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Entlang der Hermannshöhen – Tag 1: Heimattierpark Olderdissen, Bauernhausmuseum und Sparrenburg

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Die erste Hälfte des 1. Deutschen Bloggerwandertages war absolviert und es ging für uns weiter Richtung Heimattierpark Olderdissen.

Seinen Ursprung hat der Wildpark im Jahr 1929, als der damalige Stadtförster Wilhelm Hornberg im Jahre 1929 ein elternloses Rehkitz gefunden und mit nach Hause gebracht hat. Seine Frau hat das kleine Reh an der Flasche großgezogen und die Idee des Wildparks war geboren. Dank der Unterstützung des damaligen Gartenamtsleiters Paul Meyerkamp wurde der Heimattiergarten 1930 eröffnet.

Der Tierpark Olderdissen feiert in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag. Und trotz dieses Alters ist der beliebte Park auch weiterhin ganz groß angesagt bei kleinen und großen Gästen. Wer den Park das erste Mal besucht hat, kann das umgehend nachvollziehen.

Der Heimat-Tierpark Olderdissen

Am frühen Nachmittag sind wir am Tierpark angekommen. Der Hermannsweg führt direkt durch den kostenfreien und rund um die Uhr geöffneten Park, man kann ihn also auf keinen Fall verpassen.

Auf einer Fläche von mehr als 16 Hektar können 90 verschiedene heimische und europäische Tierarten mit über 450 Individuen beobachtet werden.

Rund um den Park sind mehrere Spielplätze mit Spielgeräten aufgebaut, die nicht nur kleinen Kinder jede Menge Spaß machen, sondern auch für ältere Kids geeignet sind und die Koordination und das Gleichgewicht schulen. Meine Kids haben sich direkt auf den Spielplatz am Anfang gestürzt.

Es fällt schwer, besonders sehenswerte Gehege im Heimat-Tierpark Olderdissen hervorzuheben. Mir haben die Braunbären am besten gefallen, die in einem großen Areal untergebracht sind. Der Clou ist ein Aussichtsturm, der in gut drei Metern Höhe einen perfekten Blick in die Bleibe von Meister Petz bietet.

Nach dem Umherschlendern und Tiere füttern – bitte nur mit den gegen kleines Geld erhältlichen Wildtierfutter-Mischungen, die überall im Park am Automaten gekauft werden können – hatten wir einen Bären(!)hunger und kehrten um viertel vor drei in den Meierhof ein.

Die Speisekarte bietet neben einer Kinderkarte kleine und große Gerichte zu vernünftigen Preisen. Wir haben uns unter anderem frisch gebackenen Kuchen, Apfelstrudel mit Vanilleeis und Spaghetti-Eis schmecken lassen.

Dumm war nur, dass wir erst später bemerkt haben, dass es hinter dem Haupteingang auch einen Straßenverkauf von auf dem Holzkohlegrill zubereiteten Bratwürsten und andere Snacks gibt. Leider fanden wir vorher auch keinen Hinweis auf diese Snack-Möglichkeit 🙁

Bevor wir weiter im Programm gezogen sind, haben wir dem Tierpark-Shop und der Tierpräparation-Ausstellung noch einen Besuch abgestattet.

Neben den Exponaten hinter Glas gibt es auch die Möglichkeit, ein ausgestopftes Rehkitz, einen Fuchs, einen Hase, ein Kaninchen und eine Ente anzufassen.

Das BauernHausMuseum Bielefeld

Unsere nächste Station war das BauernhausMuseum Bielefeld. Einen kleinen Spaziergang vom Heimat-Tierpark entfernt finden sich auf einer Anhöhe neun historischen Gebäude aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, von denen einige auch von innen besichtigt werden können.

Ich liebe den Geruch in den Häusern aus längst vergangenen Zeiten. Der Schinken hängt unter der Decke und es duftet herrlich nach Geräuchertem. So war es auch an diesem Nachmittag, als wir Zeuge von einer Fischräucherung werden konnte.

Das Bielefelder BauernhausMuseum versteht sich als lebendiger Geschichtsort. Der Mittelpunkt der Anlage ist das Haus Möllering aus Rödinghausen von 1590. Im Museum ist außerdem eine Dauerausstellung vorhanden, in der etwas über das Leben auf dem Lande vor 150 Jahren erfahren werden kann.

Den besten Blick auf das Gelände hat man übrigens vom Dach der Windmühle:

Eine Fahrt mit dem Sparrenmobil durch Bielefeld

Nach dem Besuch des Bauernhausmuseums sind wir eine dreiviertel Stunde mit dem Sparrenmobil durch Bielefeld gefahren.

Erst ging es zurück zum Tierpark Olderdissen und von dort aus quer durch die Stadt bis hoch zur Sparrenburg.

Die Fahrt mit dem Sparrenmobil war gleichzeitig auch eine kleine Stadtrundfahrt. Ich war bislang noch nie in Bielefeld gewesen und habe seit der Rundfahrt richtig Lust auf ein Wochenende in der ostwestfälischen Metropole mit Shopping, Schlemmen und Sightseeing.

Die Sparrenburg – das Wahrzeichen von Bielefeld


Nach einer dreiviertel Stunde sind wir an der Sparrenburg angekommen und haben als erstes die Burganlage erkundet.

Nachdem wir uns an der neu gestalteten Burg-Info die Chips für das Drehkreuz am Turm besorgt hatten, um jenen zu besteigen, konnte der Aufstieg beginnen.

Viele, sehr viele Stufen mussten wir bewältigen, um den Turm der Sparrenburg zu erklimmen. Doch die Mühe hat sich gelohnt. Als wir um halb sechs den Turm erklommen hatten, konnten wir die Aussicht allerdings nur kurz genießen.

Ein fetter Regenschauer hat uns den fantastischen Blick auf und rund um Bielefeld vermiest.

Wir haben uns aber nicht einschüchtern lassen und haben einfach im Inneren des Turmes gewartet, bis der Schauer vorbeigezogen war.

Zum zweiten Mal auf dem Turm konnten wir dennoch die Sicht genießen. Sogar bis zum Hermannsdenkmal und weit in den Teutoburger Wald reichte der Ausblick.

Und noch ein Fußmarsch – diesmal mit einer Belohnung

Nach der Besteigung der Burg haben wir uns auf den Fußweg zum Park Inn Hotel gemacht. Prompt sind wir in einen weiteren Regenschauer geraten, aber insbesondere die Kids waren tapfer und haben auf die Zähne gebissen, durchgehalten und auch diese Strecke von weiteren 1.500 Metern erfolgreich hinter sich gebracht.

Auch wenn die Beine insbesondere beim Achtjährigen immer schwerer und schwerer wurden, hat er die komplette Tour mitgemacht und wurde dafür mehrmals von uns gelobt.

Um 19 Uhr und damit nach mehr als neun Stunden Wandern erreichten wir das Park Inn by Radisson Hotel Bielefeld und konnten uns bei lecker Gegrilltem und kühlen Getränken entspannen.

Fortsetzung folgt!

Alles über den 1. Deutschen Bloggerwandertag

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Autor: Marc

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