Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Das traurigste Foto der Welt: #Kiyiya

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Die aktuelle Flüchtlingsdebatte, zu der ich mit Ausnahme dieses Beitrags bisher geschwiegen habe, ist seit gestern an einem medialen Wendepunkt angekommen.

Mit der Veröffentlichung eines Fotos, auf dem ein an den türkischen Strand gespülter, lebloser Junge zu sehen ist, haben die bisherigen Bilder der Flüchtlingsdebatte ein ganz neues Gesicht bekommen.

Der Junge war einer von mehreren Flüchtlingen, die aus der Türkei kommend auf einem Boot Schiffbruch erlitten haben und auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken sind.

Man muss kein Vater, keine Mutter oder ein Großelternteil sein, um bei dem Anblick des Fotos, das seit gestern mit dem Hashtag #KiyiyaVuranInsanlik um die Welt gegangen ist, nicht in Tränen auszubrechen.

Wer bisher die Flüchtlingsdebatte aus der Ferne beobachtet hat, sieht sich unweigerlich damit konfrontiert und ist involviert.

Ich frage mich: was kann und was wird dieses Foto, das um die Welt geht, bewirken? Sorgt es für eine Wende in dem Drama um die Flüchtlinge, die in Europa Zuflucht suchen?

Oder werden wir schon morgen zur Tagesordnung übergehen und das Bild des kleinen Jungen in der blauen Hose und dem roten T-Shirt einfach vergessen und erst wieder beim alljährlichen Jahresrückblick im ZDF, in der ARD und auf RTL erneut damit in Berührung kommen?

Ich habe keine Antwort auf diese Frage. Ich fühle mich genauso hilflos wie viele andere Menschen um mich herum. Und ich habe Sorge, wenn ich daran denke, wohin das führen wird. Und ich werde wieder und wieder traurig, wenn ich daran denke, wie viele kleine Kinder schon jetzt gestorben sind, weil niemand hilft.

Der Hashtag #KiyiyaVuranInsanlik bedeutet übrigens auf deutsch „Die fortgespülte Menschlichkeit“.

Autor: Marc

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