Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Ich bin jetzt Läufer – Woche 63

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Wow, die vergangene Lauf-Woche hat mich gleich in mehrer Hinsicht umgehauen!

Schon die beiden ersten Läufe unter der Woche waren klasse. Ich hatte Spaß am Laufen und war dazu noch irre schnell unterwegs. Erst mit einer 5:16-er Pace auf 12,2 Kilometern und zwei Tage später sogar noch einmal acht Sekunden pro Kilometer schneller.

Das Sahnehäubchen war am Wochenende allerdings der lange Lauf. Ursprünglich nur über fünfzehn Kilometer geplant, habe ich am späten Samstag Nachmittag einen lockeren Halbmarathon hingelegt und bin dabei unter der Sub 1:55 Stunden geblieben.

Das perfekte Timing!

Nach den vergangenen heißen Tagen, die ich lauftechnisch komplett unberücksichtigt gelassen hatte, waren die Aussichten zu Beginn des am 1. September  startenden meteorologischen Herbstes wirklich gut. Mehr als zwanzig Grad wird es bis zum Wochenende nicht geben.

Also das ideale Wetter, um die frisch angebrochene Laufwoche am Dienstag Nachmittag zu starten. Tagsüber hatte es Bindfäden geregnet und ich hatte mich schon geärgert, dass ich nicht wie in der Vorwoche früh morgens gelaufen bin. Am Nachmittag sollte der Regen nachlassen. Aber Pustekuchen!

Als ich um kurz nach fünf nach Hause gekommen bin, hüllten dunkle Wolken den Himmel ein und Regen prasselte auf das Land. Die Entscheidung Laufen ja oder nein war schnell gefasst: natürlich wird gelaufen. Also Klamotten an und raus auf die Strecke.

Von Beginn an lief es gut. Die ersten fünf Kilometer bin ich unter fünf Minuten Pace geblieben und die zehn Kilometer habe ich nur um vier Sekunden mit einer Sub 52 verpasst. Am Ende hatte ich die 12,15 Kilometer in 1:04 Stunden gerockt.

Der Lauf tat richtig gut, hat jede Menge Spaß gemacht und ließ mir auch noch Zeit, mir in beruflicher Hinsicht einige Entscheidungen und Reflexionen durch den Kopf gehen zu lassen.

Krasser Power-Lauf

Als ich Donnerstag Nachmittag nach Hause gekommen bin, hat mich meine Liebste überrascht. Sie hat sich vorgenommen, auch zu laufen, und zwar, um den Kopf freizubekommen. Also fix Runtastic auf ihrem Smartphone eingerichtet und schon konnte es losgehen.

Die ersten Meter sind wir zusammen gelaufen, um uns dann – läuferisch natürlich nur – zu trennen. Ich wollte meine Liebste nicht unnötig mit schnellem Laufen stressen und unter Druck setzen.

Heute war auf meiner Laufstrecke durch die Felder die Hölle los. Zig Männer – wo waren eigentlich die Frauen? – waren unterwegs und ich kam mir fast vor wie bei einem Wettkampf. Womöglich hat mich das beflügelt, denn ich habe die zehn Kilometer knapp um sechs Sekunden mit einer Sub 51 verpasst und hatte am Ende auf 12,3 Kilometer eine durchschnittliche Pace von 5:08 Minuten.

Das war sogar noch eine Verbesserung zum schnellen Lauf vor zwei Tagen mit einer Pace von 5:16. Andere Läufer mögen über so eine Zeit lächeln, aber für mich ist es eine hammerharte Zeit. Da konnte mir der Regen, der mich auf den letzten zwei Kilometern begleitet hat, meine gute Laune auch nicht trüben, im Gegenteil.

Übrigens hat meine Liebste ihren Lauf gut überstanden. Mal schauen, ob sie am Ball bleibt. Das würde mich freuen.

Endlich wieder Halbmarathon – und dann auch mit neuer persönlicher Bestzeit!

Seit einigen Tagen habe ich mich auf den ersten langen Lauf seit über fünf Wochen gefreut. Trotz des Regens war der Plan, am Samstag zumindest fünfzehn Kilometer zu schaffen. Doch es kam ganz anders.

Nachdem wir vormittags entspannt im Schlossbad Niederrhein in Mönchengladbach schwimmen gewesen sind, hatte es ab mittags nur geregnet. Ich wollte aber auf alle Fälle laufen und habe mir um viertel nach vier ein Herz, meine Mütze und die Laufklamotten gefasst und bin losgelaufen.

Erstmals habe ich auch meine „alte“, neue Regenjacke von Brooks mitgenommen. Das gute Stück mit dem Namen Brooks LSD Lite Jacke IV ist so dünn und leicht, dass ich es perfekt in der Gürteltasche verstauen konnte. Die dünne, federleichte Jacke habe ich bereits im vergangenen Jahr gekauft, aber nie bislang benötigt.

Dieses Mal sollte sie aber zu ihrem Einsatz kommen. Der Regen war nämlich von Beginn an mein steter Begleiter. Als nach zehn Kilometern der Nieselregen in einen Starkregen mündete, war die Zeit der Regenjacke gekommen. Und ich war heilfroh, dass ich sie dabei hatte, denn der Regen wollte und wollte nicht stoppen.

Trotz des Regens war ich gut in Form und habe die zehn Kilometer knapp über 51 Minuten geschafft. Als ich auch nach 15 Kilometern gut in der Zeit lag, habe ich mich erstmals mit dem Gedanken befasst, die Halbmarathon-Distanz in Angriff zu nehmen und noch nicht nach Hause abzubiegen. Und es war die richtige Entscheidung.

Die letzten zwei Kilometer fielen mir zwar sichtlich schwer, doch am Ende war ich super happy und super stolz, endlich wieder einmal mehr als 21 Kilometer am Stück gelaufen zu sein.

Als Sahnehäubchen stand mit 1:52:18 Stunden sogar eine neue persönliche Bestzeit zu Buche. Wunderbar!

Mehr zum Thema Laufen in meiner Artikel-Serie “Projekt Laufen”

Alle bisherigen und künftigen Beiträge zum Thema Laufen findet ihr unter #ProjektLaufen2014 und unter #ProjektLaufen2015.

Autor: Marc

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