Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Cover Rezension Es war einmal ein Stadion Werner Skrentny

Rezension: Es war einmal ein Stadion … Verschwundene Kultstätten des Fußballs von Werner Skrentny

| 2 Kommentare

Ich mag Lost Places beim Geocaching. Und ich mag Fußball und seine Stadien.

Das versteht es sich fast von selbst, dass ich von der ersten Seite an von Werner Skrentnys Es war einmal ein Stadion … Verschwundene Kultstätten des Fußballs begeistert gewesen bin.

Denn in diesem Buch geht es nicht um die auf Hochglanz polierten Event-Stadien aus dem Jahr 2015, in denen das runde Leder bisweilen nicht der Protagonist, sondern eher das Produkt zu sein scheint. In diesem Buch geht es auch nicht um VIP-Logen für die Business-Menschen, die immer mehr Fußballstadien bevölkern und während des Spiels am Hummer knabbern und Champagner trinken.

Cover Rezension Es war einmal ein Stadion Werner SkrentnyIn diesem Buch geht es um die ehemaligen Schmuckkästchen des Fußballs, um Stadien, die früher wohlklingende Namen wie Aachener Tivoli, das Grugastadion in Essen und das Frankfurter Stadion am Riederwald hatten oder bei den Gegner in Europa gefürchtet waren wie der legendäre Bökelberg in Mönchengladbach.

Aber nicht nur die großen Stätten finden Erwähnung. Der Autor widmet sich auch längst vergessenen Perlen wie der Glück-Auf-Kampfbahn in Herne, dem Stadion Zerzabelshof in Nürnberg und dem Jahnstadion in Regensburg.

Fotos und Anekdoten gegen das Vergessen

Jedes Stadion wird auf mindestens einer halben Seite, viele aber auch gleich auf mehreren Seiten porträtiert. Es ist erstaunlich, wie viele historische Fakten, sportliche Daten und auch Anekdoten zu den zahlreichen Sportstätten zusammengetragen worden sind.

Die Geschichte der leider längst verloren gegangenen Plätze wird dank vieler historischer Zeichnungen und Fotografien besonders lebendig und helfen der Phantasie, wie es damals im Stadionrund ausgesehen haben muss, auf die Sprünge.

Stadien aus ganz Deutschland und vielen Epochen

Neben dem Hauptteil gibt es noch zwei weitere Kapitel, die sich zum einen mit Stadien beschäftigen, die zwar an alter Stelle verschwunden sind, aber am gleichen Ort wiederauferstanden sind. Die bekanntesten Beispiele sind neben dem Westfalenstadion in Dortmund auch das Volksparkstadion sowie das Millerntor in Hamburg.

Zum anderen ist der Holztribüne in den Fußballstadion ein eigener Abschnitt gewidmet. Die legendären Holztribünen vieler Sportstätten sind immer stärker dem Beton gewichen und nur noch wenige Exemplare erinnern an die Blütezeit in

Mit viel Liebe zum Detail und dem Blick fürs Wesentliche hat Werner Skrentny eine Chronik der längst vergessenen Fußballstadien zusammengetragen, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Mit seinen informativen und unterhaltsamen Texten erweckt er die Stadien und seine Geschichte(n) wieder zum Leben und macht sie greifbar.

Mein Prädikat: besonders lesenswert!

Autor: Marc

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2 Kommentare

  1. Pingback: Rezension: Es war einmal ein Stadion … Verschwundene Kultstätten des Fußballs von Werner Skrentny | re: Fußball

  2. Danke für diese großartige Buchvorstellung 🙂
    Das klingt auch nach einer guten Geschenkidee!
    LG und in Erinnerung an das „Müngersdorfer Stadion“ schwelge 🙂
    Ela

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