Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Mein Nordsee-Tagebuch, Tag 2: Farbenmix, Maritime Meile und Deutsches Marinemuseum Wilhelmshaven

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Während in Nordrhein-Westfalen – und vielen anderen Bundesländern auch – Fronleichnam Feiertag gewesen ist, stand in Niedersachsen ein ganz normaler Arbeitstag im Kalender.

Nach unserer Ankunft im Wangerland konnten wir den zweiten Tag nutzen, um uns ein wenig Wilhelmshaven anzuschauen. Von Schillig sind es mit dem Auto weniger als dreißig Kilometer in die 80.000 Einwohner große Stadt am Jadebusen.

Leckeres Frühstück in der Jugendherberge

Der Donnerstag Morgen begrüßte uns mit wolkigem, trockenem Wetter. Um halb acht war die Nacht um und ich war erstaunt, wie gut es sich in einem  Etagenbett schlafen lässt.

Das Frühstück in der Jugendherberge steht für die Familien ab acht Uhr bis neun Uhr bereit. Um ein wenig zeitliche Entzerrung mit den Klassen zu haben, waren wir um viertel nach acht am Start. Der Speisesaal war um viertel nach acht erstaunlich leer und ich habe mich über einen cremigen Cappuccino aus dem Vollautomat gefreut.
Zum Frühstück hat sich Hausleiter Christoph Angres zu uns gesellt. Wir habe eine gute eineinviertel Stunde geplaudert und uns über Blogger und Reiseblogger im speziellen ausgetauscht. Außerdem konnte uns Herr Angres den einen oder anderen Geheimtipp für unseren Aufenthalt an der See verraten.

Shopping und Sightseeing in Wilhelmshaven

Um zehn Uhr haben wir uns auf den Weg nach Schortens vor den Toren Wilhelmshavens gemacht.

Dort findet man den Laden von Farbenmix, der insbesondere Nähfreundinnen ein Begriff ist und für leuchtende Augen sorgt, und Anne hat sich direkt in dem Geschäft wohlgefühlt. Unzählige Stoffe, zahlreiche Webbänder und Schnitte ließen Gretels Werkes Herz höher schlagen.
Weiter ging es Richtung Wilhelmshaven – City. Zentral und günstig lässt ess sich in der Nordseepassage am Hauptbahnhof parken. Pro Stunde fallen siebzig Cent Parkgebühr an, der Tageshöchstpreis liegt bei 2,50 Euro. Vom Parkhaus ging es zu Fuß in südlicher Richtung entlang der Banter Sees zur Maritimen Meile und den Südstrand entlang.

Endlich Fischbrötchen

Und dann war es endlich soweit: Am Südstrand haben wir beim Kiosk Fliegerdeich das erste Fischbrötchen unseres Urlaubs gegessen.
Während der Eigentümer mit der Zubereitung der Brötchen beschäftigt war, ertönte plötzlich ein Nebelhorn und der Fischer sprang auf, entschuldigte sich und schwenkte eine Piratenflagge Richtung eines Hafenrundfahrt-Schiffes, das den Südstrand entlang tuckerte. „Du hast die Haare schön“, entgegnete der Bootskapitän auf die Fahnen-Winkerei des Wirtes. Sachen gibt´s….

Geschichte wird lebendig: das Deutsche Marinemuseum

Vom Fliegerdeich ist es nur ein kleiner Spaziergang bis zu einem der Highlights in Wilhelmshaven: dem Deutschen Marinemuseum.
Weil der Besuch genauso kurzweilig wie informativ gewesen ist, hat das Marinemuseum einen eigenen Blogbeitrag verdient, der in Kürze hier erscheinen wird.

Unser kleiner Rundgang in Wilhelmshaven führte uns anschließend über die bekannte Kaiser-Wilhelm-Brücke, die nicht umsonst als Wahrzeichens der Stadt gilt. Nach ihrer Fertigstellung 1907 galt das Bauwerk als größte Drehbrücke Deutschlands und ist auch heute noch als solche in Benutzung.
Das Abendessen in der Jugendherberge überraschte uns am Donnerstag Abend mit einem Grillfest mit allerlei Leckereien. Und passend zum Abendessen wurde das Wetter noch eine Spur besser und weckte die Hoffnung auf ein paar sonnige Abschnitte am Freitag.

Weil Anne und die Kinder von unserem Wilhelmshaven – Besuch recht geschafft waren, ich aber nicht das wunderbare sonnige Wetter ungenutzt verstreichen lassen wollte, bin ich nach dem Essen noch eine Stunde am Deich spazieren gegangen und habe meine Gedanken schweifen lassen. Es tat gut, mir die kräftige Seeluft um die Nase wehen zu lassen.

Mehr über die Nordsee und das Wangerland

Alle bisherigen und alle weiteren Artikel über den Besuch an der Nordsee finden sich unter dem Schlagwort #Nordsee2016 hier im Blog.

Autor: Marc

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