Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Rureifel-Tagebuch, Tag 1: Wilder Kermeter, Wilder Weg und Heimbacher Brauhaus

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Die schicke Ferienwohnung im Landal Eifeler Tor hatten wir bezogen und den ersten Rundgang durch den Park absolviert.

Es war also Zeit für die erste Wanderung in der Rureifel und der Wilde Kermeter mir dem Wilden Weg ist das erste Ziel gewesen.

Unterwegs auf dem Wilden Weg

Gegen 17 Uhr sind wir am Wilden Kermeter angekommen. Im barrierefreien Natur-Erlebnis-Raum haben wir als erstes den Wilden Weg in Angriff genommen. Dabei handelt es sich um einen Naturerkundungspfad, der auf 1,5 Kilometer Länge und zehn – überwiegend – interaktiven Stationen für Jung und Alt jede Menge spannende Entdeckungen bereithält.
Sei es über die Kräfte und Auswirkungen von Stürmen auf den Wald erfahren oder über die Wildnis, die Waldentwicklung und die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt. Die Besucher sind auf Holzplanken abseits der Waldwege unterwegs und können so einen ganz neuen und bislang unbekannten Zugang zum Wald erleben.
Auch Rollstuhlfahrer und Besucher mit Kinderwagen haben dank der Barrierefreiheit kein Problem, den Wilden Weg zu bewältigen. Am späten Freitag Nachmittag sind wir auf dem Pfad allein unterwegs gewesen und konnten die Abendsonne im Wald mit fröhlichem Vogelgezwitscher genießen.
Allein die zehn ausgestellten Pilz-Arten aus Holz sind den Besuch des Wilden Weges wert! Außer dem Fliegenpilz habe ich die anderen Sorten noch nie gesehen. Weder das Kuhmaul noch die Herbsttrompete oder auch den Beutelstäubling. Ich sollte wirklich öfter mit offenen Augen durch den Wald gehen 🙂

Das Wandernetz rund um den Wilden Kermeter

Auf dem Rastplatz zu Beginn des Wandergebietes befindet sich auch der Treffpunkt für die Rangerführung Hirschley Route. Jeden Sonntag um 13 Uhr startet hier die dreistündige Runde, an der jeder kostenfrei und ohne Anmeldung teilnehmen kann. Dank der Barrierefreiheit der Wege können auch Kinderwagen mit von der Partie sein.
Gut und gerne sechs Kilometer Wanderweg erstrecken sich entlang des Wilden Kermeters. Je nach Kondition und Zeitbudget können somit unterschiedliche Touren geplant werden. Weiter ging es für uns vom Rastplatz Kermeter achthundert Meter zum Schwarzen Kreuz.
Von dort aus zweigt ein Wanderweg links bis zum Aussichts-Punkt Vogelsang-Blick ab. Die ehemalige Kaderschmiede der Nationalsozialisten ist auch im Frühsommer von diesem Aussichtspunkt zu erkennen, wenn man auf die Holzbank steigt, sich ganz in die Höhe reckt und mit dem Zoom der Kamera ordentlich heranzoomt.
Dann geht es wieder zurück zum Schwarzen Kreuz. Kurz überlegen wir, ob wir noch eine Wanderung unternehmen.

Die 1,4 Kilometer zum Aussichtspunkt Hirschley mit einem fantastischen Blick auf den Rursee mussten wir aber wohl oder übel sausen lassen, weil Anne seit fünf Tagen an einer Sehnenscheiden-Entzündung am Knöchel laboriert und sich nicht überfordern durfte.

Außerdem zeigte die Uhr bereits halb sieben und unsere knurrenden Mägen machten uns darauf aufmerksam, dass wir noch keine warme Mahlzeit an diesem Tag bekommen hatten.

Die Wanderung rund um den Wilden Kermeter

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Abendessen im Landal Heimbacher Brauhaus

Um halb acht sind wir wieder zurück im Landal Resort gewesen. Schnell wurde sich frisch gemacht und schon konnten wir im Heimbacher Brauhaus Platz nehmen. Trotz fehlender Reservierung – die insbesondere an Wochenenden zu empfehlen ist – haben wir am Freitag Abend einen gemütlichen Tisch im hinteren Bereich des Brauhaus bekommen.

Schon beim Betreten der Gaststätte wird deutlich, dass die Servicekräfte nicht nur bester Laune, sondern auch sehr freundlich und hilfsbereit sind. Das Lächeln wirkt nicht aufgesetzt und künstlich, sondern kommt authentisch ehrlich herüber. Die Speisekarte gibt es in Form des Brauhaus Boten, der neben den Speisen und Getränken für große und kleine Gäste auch Wissenswertes und Lesenswertes für die Besucher bereithält.

Wir entscheiden uns für neben einem Eistee, Rhabarber-Fassbrause und Mineralwasser für ein Heimbacher Zwickel. Als Speisen wählen wir dreimal den Pulled Pork Burger und die Heimbacher Brauhaus Pfanne aus. Obwohl das Brauhaus an diesem Abend gut gefüllt ist, müssen wir nur eine gute halbe Stunde warten und die Gerichte stehen dampfend auf dem Tisch.
Und das Warten hat sich gelohnt. Der Pulled Pork Burger ist riesig, allerdings fehlte Anne dem Fleisch ein wenig die Würze. Die Pommes waren knackig und mit einer leckeren Soße einfach klasse.
Auch die Heimbacher Brauhaus Pfanne wusste zum größten Teil zu überzeugen. Das Hühnerfleisch war spitze und das Schweinesteak leicht trocken. Punktabzug gibt es für das von mir eigentlich sehr geschätzte Rindersteak, das nicht medium gebraten, sondern bisweilen noch roh gewesen ist.

Ach ja, Bier gibt es natürlich im Heimbacher Brauhaus auch. Ich habe gleich zwei Sorten getestet.

Das klassische Heimbacher Pils, das über eine erfrischende Note verfügt, und das Zwickel, das in anderen Regionen auch als Kellerbier bekannt und süffig geschmeckt hat.

Mehr über die Rureifel

Alle bisherigen und zukünftigen Artikel über den Besuch in der Rureifel finden sich unter dem Schlagwort #Rureifel2016 hier im Blog. Weitere Fotos vom Wilden Kermeter gibt es in dieser Sammlung.

Autor: Marc

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2 Kommentare

  1. Danke für die Hinweise zur Barrierefreiheit des Weges, Werde einen Ausflug in die Eifel gleich mal auf die Liste nehmen. Klingt gut und spannend, ich bleibe dran und lese weiter mit!

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