Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Ich bin jetzt Läufer – Woche 77

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Der Wunsch war da, die Hoffnung auch.

Doch dass ich noch vor Weihnachten einen Halbmarathon absolvieren sollte, hatte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht ausgemalt. Doch es war wirklich so. Einen Tag vor meinem 41. Geburtstag habe ich zum sechsten Mal nach Februar, März, Juni, September und Oktober 2015 in diesem Jahr die magische Halbmarathon-Marke geknackt. Aber der Reihe nach.

Zurück zum alten Rhythmus

Endlich kann ich wieder im gewohnten Rhythmus laufen, nachdem ich drei Wochen am Stück jeweils mehrere Tage beruflich unterwegs gewesen bin. Das waren meine Gedanken am Mittwoch. Alter Rhythmus bedeutet für mich, unter der Woche zweimal und am Wochenende einmal laufen.

Am Mittwoch Nachmittag habe ich etwas früher Feierabend gemacht und konnte noch im Hellen gegen halb fünf starten. Ich hatte mir extra die Salomon X-Scream 3D angezogen, weil ursprünglich ein kleiner Trail-Lauf in und um Liedberg geplant war. Doch die früh einsetzende Dämmerung ließ mich umdisponieren und ich lief meine Hausstrecke.

Und das lief direkt richtig fix für meine Verhältnisse. Nach einer Sub 25 auf fünf und einer Sub 52 auf zehn Kilometer kam ich nach weniger als 64 Minuten auf 12,2 Kilometer ins Ziel.

Frisch war’s

Als ich am späten Donnerstag Nachmittag zum Laufen aufgebrochen bin, war die Sonne bereits so gut wie verschwunden. Ich freue mich, wenn die Tage in weniger als zwei Wochen endlich wieder länger werden, denn in der Dämmerung zu laufen macht nicht wirklich viel Freude.

Unabhängig davon waren die Bedingungen aber perfekt. Trocken und mit fünf Grad nicht zu kalt. Die Hausstrecke war auch dieses Mal mein Ziel und als ich nach 12,2 Kilometern ins Ziel kam, war ich mehr als vier Minuten langsamer als gestern. Das war nicht wirklich verwunderlich.

Am Nachmittag war ich im Büro auf der Verabschiedung einer Kollegin in den Ruhestand und habe mir neben einem Flens auch Lachsröllchen und andere Leckereien schmecken lassen. Das hat sich entsprechend auf meine Power ausgewirkt. Aber sei’s drum.

Mein letzter Halbmarathon

Zumindest als Vierzigjähriger. Denn unverhofft kommt oft. Als ich heute Morgen aufgestanden bin, war klar, dass ich am Vormittag laufen werde. Es war allerdings nicht geplant, dass es ein Halbmarathon wird.

Dabei begann es schon aufregend. Als ich um kurz nach elf mit Anne gemeinsam losgelaufen bin, warnte uns ein Schild am Feldweg vor einer Treibjagd. Schon bald tauchten die ersten Jäger auf und hielten abgeschossene Hasen und Fasane in den Händen. Dank unserer grellen Laufklamotten sind wir aber unversehrt an den Weidmännern und – frauen vorbeigekommen. Es war interessant zu sehen, wie die Grünröcke in breiten Reihen durch das Feld gezogen sind und das Wild gejagt haben.

Nach sechs Kilometern verließ mich Anne und es ging allein weiter. Selbst da wusste ich nicht, dass ich noch weitere fünfzehn Kilometer laufen sollte. Als erstes musste ich den Märchenwald durchqueren. Dicker Schlamm ließ mich rutschig einsinken und bescherte mir nasse Füße. Doch das stachelte meinen Ehrgeiz noch mehr an und als ich das Hindernis überwunden hatte, bekam ich den totalen Flash.Mit einem 80er Jahre-Mix auf den Ohren sang (!) ich Songs von Jermaine Jackson, Pia Zadora sowie F. R. Davids und fühlte mich auch noch gut dabei.

Der Lauf war klasse und irgendwann entschloss ich mich, die Halbmarathon-Distanz in Angriff zu nehmen. Als ich nach etwas mehr als zwei Stunden nach Hause zurückgekehrt war, fühlte ich mich einfach nur gut. Das eiskalte alkoholfreie Weizenbier hatte mir noch nie so gut wie heute geschmeckt, als es mir die Kehle herunterlief. Der perfekte Abschluss meines 40. Lebensjahres, dessen Ausblick ich unter der Überschrift 41 hier gewagt habe.

Mehr zum Thema Laufen in meiner Artikel-Serie “Projekt Laufen”

Alle bisherigen und künftigen Beiträge zum Thema Laufen findet ihr unter #ProjektLaufen2014 und unter #ProjektLaufen2015.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

2 Kommentare

  1. Gut gemacht 🙂
    Ich sehe du läufust in den Mizuno-Laufschuhen. Ich habe sie vor einigen Tagen ausprobiert und ich fand sie toll.
    Jetzt überlege ich sie mir zu kaufen.
    Wie sind deine Erfahrungen mit den Mizunos?

    Schönen Gruß

    Darko

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