Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Mizuno Wave Rider 18

Ich bin jetzt Läufer – Woche 44

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Die vergangene Lauf-Woche stand ganz im Zeichen der Vorbereitung für den METRO Marathon in Düsseldorf.

Zu Beginn der Woche lief es eher übel, doch rechtzeitig zum Start mit der Firmenstaffel am Sonntag Vormittag konnte ich mich ein wenig berappeln.

Ein Vorgeschmack auf den Sommer

Kinder, was für ein herrliches Wetter war das am Dienstag Abend. Das war zumindest mein Gedanke, BEVOR ich um halb sechs losgelaufen bin und die 21 Grad und den wolkenfreien Himmel als ideales Setting für einen frühsommerlichen Lauf angesehen habe.

Eine knappe Stunde später ist mir der Schweiß in Strömen heruntergelaufen und ich hatte nach dem zweiten Glas eiskalten Wassers mir nichts sehnlicher als ein Sauerstoffzelt gewünscht. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mich nach einem Lauf so neben der Spur gefühlt habe. Dabei hat es alles so gut begonnen.

Ich bin beschwingt  – und im Nachhinein betrachtet viel zu schnell – die ersten zwei Kilometer gelaufen. Danach wurde ich ein wenig langsamer, doch der eigentliche Einbruch kam nach Kilometer fünf. Die Ursache kann viele Gründe haben:

  1. Ich habe heute den ganzen Tag über wenig gegessen. Kein Frühstück, kein Mittagessen. Gestern Abend war ich beim Stammtisch und hatte nach Rheinischem Krüstchen, einigen Kölsch und Erdnüssen morgens und mittags null Appetit. Der Körper hatte damit keine Reserven und das bekam ich zu spüren.
  2. Obwohl ich tagsüber mindestens zweieinhalb Liter getrunken hatte, bekam ich auf halber Strecke irren Durst – und hatte natürlich kein Wasser dabei.
  3. Besonders auf der zweiten Hälfte der Strecke schien mir die Sonne volle Kanne ins Gesicht. An meine Mütze hatte ich natürlich nicht gedacht.
  4. In Summe fühlte ich mich einfach nur schlapp und war meilenweit von meiner Form von Sonntag Morgen entfernt. Wie ich so den Staffellauf am nächsten Sonntag in Düsseldorf schaffen soll, ist mir ein Rätsel.

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so ausgelaugt nach dem Laufen gewesen bin. Erstmals seit langem habe ich mit dem Gedanken gespielt, nach zehn Kilometern einfach zu stoppen. Doch der Ehrgeiz hat gesiegt. Ich habe mich an mein Motto beim Laufen erinnert: Aufgeben ist keine Option.

Und mit diesem Gedanken habe ich mich nach Hause geschleppt und zumindest den Lauf mit Hängen und Würgen zu Ende gebracht. Vielleicht brauchte ich mal diesen Dämpfer, um auf den Boden der Tatsachen zu kommen.

Der letzte Lauf vor der METRO Marathon Firmenstaffel in Düsseldorf

Am Donnerstag stand der letzte Trainingslauf vor meinem ersten Marathon auf dem Programm. Genauer gesagt vor meinem ersten Staffel-Marathon. Sonntag Mittag werde ich gegen viertel nach elf den zweiten Abschnitt durch das schöne linksrheinische Kaiserswerth laufen und war schon die ganze Woche über ein wenig hibbelig.

Nachdem ich am Dienstag einen vergleichsweise üblen Lauf erlebt hatte, war ich an diesem späten Nachmittag besser präpariert. Mittags hatte ich ein zwei Brote und einen Apfel gegessen und bin nicht mit leerem Magen gelaufen. Gegen die Sonne hatte ich eine Mütze auf dem Kopf und bin meine Lieblingsstrecke gelaufen. Es war also alles bereit für einen entspannten Lauf.

Dieses Mal habe ich versucht, zu Beginn nicht wie ein Irrer schnell loszurennen, sondern es langsam angehen zu lassen. Leider ist es bei dem Versuch geblieben und ich konnte erneut nicht langsamer laufen. Die ersten fünf Kilometer habe ich Sub 25 absolviert, während ich auf zehn Kilometer Sub 52 gebraucht habe.

Es war also nichts mit der von Laufprofis empfohlenen Aufteilung 49 : 51 beim Laufen, vielmehr laufe ich nach dem Motto 51 : 49. Ich weiß, dass das suboptimal ist. Besonders mit Blick auf den Metro Marathon am Sonntag. Allerdings sind dort die Voraussetzungen auch anders als bei meinen Trainingsläufen. Ich lasse das ganz entspannt auf mich zukommen.

Die größte Herausforderung an dem Lauf war ohnehin, den verlockenden Grill-Gerüchen, die mir aus den Gärten in die Nase gestiegen sind, zu widerstehen. Es kam nicht nur einmal vor, dass Würstchen und Steaks mich olfaktorisch an die Schmerzgrenze geführt haben. Doch ich bin stark geblieben.

Zu Hause habe ich mir erst einmal mehrere Gläser zimmerwarmes stilles Wasser gegönnt, um meinen Körper herunterzukühlen. Obwohl es nur 17 Grad gewesen sind, bin ich gehörig ins Schwitzen gekommen.

Der METRO Marathon 2015 in Düsseldorf

Und dann war der große Tag gekommen. Auf den Tag genau vier Wochen nach meinem ersten Wettkampf im Düsseldorfer Südpark ging es am Rheinufer zum METRO Marathon.

Ich war von morgens um acht bis nachmittags um vier Uhr unterwegs und haben einen genialen, wunderbaren, einmaligen und ganz besonderen Tag erlebt, der das bisherige Highlight meiner noch jungen Läufer-Karriere gewesen ist.

Neben einer persönlichen Bestzeit mit einer Pace von weniger als fünf Minuten auf zwölf Kilometern habe ich jede Menge tolle Eindrücke gesammelt, die im Beitrag Mein erster Marathon: der METRO Marathon 2015 in Düsseldorf nachgelesen werden können.

Laufen Running 26042015 Metro Marathon Düsseldorf

Mehr zum Thema Laufen in meiner Artikel-Serie “Projekt Laufen”

Alle bisherigen und künftigen Beiträge zum Thema Laufen findet ihr unter #ProjektLaufen2014 und unter #ProjektLaufen2015.

Autor: Marc

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