Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Ein Besuch in der Hercules Vollkorn- und Mühlenbäckerei Düsseldorf

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Die Hercules Bäckerei hat um 19 Uhr für die Kunden bereits geschlossen, als uns Inhaber und Bäckermeister Johannes Dackweiler die Tür zum Laden öffnet. Schon beim Betreten des Ladens strömt der Geruch von frischem Brot in die Nase und sofort fühle ich mich wohl.

Nach einer Einführung in die Zutatenlehre der Bäckerei – selbstverständlich sind alle Zutaten Bio – erzählt uns Dackweiler wissenswerte Basics über das Backen und veranschaulicht die Theorie im praktischen Teil mit der Zubereitung eines feinen Butterhefeteiges, der uns das Frühstück am nächsten Tag versüßen soll.

Bio und regional als Postulat

Die Hercules Bäckerei ist ein Bio-Betrieb, der unterschiedliche Zertifizierungen hinter sich hat. Der Kauf regionaler Produkte ist das oberste Postulat des jungen Fachmanns, der einen Großteil seines Mehls auch selber mahlt. Der große Vorteil von diesem Verfahren: der Bäcker weiß, woher sein Getreide stammt und hat den kompletten Produktionsprozess im Blick.
Die Vollkorn-Bäckerei trägt ihren Namen natürlich nicht ohne Grund. Mehr als 95 Prozent der Produkte stammen aus Vollkornmehl und das schmeckt man – ganz abgesehen von dem Gesundheits- und Wellness-Faktor – ein Element, das für die Konsumenten immer wichtiger zu werden scheint.

In der Hercules Bäckerei wird übrigens nichts an fertigen Produkten dazugekauft, sondern alles frisch produziert.

‎Handwerkliches Geschick ist unerlässlich

Zehn Bäcker verrichten ihr Tagwerk von Montag bis Samstag in der Hercules Bäckerei und sorgen dafür, dass Düsseldorf mit frischen Broten und Backwerk versorgt werden. „Jetzt ist es nicht warm“, versucht Dackweiler uns Gäste zu beschwichtigen, „richtig warm wird es nachts. In den heißen Juli-Monaten hatten wir in der Backstube fünfzig Grad.“

Weiter geht es mit unserem kleinen Back-Projekt. Inzwischen kann der Hefeteig aus der Knetmaschine geholt und weiterverarbeitet werden. Genauso wie das Hefeteilchen wird hier in der Backstube jedes Brot handgeformt.

Während unser geformter Teig ein wenig ruhen muss, wird die Mühle besichtigt. ‎Maximal sieben Besucher können bei der Inspektion mit dabei sein, die anderen starken sich bei Altbier.

Fortuna sorgt für die richtigen Teigportionen

Anschließend heißt es für uns selbst Hand anlegen. Der Bäckermeister zeigt uns, wie die „Wundermaschine“ mit dem Namen Fortuna (wieso wohl Fortuna? 😉 ) in kürzester Zeit aus einem Klumpen Teig dreißig gleich große Klümpchen formt, die anschließend von uns verarbeitet werden.

Nachdem die leckeren, süßen Happen im Ofen verschwunden sind, gilt es, Geduld zu haben. Eine halbe Stunde später sind unsere Exemplare fertig und werden ofenfrisch zum Abkühlen bereitgelegt.
Zum Abschluss gibt es einen Abstecher in die Konditorei. Auch hier ist Bio und „keine Kinderarbeit“ Trumpf. Das heißt, dass die verarbeitete Schokolade genau den gleichen hohen Qualitätsstandards unterliegt und beispielsweise Schokolade aus Kinderarbeit kein Thema ist.
Natürlich wurde auch das Thema Preise heiß diskutiert. Johannes Dackweiler ist der festen Überzeugung, dass der Preis für eine Tüte Vollkornbrötchen beim hiesigen Filialisten teurer als bei ihm ist. Über die Diskussion der Discounter und Backshops landen wir am Ende immer wieder bei der Qualität, die bekanntlich ihren Preis hat.
Um 21 Uhr ist die super interessante Führung nach zwei Stunden beendet und mit einem großen Rucksack voller neuer Erfahrungen und Wissen – und einigen leckeren, frischen Hefeteilchen für das Frühstück am nächsten Morgen – fahre ich nach Hause.

Disclaimer: Im Spätsommer 2015 war ich als Yelp Elite – Mitglied zu dem Event „Backschule Düsseldorf“ in die Hercules Bäckerei eingeladen.

Autor: Marc

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