Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Lieber nicht: das Essen im Brauhaus Uerige in der Altstadt Düsseldorfs

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Bei meinem letzten Besuch im Uerige vor knapp zwei Jahren war ich begeistert vom Service des Köbes. Das war dieses Mal nicht anders.

Doch anders als im Mai 2014 habe ich dieses Mal auch etwas im Uerige gegessen. Und dieses Essen war nicht wirklich gut. Aber der Reihe nach.

An einem Mittwoch im Juni haben wir zu viert den Ausstand eines Arbeitskollegen gefeiert. Der Tisch in der Hausbrauerei war für 18 Uhr bestellt und während viele Gäste das sonnige Wetter vor der Tür mit einem Alt in der Hand genossen haben, nahmen wir an dem Holztisch mit den rustikalen Stühlen Platz.

Von vornherein war klar, dass wir neben dem Altbier auch eine gute Nahrungsgrundlage schaffen wollten. Außer der „kleinen Karte“ in Form eines Aufstellers auf dem Tisch mit Deftigem (Blutwurst, Leberwurst, Schmalz, Gurke, Würstchen und Co.) gab es allerdings keine klassische Karte.
Wie es sich für eine Hausbrauerei gehört, ist die Speisekarte natürlich nicht das Wichtigste im Angebot. Der Protagonist in der Hausbrauerei ist auch in der Berger Straße 1 das Altbier. Das bernsteinfarbene Alt schmeckt mit jedem Glas noch einen Tacken besser. Das liegt natürlich auch am Köbes, der ruckzuck mit frisch gefüllten Gläsern am Tisch steht und stetig für Nachschub sorgt.

Wir hatten schon eine gute Stunde am Tisch Platz genommen, als der Kellner zwei gefaltete DIN A4-Seiten an den Platz gebracht hat. Dabei hat es sich um die von uns vermisste Speisekarte gehandelt. Ab 18:30 Uhr – und „solange der Vorrat reicht“ – kann aus sechs Gerichten gewählt werden. Die Uerige-Haxe, Himmel & Ähd, ein halbes Hähnchen, Schnitzel Wiener Art, kaltes Roastbeef und gratinierter Ziegenkäse buhlen auf der Karte um die Gunst der Gäste.

Eine Hausbrauerei ist kein Restaurant

Und eine so kleine Auswahl hat auch sein Gutes: es dauert nicht lange, bis ein Gericht gefunden wird. Allerdings wird es schwierig, wenn einem das einzige vegetarische Gericht nicht zusagt oder Himmel & Ähd nicht jedermanns Sache ist. Aber wie gesagt: eine Hausbrauerei ist kein Restaurant und keine Gaststätte – und wer etwas anderes essen möchte, hat halt Pech gehabt! So würde zumindest der Köbes argumentieren 🙂

„Schnitzel geht immer“ habe ich mir gedacht und so wurde das Schnitzel „Wiener Art“mit Bratkartoffeln und Salat für 14,90 Euro geordert. Nach gut zwanzig Minuten wurde das Essen serviert und schon auf den ersten Blick zeigte sich, dass meine erste Wahl keine wirklich gute Wahl gewesen ist.
Die Bratkartoffeln schwammen beinahe genauso stark im Fett wie das Schnitzel. Der Beilagensalat war „an der Soße vorbeigehuscht“ und wurde von grünem Salat dominiert.

Zum Abschluss sollte es dann noch ein besonderes Dessert geben: Uerige-Schokoladen-Altbier-Mousse klang sehr verlockend und ich war schon mächtig gespannt. Doch nachdem der Köbes die Bestellung von drei Altbier-Mousses aufgenommen hatte, folgte die Enttäuschung auf dem Fuß: „Aus!“ war die Rückmeldung und wir mussten Plan B ziehen.

Anstelle eines süßen Desserts haben wir uns für den Klassiker entschieden: Mettbrötchen. Mettbrötchen sind lecker, Mettbrötchen gehen immer. Und schwups standen die Brötchenhälften mit Mett und Zwiebeln auf dem Tisch.
Zumindest mit dieser Wahl habe ich richtig gelegen. Andererseits: bei der Zubereitung eines Brötchens mit Mett kann man auch nicht viel falsch machen…

Mein Fazit des Abends im Uerige fiel dementsprechend aus: Das Altbier ist klasse, die Mettbrötchen schmecken – doch die Gerichte von der Speisekarte haben mich nicht wirklich vom Hocker gehauen.

Autor: Marc

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2 Kommentare

  1. nö… ins Uerige geht man nicht zum Essen. Das können die dort nicht, das wollen (und sollen) sie auch nicht. Von daher kann ich deine Warnung nachvollziehen und unterstreichen.

  2. Gab es da schon immer feste Nahrung? Habe ich nie bemerkt, früher.….

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