der zweiten Hälfte markierte ausgerechnet Ribery nach 55 Minuten – aber der Franzose stand im Abseits und der Treffer zählte nicht. Puh! Fünf Minuten später rettete das Aluminium für die Hausherren nach einem Schuss von Xabi Alonso. Noch einmal Puh! Zu diesem Zeitpunkt machten die Bayern ordentlich Druck und belagerten das Tor des BVB. Von den Dortmundern war wenig zu sehen. Thomas Tuchel war gefordert, um dem Team neue Impulse zu geben. 25 Minuten sind noch zu überstehen gewesen.

Erik Durm gab nach 68 Minuten sein Comeback nach langer Verletzungspause und ersetzte André Schürrle. Es war der erste Einsatz des Mittelfeldspielers in dieser Spielzeit. Die Münchener blieben aber spielbestimmend. Auba hatte zwanzig Minuten vor dem Schlusspfiff nach einem Konter das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an Manuel Neuer. Fuck!

Meine Nerven!

Meine Nerven waren zu diesem Zeitpunkt bereits zum Zerreißen gespannt und ich wusste nicht, wie ich die verbleibende Zeit bis zum Ende überleben sollte. Der Ausgleich der Roten schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Wo war der Esprit und die Power der ersten zwanzig Minuten beim BVB geblieben?

Als Gonzalo Castro in der 75. Minute für Mario Götze ins Spiel gekommen ist, wurde der Rückkehrer für seine feine Leistung – und den Tunnel gegen Hummels – mit warmem Applaus verabschiedet. Das Dortmunder Abwehrbollwerk musste noch eine Viertelstunde überstehen und ich brauchte dringend einen Beruhigungstee.

Auch vier Minuten Nachspielzeit überlebten die Dortmunder, bei denen noch Christian Pulisic für Marcel Schmelzer ins Spiel gekommen ist. Die Bayern versuchten noch einmal alles und belagerten das Borussen-Tor. Doch das Bollwerk des BVB hielt dem Druck gegen den Meister stand und ein wichtiger Meilenstein wurde mit dem Sieg gegen Carlo Ancelottis Elf erreicht.

Ein Ergebnis, das deutlich über meine Erwartungen hinausgegangen ist. Und ausgerechnet der BVB brachte dem Rekordmeister die erste Niederlage bei.

Vom 11. April 2012 datierte der letzte Heimsieg gegen die Bayern und heute war es endlich wieder soweit. Aktuell sind die Borussen Tabellendritter mit zwei Punkten Rückstand auf die Bayern als Zweiter sowie sechs Zähler auf Tabellenführer und Aufsteiger RB Leipzig.

Mein Talisman: der BVB-Hoodie

Noch einmal zurück zu meinem Hoodie von Borussia Dortmund.

Anscheinend hat das kuschelige Kleidungsstück dem BVB Glück gebracht, und damit wäre klar, was ich in Zukunft bei den Spielen meiner Borussia tragen werde:

Heja BVB!

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Autor: Marc

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