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#deinNRW: Die Aquäduktbrücke Vussem und die Kakushöhle in der Nordeifel

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Nachdem wir das Mittelalter in der Burg Satzvey besucht hatten, ging es weiter Richtung römische Geschichte zur Aquäduktbrücke Vussem und in die Steinzeit zur Kakushöhle.

Die Aquäduktbrücke Vussem

Die Brücke ist eine der Attraktionen des Römerkanal-Wanderwegs, der insgesamt 111 Kilometer lang ist und sich in sieben Etappen von Nettersheim bis nach Köln unterteilt. Direkt am Römerkanal-Wanderweg liegt an der Station Nr. 13 in Mechernich-Vussem bei Kilometer 27,3 die Aquäduktbrücke Mechernich Vussem.

Das Aquädukt in Vussem ist ein Teilabschnitt der römischen Eifelwasserleitung, die sich nicht ohne Stolz und mit einer Länge von 95,4 Kilometern als der größte antike Technikbau nördlich der Alpen bezeichnen kann. Damals wurden täglich 20 Millionen Liter besten Trinkwassers aus fünf Quellgebieten in die römische Provinzhauptstadt Köln geleitet.

Die Aquäduktbrücke war ursprünglich 80 Meter lang und besaß maximal zwölf Pfeiler, die die Kanalrinne trugen. Das Wasser wurde in einer Höhe von zehn Metern über den Talgrund geführt.

Die Rinne war mit mächtigen Sandsteinplatten abgedeckt. Das Pfeilermauerwerk bestand aus Grauwackesteinen mit reichlich verwendetem Mörtel. Das römische Originalmauerwerk ist in den wieder aufgebauten Pfeilern teilweise noch gut zu erkennen.

Die Geschichte der Kakushöhle

Anschließend ging es weiter zur Kakushöhle nahe des Mechernicher Stadtteils Dreimühlen.

Der Kartsteinfelsen entstand vor etwa 300.000 Jahren. Im Laufe der Zeit bildeten sich gleich mehrere Höhlen: die Kakushöhle, die Kleine Höhle und weitere kleinere Hohlräume. Archäologen haben in den Höhlen Gegenstände aus verschiedenen Zeiten gefunden. Dazu zählen auch 300.000 Jahre alte Werkzeugfunde von urzeitlichen Menschen, die zu den ältesten Funden des Rheinlandes gehören.

Außerdem fand man Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände vom Neandertaler, den Ahrensburger Rentierjägern, den ersten sesshaft gewordenen Menschen der Jungsteinzeit, den Kelten, den Römern und den Menschen des Mittelalters. In den Höhlen entdeckte man außerdem Knochen von heute ausgestorbenen Tieren wie Höhlenlöwe, Höhlenbär, Wollnashorn, Mammut, Riesenhirsch und Rentier.

Der Rundwanderweg bei der Kakushöhle

Der Rundwanderweg ist knapp 500 bis 700 Meter lang führt über das Gelände und die Höhlen und ist in gut‎ dreißig gemütlichen Minuten zu bewältigen.

Der Spazierweg führt auch durch die Kakushöhle. Hier sind zwar keine Kletterkünste gefragt, aber zumindest ein wenig Gelenkigkeit. Denn einige Passagen müssen in gebückter Haltung oder mit eingezogenem Kopf bewältigt werden.

So wie bei dieser Passage:

Wer eine Taschenlampe für die Erkundung der Höhle vergessen hat, kann – so wie wir – zumindest die Lampenfunktion seines Smartphones nutzen, um ein wenig Erleuchtung zu erhalten.

Insbesondere für Kinder ist die Höhle ein Erlebnis. Und das liegt nicht nur an den abwechslungsreichen und kurzweiligen Informationstafeln entlang des Rundwanderweges.

Am Parkplatz vor der Höhle gibt es auch einen Imbiss mit Snacks und Getränken. So verlockend für uns die Thüringer Rostbratwurst für günstige 2,20 Euro auch gewesen ist, so traurig mussten wir das Lokal links liegen lassen, weil wir kurze Zeit später essen gehen wollten.

Mehr über die Nordeifel

Meine bisherigen und zukünftigen Artikel über den Besuch in der Nordeifel finden sich unter dem Schlagwort #Nordeifel2015 hier im Blog.

Autor: Marc

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