Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Ich bin jetzt Läufer – Woche 72

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Es war die Woche der Premieren für mich, diese 72. Lauf-Woche.

Das erste Intervall-Training (das so ganz anders als geplant verlief), der erste Lauf seit langem am frühen Morgen und das erste Mal in Trail-Schuhen konnte ich in die Waagschale werfen.

Mein erstes Intervall-Training

Ich musste 72 Wochen lang laufen gehen, bis ich das erste Mal die Herausforderung Intervall-Training gewagt habe. Die Idee dazu schlummerte schon länger in mir, doch bislang konnte ich mich nicht dazu aufraffen. Und was soll ich sagen? Es war eine interessante Erfahrung.

Für mein erstes Intervall-Training habe ich die Runtastic-App benutzt und dort eine der voreingestellten Trainings gewählt. Fürs erste Mal habe ich unter „Intervalltraining“ die 40-minütige Sequenz mit den kurzen Intervallen gewählt. Vorgesehen waren dabei zehn Minuten Einlaufen und anschließend zehn Mal eine Minute in der Fettverbrennungszone und eine Minute in der anaeroben Zone laufen. Zum Abschluss dann zehn Minuten Auslaufen.

Weil ich mein Training auf eine Stunde ausgelegt habe, bin ich anschließend noch weitere zwanzig Minuten nach eigenem Gutdünken gelaufen. So war der Plan. Doch es kam anders. Die erste Überraschung war, dass abends um 17 Uhr noch 14 Grad herrschten. Erstaunlich mild für einen 4. November. Doch es sollte nicht die letzte Überraschung sein.

Nach fünf Minuten Laufen meldete die App, dass die erste Hälfte des Einlaufens vorbei sei. Doch dann kam nichts mehr. Ich lief und lief und lief. Zehn Minuten, eine Viertelstunde und eine halbe Stunde. Aber vom Sprachcoach ward nichts mehr zu hören. Erst nach 40 Minuten kam der Ruf „Workout erledigt“. Ja nee, is‘ klar“, habe ich mir gedacht. Anscheinend habe ich die Funktionsweise des Intervall-Trainings missverstanden.

Doch damit nicht genug. Die letzten zweieinhalb Kilometer bin ich auch noch in einen ordentlichen Regenschauer gekommen und durfte nicht nur in der Dunkelheit, sondern auch pitschnass laufen. Nach 12,2 Kilometern stand eine Gesamt-Pace von 5:29 Minuten auf der Uhr.

Laufen am frühen Morgen

Wer Anfang der Woche gedacht hatte, dass 14 Grad am Nachmittag warm sind: Pustekuchen! Am Samstag morgen waren es um sieben Uhr schon satte 16 Grad.

Ich habe dieses frühe Laufen seit langer Zeit mal wieder getestet und es war interessant. Um diese Zeit war es zwar nicht stockdunkel, denn dank teilweise wolkenfreiem Himmel war es um viertel nach sieben schon recht hell. Erstmals hatte ich Amazon Prime Music mit dabei. Seit Donnerstag gibt es kostenloses und unlimitiertes Streaming und Download von Musik für alle Prime Kunden. Ich habe mir vorher zwei Playlists für den Sport heruntergeladen. Die Pop Playlist war ganz nett, doch die Rock Liste noch deutlich besser.

Ich weiß nicht, ob ich nur körperlich oder auch mental müde gewesen bin, aber das frühe Laufen bin ich anscheinend nicht mehr gewohnt. Geschwindigkeit ist aber nicht alles, so dass ich entspannt gelaufen bin und nebenbei auch noch einige berufliche und nebenberufliche Probleme lösen konnte.

Und noch etwas war klasse. Die Brooks Glycerin 13 und ich sind jetzt definitiv Freunde. Nach den Anfangsschwierigkeiten mit dem rechten Spann in den Schuhen trage ich die Brooks seit zwei, drei Wochen permanent und fühle mich darin einfach wohl. Nach mehr als zwölf Kilometern hatte ich noch vor dem Frühstück eintausend Kalorien verbrannt und damit die halbe Tüte Chips und die halbe Tafel Nuss-Schokolade vom Vorabend direkt egalisiert.

Nach dem Frühstück ging es mit dem jüngsten Sohn noch zum Schwimmen – so kann ein sportliches Wochenende beginnen.

Ein wenig Trail Running zur Abwechslung

Am Sonntag bin ich endlich dazu gekommen, die ursprünglich vor vielen Wochen terminierte Trail Runde endmal wieder in mein Training einzubauen.

Seit Ewigkeiten habe ich mich an diesem Sonntag Vormittag bei herrlichen 17 Grad und Sonnenschein im Trail Running versucht. Und ich war nicht allein, denn ganz neu mit dabei war der Salomon X-Scream 3D City-Trail-Schuh. Bislang bin ich nur in den klassischen Laufschuhen von Asics, Brooks und Mizuno gelaufen und insofern war das eine Premiere für mich.
Die ersten sechs von sechszehneinhalb Kilometern bin ich Straße und Asphalt gelaufen und kam gut mit dem neuen Schuh klar. Im Gelände, auf dem gut vier Kilometer langen Parcours rund um den Liedberger Wald, hat es auch jede Menge Spaß gemacht. Die Schuhe fühlen sich gut an, bieten ordentlich Gripp und nehmen auch kleine Rutschpartien auf dem mit Laub bedeckten Boden nicht übel.

Ich habe mich in den Salomon X-Scream 3D gleich zu Hause gefühlt und bin gespannt auf die nächsten Lauf-Einheiten.

Mehr zum Thema Laufen in meiner Artikel-Serie “Projekt Laufen”

Alle bisherigen und künftigen Beiträge zum Thema Laufen findet ihr unter #ProjektLaufen2014 und unter #ProjektLaufen2015.

Autor: Marc

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