Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Zeit der Veränderung – oder: alles ändert sich

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Es ist Samstag Morgen. Einer jener Tage, an denen ich mir den Luxus erlaube, mich morgens mehrmals im Bett umzudrehen und auszuschlafen. Auszuschlafen heißt bei mir übrigens, dass ich spätestens um acht Uhr im Bad stehe und mich frisch mache. Doch das nur nebenbei.

Es ist das erste Wochenende, an dem seit langem nichts auf dem Programm steht. Keine Fahrt in den Sommerurlaub, keine Fahrt ins Bergische Land, keine Fahrt mit der Bahn nach Ostwestfalen, um die Kids zu meinen Eltern zu bringen oder von dort abzuholen, sondern einfach ein Wochenende frei von festen Verpflichtungen.

Natürlich ist einiges im Haus zu tun. Bäder putzen, Wäsche bügeln (ideal, um den ersten Bundesligaspieltag am Samstag zu schauen), die Garage aufzuräumen und den Rasen zu mähen. Aber das ist quasi Tagesgeschäft und teilweise auch Muße – so wie das Topspiel am Abend, wenn meine Borussia aus Dortmund gegen Gladbach in die Saison 2015/2016 startet.

Neben der kleinen Nervosität, die ich immer am Tag verspüre, wenn mein BVB am Nachmittag oder Abend spielt, ist heute ein weiteres Gefühl vorherrschend. Das Gefühl der Veränderung. Es wird sich etwas ändern.

Das wurde mir schon am Abend zuvor bewusst. Ich habe auf der Terrasse gesessen und abends gegen halb neun bei noch 28 Grad ein Sommerbier genossen. Mir wurde bewusst, dass es womöglich der letzte richtig heiße Tag des Jahres gewesen sein kann. Damit ist der Sommer 2015 Geschichte.

In solchen Momenten werde ich melancholisch, bisweilen sogar sentimental. Doch an dem Freitag habe ich diese Gedanken einfach beiseite gewischt. Beiseite gewischt, ehe sie mich an dem eingangs erwähnten nächsten Morgen erneut eingeholt haben.

Zeit, dass sich was dreht

Ich bin mit dem Rad zum Bäcker geradelt. Ich habe Shorts und eines meiner zahlreiche BVB-Shirts getragen. Dieses grau melierte T-Shirt mit der Single drauf, das sich erst auf den zweiten Blick als Dortmund-Devotionalie zu erkennen gibt. Ich mag das Shirt.

Als ich so bei 20 Grad Fahrrad fahre, spüre ich, dass der Herbst langsam Einzug hält. Die Luft ist kühler als sonst und überhaupt werden die Tage merklich kürzer und die Nächte länger. Morgens wird es später hell und abends früher dunkel.

Die Sommerferien sind vorbei und die Schule hat begonnen. Der Alltag ist nach den warmen, sonnigen Wochen in die Familie eingezogen und hat dem gemeinsamen Leben wieder mehr zwanghafte Struktur verpasst.

Morgens um viertel vor sechs aufstehen, das Frühstück zubereiten, mit der Familie vor dem Weg zur Arbeit plaudern, sich verabschieden, zum Bahnhof gehen, ins Büro pendeln, arbeiten, wieder nach Hause kommen und so weiter und so fort.

Das ist der Lauf der Dinge. Und so wirklich schlimm finde ich es nicht. Und außerdem: Bei aller Melancholie und Sentimentalität freue ich mich auch über die Veränderung und den Herbst. ‎

Autor: Marc

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