Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Brooks Glycerin 13

Ich bin jetzt Läufer – Woche 55

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Die vergangene Laufwoche hat auf unbekanntem Terrain stattgefunden.

Seit eineinhalb Wochen weile ich am Bodensee und habe drei tolle Laufeinheiten erleben dürfen. Aber der Reihe nach.

Endlich wieder Laufen – und dann auch noch am Bodensee

So fühlt sich also Abstinenz an. Seit einer kompletten Woche bin ich jetzt nicht mehr gelaufen und mit jedem Tag wurde meine Laune schlechter. Bei der Hitze der vergangenen Tage habe ich Vernunft walten lassen und auf sportliche Betätigung verzichtet.

Außerdem war ich auch ein wenig egoistisch. Weil ich seit Freitag Urlaub habe und seit Samstag am Bodensee urlaube, gönne ich mir den Luxus des lange Schlafens und damit fallen auch die Läufe am ganz frühen Morgen als Alternative weg.

Doch heute war es dann endlich soweit. Nachdem am Dienstag noch 35 Grad am Bodensee geherrscht haben, ist seit Mittwoch für drei Tage „Abkühlung“ angesagt. Abkühlung in Anführungszeichen, da das Thermometer zwar um zehn Grad gefallen, das aber alles andere als eine echte Abkühlung ist.

Am Donnerstag bin ich um viertel vor sieben bei angenehmen 17 Grad losgelaufen. Mit an Bord hatte ich erstmals die neuen Laufschuhe von Brooks. Der Brooks Glycerin 13 fühlte sich für den ersten Lauf schon mal extrem gut an.

Extrem gut fühlte sich auch das Laufen nach acht Tagen Pause an. Natürlich war die Zeit nicht überragend, doch darum ging es auch nicht. Als Läufer im Urlaub geht es mir nicht um schnelle Läufe und Hetze. Ich möchte den Lauf genießen und etwas von der Umgebung sehen.

Da gönne ich mir auch den Luxus und halte zwischendurch an, um Fotos zu machen. So wie auf halber Strecke in Immenstaad. Auf der Seebrücke habe ich die Seeluft am Bodensee und den Ausblick auf das Voralpenland genossen.

Nach elf Kilometern und einem Lauf mit einer Herzfrequenz von durchweg unter 150 Schlägen pro Minute bin ich nach 65 Minuten entspannt zur Ferienwohnung zurückgekehrt.

Ein ungeplant langer Lauf nach Friedrichshafen

Wie bekloppt muss ein Mensch sein, der gestern erst elf Kilometer gelaufen und dann zwei Stunden 650 Höhenmeter auf den Pfänder bei Bregenz gewandert und am Morgen darauf bereits wieder laufend nach Friedrichshafen unterwegs ist?

Ihr kennt – vielleicht außer euch selbst – niemanden? Dann fragt mich. Denn ich habe es getan. Und obwohl schon auf den ersten Metern die Waden vom Bergwandern gebrannt haben, habe ich mich nicht stoppen lassen und bin sogar viel länger als geplant unterwegs gewesen.

Dabei wollte ich nur zehn Kilometer Richtung Friedrichshafen laufen. Doch wie es als laufender Urlauber so ist, gibt es hier und da immer etwas zu sehen und ruckzuck stehen fünf Kilometer auf der Uhr und du willst nicht umkehren.

Also bin ich fast bis zum Moleturm gelaufen, habe einige Fotos gemacht und dann ging es zurück zur Ferienwohnung. Am Ende waren es etwas mehr als fünfzehn Kilometer in eineinhalb Stunden.

Am Nachmittag habe ich mich auf meinen ersten Rundflug mit dem Zeppelin über den Bodensee gefreut und ihn sehr genossen.

Lauf im Hinterland des Bodensees

Schon am Samstag Abend habe ich mit Google Maps meine Strecke für den dritten Lauf am Bodensee ausgetüftelt. Nachdem der erste Lauf Richtung Westen nach Immenstaad und der zweite Lauf Richtung Friedrichshafen ging, war am Sonntag das Gebiet nördlich von Fischbach angesagt.

Ursprünglich wollte ich an Immenstaad vorbei bis zur Seebrücke Hagnau laufen. Doch die Distanz wäre weiter als 16 Kilometer gewesen und das wollte ich mir an einem Tag mit Temperaturen bis 31 Grad nicht wirklich zumuten. Insbesondere weil meine Kondition nach der hitzebedingten Pause noch nicht wieder die alte ist.

Das Besondere an der Strecke waren die Höhenmeter. Als Läufer am Niederrhein habe ich recht wenig mit Höhenmeter zu tun. Und passionierte Bergläufer werden schmunzeln, wenn ich knapp 65 Höhenmeter als Herausforderung bezeichne. Aber ich wachse ja mit den Aufgaben 🙂

Im Urlaub ist das Laufen besonders schön. Jede Strecke ist neu und jede Strecke hält neue Überraschungen parat. Als Läufer sehe ich den Urlaubsort mit anderen Augen. Diese Erkenntnis und die Erlebnisse während des Laufens lassen mich dann auch das frühe Aufstehen um halb sieben verschmerzen, wenn der Rest der Familie noch wohlig in ihren Betten schlummert.

Mehr zum Thema Laufen in meiner Artikel-Serie “Projekt Laufen”

Alle bisherigen und künftigen Beiträge zum Thema Laufen findet ihr unter #ProjektLaufen2014 und unter #ProjektLaufen2015.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

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