Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Borussia Dortmund nach 30 Spieltagen in der Saison 2014/2015

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Borussia Dortmund hat sich in der Liga nach dem 30. Spieltag bis auf den achten Platz vorgekämpft und hat das europäische Geschäft in Sichtweite.

Zwar handelt es dabei „nur“ um die Qualifikation für die Europa League, doch nach der miserablen Hinrunde ist die Trendwende seit dem Jahresanfang durchaus bemerkenswert. Allerding ist der Rücktritt von Jürgen Klopp zum Saisonende und der Start von Thomas Tuchel am 01.07.2015 definitiv eine Zäsur bei den Schwarz-Gelben.

Im DFB-Pokal kam es nach dem Sieg gegen Hoffenheim im Viertelfinale erneut zum Aufeinandertreffen mit Bayern München. Der frischgebackene Meister war siebzig Minuten klar überlegen, führte aber nur knapp mit 1:0. Doch dann drehte sich das Spiel und die Sensation war im Elfmeterschießen perfekt: Borussia Dortmund fährt zum Finale nach Berlin.

Knappe Niederlage gegen Bayern München

Nach der Niederlage der Bayern Zuhause gegen Gladbach spielte Pep Guardiola mit einer stark defensiven Aufstellung und sollte damit den taktischen Grundstein zum Sieg in Dortmund legen. Trotz der Ausfälle von Robben, Ribery und Alaba konnte Dortmund kein Kapital aus dieser Konstellation ziehen und musste nach sieben ungeschlagenen Liga-Spielen eine Niederlage einstecken.

Wie so oft endete die Begegnung zwischen den beiden Mannschaften knapp. Nach neunzig Minuten war es der goldene Treffer von Robert Lewandowski, der das Spiel zugunsten des Tabellenführers entscheiden sollte. Mats Hummels und Roman Weidenfeller machten beim 0:1 keine gute Figur, denn so wirklich zwingend ‎waren die Bayern selten vor das Tor des BVB gekommen.

2:2 Schüsse auf das gegnerische Tor lautete die Statistik nach dem Schlusspfiff und machte deutlich, dass die Defensive auf beiden Seiten einen guten Job gemacht hatte. Der BVB spielte insbesondere in der zweiten Halbzeit nicht schlecht, allerdings ohne zwingende Torchancen herauszuarbeiten.

Marco Reus hätte gleich zweifach zum Matchwinner avancieren können. Einmal nach einem Solo Richtung FCB-Tor und einmal mit einem fast perfekten Freistoß, den Manuel Neuer noch in letzter Sekunde von der Linie pflücken konnte. Mit dem 0:1 ist der BVB nun drei Pflichtspiele ohne Tor im eigenen Stadion.

Mein Fazit fiel dementsprechend aus:

Die unnötige Niederlage gegen den Rekordmeister konnte nur drei Tage später ausgewetzt werden. Am Dienstag nach Ostern ging es im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen die TSG Hoffenheim.

Erfolgreich in der Verlängerung im DFB-Pokal-Viertelfinale

Nach dem unnötigen 0:1 gegen die Bayern habe ich am letzten Abend meines Ostern-Ostwestfalen-Urlaubs mit meinen Eltern das zweite Spiel des BVB live am Fernseher verfolgt. Und es sollte eine emotionale Achterbahnfahrt für uns alle werden. Aber der Reihe nach.

Borussia Dortmund spielte trotz des kurzfristigen Ausfalls von Kapitän Mats Hummels und Vize-Kapitän Marco Reus unter der Führung von Kapitän Marcel Schmelzer offensiv fein und feierte Neven Subotic‘ Führungstreffer nach Vorlage von Jakub Blaszczykowski in der 19. Minute. Allerdings kassierten die Borussen nur 98 Sekunden später den Ausgleich, als Kevin Volland sträflich frei zum 1:1 treffen konnte.

Und ausgerechnet Subotic sorgte mit einer äußerst üblen Abwehrleistung für das 1:2 von Roberto Firmino noch vor der Pause (28. Minute). Wie verwandelt kamen die Borussen aus der Pause und kurz nachdem ich daheim auf der Couch meine Eltern den schlauen Spruch „der Ausgleich ist nur eine Frage der Zeit“  zum Besten gegeben hatte, markierte Pierre-Emerick Aubameyang nach feiner Vorlage von Erik Durm den Ausgleich zum 2:2 (57.).

Mehr passierte nicht mehr in Hälfte 2, also ging es in die Verlängerung. Und die Zitterpartie begann. Erst der Treffer zum 3:2 in der 107. Minute löste meine angespannten Nerven. Der Treffer zum Einzug ins Halbfinale war ausgerechnet Oldie Sebastian Kehl mit einem fulminanten Flachschuss vorbehalten.

Ich schrie das gesamte Haus meiner Eltern zusammen und hatte Gänsehaut ohne Ende. Was für ein Spiel, was für eine Dramatik!

Die Auslosung im DFB-Pokal für das Halbfinale

Am Mittwoch Abend stand dann noch die Auslosung für das Halbfinale im DFB-Pokal auf dem Programm. Zuvor hatte die Arminia aus Bielefeld sensationell im Elfmeterschießen gegen die kleine Borussia aus Gladbach gesiegt. Außerdem hatten die Bayern mit dem bekannten Bayern-Dusel knapp das Glücksspiel nach Verlängerung in Leverkusen für sich entscheiden können.

Als viertes Team war der VfL Wolfsburg in der Lostrommel, der glanzlos und glücklich mit 1:0 – ebenfalls per Strafstoß – am Dienstag gegen den SC Freiburg weitergekommen war. Schon vor der Auslosung wusste ich, was kommen musste.

Hier mein Tweet vom Mittwoch Abend um 23:14 Uhr – eine Dreiviertel Stunde vor der Ausloung:  

Und es kam, wie es kommen musste. Um Mitternacht wurde erst Wolfsburg den Bielefeldern zugelost und damit stand die zweite Paarung bereits fest. Offen war nur noch, ob der FCB oder der BVB das Heimrecht erhält. Und als ob diese Spielzeit‎ nicht schon übel genug für Dortmund wäre, haben die Münchener auch noch das Heimspiel bekommen.

Innerhalb von dreieinhalb Wochen spielen die Teams also erneut gegeneinander. Prost Mahlzeit! Ich habe mich tierisch aufgeregt, denn die Bayern hätte ich erst im Endspiel in Berlin sehen wollen. Nach einer Nacht drüber schlafen sehe ich das Ganze differenzierter. Wer den Pokal gewinnen will, muss die Bayern schlagen. Egal ob im Halbfinale oder im Finale.

Und was gibt es Schöneres, als den Münchenern im Heimspiel das mögliche Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions League-Triumph zu versauen? Eben! Zwar fehlt mir so recht der Glaube an ein „Wunder von München“, doch – und jetzt krame ich ganz tief in der Weisheiten-Kiste – der Pokal hat seine eigenen Gesetze, das Spiel beginnt bei 0:0 und der FC Bayern ist nicht unschlagbar.

In diesem Sinne warte ich gespannt auf den Dienstag, 28. April 2015.

Klatsche am Niederrhein und ein Abschied

Apropos Schlagen: eine deftige Klatsche gab es für die Dortmunder am darauffolgenden Wochenende ausgerechnet gegen die Borussia vom Niederrhein. Ohne Erik Durm, ohne Kevin Kampl und ohne Marco Reus, aber dafür mit Mats Hummels ging die Reise an den Niederrhein.

‎Ich hatte vor dem Spiel kein gutes Gefühl, zu oft hat Dortmund in Gladbach schlecht ausgesehen. Und ich sollte Recht behalten. Nach sage und schreibe 28 Sekunden gingen die Ponys in Front. Ausgerechnet Mats Hummels ‎war zuvor im Strafraum weggerutscht und leitete damit den Gegentreffer ein. Es war zum Kotzen.‎ ‎Doch der Schock hielt nicht lange an.

Der BVB bekam das Spiel in den Griff und bestimmte die Partie. Allerdings ohne dabei besonders oft und besonders gefährlich vor das Tor der Gladbacher zu kommen. ‎Mitten in einen verheißungsvollen Angriff platzte ein Konter der Fohlen und es stand nach 32 Minuten 0:2.

Ohne Umstellungen ließ Jürgen Klopp seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel auflaufen – eine Entscheidung, die ich bei der bislang gezeigten fehlenden Kreativität im Angriff und der fehlenden Konsequenz ‎in der Abwehr nicht nachvollziehen konnte. Schlimmer geht immer. Die Gladbacher konnten auch beim nächsten Treffer von der Schlafmützigkeit der Dortmunder Defensive profitieren und führten nach 67 Minuten mit 3:0.

‎Langsam aber sicher wurde es peinlich für die einzig wahre Borussia aus Dortmund. Daran änderte aus der „Anschlusstreffer“ dreizehn Minuten vor dem Ende von Ilkay Gündogan nichts. Auch wenn der BVB beileibe nicht so schlecht wie der Endstand von 1:3 aus Sicht der Westfalen gewesen ist, die Niederlage war absolut verdient.

Damals ahnte ich nicht, dass nur wenige Tage später das Kapitel Jürgen Klopp und Borussia Dortmund ein vorzeitiges Ende finden sollte…

Sieg gegen OWL und die Jagd auf Europa

Es war ein ganz besonderer Tag, dieser 29. Spieltag am Samstag Nachmittag. Drei Tage nach dem angekündigten Rücktritt des Trainers war es eine ganz besondere Stimmung im Westfalenstadion, die zwischen Traurigkeit und Aufbruchstimmung schwankte.

Bei bestem Wetter legten die Borussen los wie die Feuerwehr und kamen durch Sokratis, Matthias Ginter und Ikay Gündogan froh zu ersten Einschussmöglichkeiten – allerdings allesamt mehr oder weniger knapp am Tor vorbei. 5:0 Torschüsse nach einer halben Stunde haben diesbezüglich auch eine eindeutige Sprache gesprochen.

Pierre-Emerick Aubameyang hätte in der letzten Viertelstunde vor der Pause gleich dreimal den Führungstreffer erzielen können. Trotz 10:0 Torschüssen ging es mit 0:0 in die Pause.

Nur drei Minuten nach dem Seitenwechsel gab es endlich das erlösende 1:0 für die Borussia. Henrikh Mkhitaryan traf per Kopf zur Führung. ‎ In der 55. Minute markierte Pierre-Emerick Aubameyang mit einem feinen Lupfer nach klasse Vorlage von Matthias Ginter das 2:0 und gleichzeitig seinen 13. Saisontreffer. Endlich lief es bei Borussia. Zu diesem Zeitpunkt waren die Borussen auf den achten Rang in der Tabelle vorgerückt.

In der 80. Minute machte Shinji Kagawa mit dem 3:0 alles klar. Drei Tage nach dem Rücktritt von Klopp zum Saisonende hat die Mannschaft gezeigt, was sie zu leisten imstande ist und Teil 1 der Klopp-Abschiedstournee ist gelungen. Das gibt mir Hoffnung für die restlichen fünf Ligaspiele und die mögliche Qualifikation für die Europa League.

Nach dem deutlichen Sieg gegen Paderborn war die Aufholjagd Richtung Platz 6 eröffnet:

Konkreter hieß das:

Zweiter Heimsieg in Folge

Einen Tag vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt hatten sich die Gerüchte verdichtet, dass Ilkay Gündogan für dreißig Millionen Euro zu Manchester wechseln wird. Meine Enttäuschung hielt sich in Grenzen, denn Reisende soll man nicht aufhalten – und der kolportierte Transfererlös ist schon eine Hausnummer.

Vor dem Anpfiff am Samstag wiegelten aber Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke ab und erklärten, dass es von Seiten des Vereins in Sachen Gündogan weder ein Angebot von noch ein Gespräch mit Man‎chester United gegeben hat. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt.

Fußball gespielt wurde allerdings an diesem Samstag Nachmittag auch. Kevin Kampl und Marco Reus mussten vorerst auf der Bank Platz nehmen. Mitch Langerak ersetzte den verletzten Roman Weidenfeller und Sven Bender kam für Gündogan – ansonsten blieb die Anfangself mit der Aufstellung vom 3:0-Heimsieg gegen Paderborn identisch.

Im drittletzten Heimspiel von Jürgen Klopp‎ hatte der BVB das Spiel gut im Griff, ohne dabei wirklich gefährlich zu werden. Die Ballbesitz-Werte sind wie so oft gut gewesen, aber spätestens am gegnerischen Strafraum war Schluss mit der schwarz-gelben Herrlichkeit. In der 24. Minute gab es Handelfmeter für Borussia. Pierre-Emerick Aubameyang lief an – ‎und chippte die Lederkugel ganz abgezockt zum 1:0 ins Netz. Es war Aubas 14. Saisontreffer.

Nur acht Minuten später war der Gabuner der Vorbereiter, als er von rechts in die Mitte zu Shinji Kagawa ablegte – es stand jetzt 2:0 und die Schwarz-Gelben standen in der Blitztabelle auf Rang 7! Mit dem hochverdienten Zwei-Tore-Vorsprung ging es in die Pause und ohne Wechsel auf Seiten der Dortmunder begann die zweite Halbzeit.

Auffällig war, wie insbesondere Henrikh Mkhitaryan und Shinji Kagawa in den letzten beiden Partien aufgeblüht sind und deutlich verbessert auf dem Platz standen. In der 68. Minute ging Kuba nach einer feinen Leistung vom Platz und Marco Reus feierte sein Comeback auf dem Rasen. Der Offensivspieler brauchte nur wenig Eingewöhnungszeit und erspielte sich schnell die ersten Torgelegenheiten. ‎

Auch der Spieler des Spiels, Auba, dürfte sich zwölf Minuten vor dem Ende schonen und machte Platz für Kevin Kampl. Der Sieg gegen die harmlosen Hessen war auch in der Schlussphase nie in Gefahr und nach dem zweiten Heimsieg i‎n Serie mit 5:0 Toren nach zwei Niederlagen am Stück sind die Hoffnungen auf ein Ticket in die Europa League vier Spieltage vor dem Saisonende nicht kleiner geworden.Borussia Dortmund Saison 2014 2015 Saisonverlauf 30. Spieltag Chart Fieberkurve Nach den beiden Sonntagsspielen stand fest, dass der BVB in den Endspurt der Liga als Tabellenachter gehen wird.

DFB-Pokal-Halbfinale

Mit einem Auswärtsspiel bei Bayern München hatten die Borussen das schwierigste aller Lose erwischt. Im Vergleich zu den übrig verbliebenen Kontrahenten aus Wolfsburg und Bielefeld war die Ausgangslage beim frisch gebackenen Deutschen Meister 2015 ungleich schwieriger. Dennoch reisten die Westfalen nach zwei Bundesliga-Siegen in Serie und 5:0 Toren nicht chancenlos nach München.

Auch wenn ich einige Tage vorher wild geträumt hatte:

Im Tor kam erneut Mitch Langerak zum Einsatz und wollte seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit im Pokalwettbewerb bestätigen. Das Spiel an der Isar war der helle Wahnsinn. 0:1 zur Pause, 1:1 nach neunzig Minuten, Platzverweis für Kevin Kampl und dann das legendäre Elfmeterschießen…

Bevor ich mich wiederhole, verweise ich gern auf meinen langen Text zum 3:1-Sieg: Sensation im DFB-Pokal-Halbfinale: FC Bayern München – Borussia Dortmund 1:3 n.E. (1:0; 1:1).

Und wie geht es weiter?

Die letzten vier Begegnungen halten zwei Auswärts- und zwei Heimspiele parat. Auswärts geht es zunächst nach Hoffenheim und dann nach Wolfsburg, zu Hause gastieren Hertha BSC und zum Abschied von Jürgen Klopp Werder Bremen.

Drei Siege aus vier Spielen können die Grundlage für eine fulminante Aufholjagd in der Rückrunde sein. Außerdem ist der Rückstand auf die Blauen aus Gelsenkirchen nach dem 30. Spieltag auf drei Zähler geschmolzen. Es wäre eine besondere Genugtuung für uns Schwarz-Gelbe, wenn die Borussia die Schalker noch in der Liga überholen könnte…

Und dann gibt es am 30. Mai 2015 die große Abschiedsparty in Berlin für Trainer Jürgen Klopp. Gegen den VfL Wolfsburg kann der Pott nach 2012 wieder in den Pott geholt werden. Dorthin, wo er bereits im vergangenen Jahr schon sein sollte…

Autor: Marc

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