Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Mizuno Wave Rider 18

Ich bin jetzt Läufer – Woche 38

| 3 Kommentare

Die vergangene Lauf-Woche hat mir eine neue persönliche Bestzeit über zehn Kilometer beschert.

Zum ersten Mal ist es mir gelungen, die 10.000 Meter in einer Zeit unter fünfzig Minuten zu laufen. Ich war schon ein kleines bisschen stolz auf diesen Erfolg 🙂

Und dann bin ich ein par Tage später meinen zweiten Halbmarathon gelaufen und durfte mich ebenfalls über eine neue Bestzeit freuen.

Mein großer Sohn würde jetzt sagen: „Läuft bei Dir!“

Auf dem Weg zur Wettkampf-Form

Um halb sechs ging es am Dienstag bei angenehmen 13 Grad und Sonnenschein auf die bekannte Laufstrecke durchs Feld. Wie immer am Dienstag war auch dieses Mal Tempo-Laufen angesagt.

Aktuell lese ich das Buch Ready to Run: Entfessle dein natürliches Laufpotenzial von Kelly Starrett und habe währenddessen die Inspiration bekommen, endlich mal wieder die Kompressionsstrümpfe von CEP zu tragen. Anders als am Sonntag zuvor war es an diesem Tag früh am Abend auch nicht zu warm, so dass ich schnell auf Betriebstemperatur gelaufen bin.

Ich konnte lange die durchschnittliche Pace unter fünf Minuten halten. Auf der Hälfte der Strecke war das immer noch so und als nach acht Kilometern die Epson Runsense SF 810 immer noch 4:58 als durchschnittliche Pace angezeigt hatte, bekam ich langsam aber sicher das Gefühl, dass das ein ganz besonderer Lauf wird. Und so kam es auch.

Erstmals habe ich einen Lauf vorzeitig abgebrochen, weil ich im Endspurt auf den letzten 2.000 Metern wirklich alles gegeben habe. Den neunten und zehnten Kilometer habe ich mit einer Mörder-Pace von 4:40 bzw. 4:46 abgeschlossen und kam am Ende auf eine Sub 50-Zeit von für mich sagenhaften 49:42 Minuten.

Ich war nach diesem Kraftakt fix und fertig und habe erstmals überhaupt, seitdem ich laufe, auf die restlichen 400 Meter bis zur Haustür verzichtet. Ich denke aber, dass ich das ruhigen Gewissens machen konnte. Zweieinhalb Wochen vor meinem ersten Wettkampf im Düsseldorfer Südpark komme ich langsam in Bestform.

P.S. Ich weiß auch, mit welcher Musik ich den Wettkampf Ende März bestreiten werde. Die BRAVO Hits des Jahres 2014 werden es sein. Denn die Musiktitel sind exakt in der Reihenfolge, dass die Einpeitsch-Tracks passend zu meinem Endspurt starten und mich nochmals beflügeln.

Ein Lauf im Winter!?

Bevor ich für den Rest der Arbeitswoche zwei Tage lang in einem Workshop mit den Führungskräften eines frisch zusammengelegten Bereiches verschwinde (und am Abend in Düsseldorf ins Brauhaus gehe und leckeres Essen und Bier genieße), stand am Donnerstag Morgen noch ein Lauf auf dem Programm.

Seit einer gefühlten Ewigkeit bin ich übrigens mal wieder morgens gelaufen. Als ich um halb sechs vor der Haustür stand, hat der Mond die wolkenfreie Nacht in ein helles Licht getaucht. Raureif lag auf den Feldern und die Autos waren mit einer Eisschicht überzogen. Das Thermometer zeigte kalte minus zwei Grad.

Ich lief entspannt meine bekannte Hausstrecke, ohne mich übermäßig anzustrengen. Mein Ziel war eine durchschnittliche Pace unter 5:30 Minuten und dieses Vorhaben konnte ich auch in die Tat umsetzen. Als ich um halb sieben zu Hause angekommen bin, ging gerade die Sonne auf und auf der Laufuhr stand eine Zeit von Sub 54.

Mein zweiter Halbmarathon und gleich Sub 2 Stunden

Schon Tage vorher habe ich mich auf den langen Lauf am Wochenende gefreut. Der Wetterbericht sprach von Sonne und Wärme, doch die Realität am Morgen sah ganz anders aus. Nieselregen, graue Wolken am Himmel und sieben Grad. Doch weil es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung gibt, lief ich einfach los.

Ich wollte mir vorab eigentlich eine feine neue Laufstrecke auf Runtastic kreieren, doch die Server standen still und waren nicht verfügbar. Also einfach improvisieren und spontan die Strecke festlegen. Das Motto war ‚Einfach der Nase nach‘ und so habe ich es auch getan.

Von Kleinenbroich ging es quer durch Büttgen und Richtung Braunsmühle. Von dort aus in nördlicher Richtung nach Holzbüttgen und an der Gümpges Brücke immer weiter westlich den Nordkanal entlang Richtung Willich. Kennt ihr das auch, wenn ihr eine neue Strecke lauft und die Zeit wie im Flug vergeht? Kilometer um Kilometer rattert herunter und schwupps waren die ersten zehn Kilometer in knapp 53 Minuten erledigt.

Als ich sie schnurgerade Strecke den Nordkanal entlang gelaufen bin, habe ich regelrecht Hochgenuss empfunden. Das Laufen war so geil und tat einfach gut. Balsam für die Seele. Und den Körper, der die lange Distanz einfach gut weggesteckt hat und keine Zicken gemacht hat.

Nach fünfzehn Kilometern habe ich gespürt, dass ich dringend etwas für meine Körpermitte tun muss. Denn während die Beine keine Zicken gemacht haben, spürte ich die Belastung ein wenig an der Hüfte und dem Oberkörper. Ich musste mich mehrmals zwingen, den Oberkörper durchzustrecken und gerade zu laufen.Zweiter Halbmarathon 15032015 Running Laufen

Am Ende hatte ich den Halbmarathon fast zehn Minuten schneller als bei meiner Premiere vor fünfzehn Tagen erledigt und habe mich auf eineinhalb Liter frisches, klares, kaltes Wasser und einer erfrischende Dusche gefreut.

Den Halbmarathon habe ich übrigens erstmals mit den Brooks Ghost 7 erledigt und war zufrieden. Allerdings habe ich das Gefühl, dass die Mizunos einen Tacken besser für diese Distanz geeignet sind und meinen Füßen besser tun.

Wie ist das mit dem Trinken?

Eine Frage an die Läufer: Wie haltet ihr es eigentlich mit der Getränke-Versorgung auf der Halbmarathon-Distanz? Nach eineinhalb Stunden spürte ich dann doch ein Durstgefühl und ärgerte mich, dass ich nichts zu trinken dabei hatte.

Bei den eher frischen Temperaturen ist das Verlangen nach Getränken nicht so groß, doch wenn es wärmer wird, muss ich mir etwas überlegen.

Mehr zum Thema Laufen in meiner Artikel-Serie “Projekt Laufen”

Alle bisherigen und künftigen Beiträge zum Thema Laufen findet ihr unter #ProjektLaufen2014 und unter #ProjektLaufen2015.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

3 Kommentare

  1. Bei den Temperaturen trinke ich nichts auf der der HM Distanz. Bei allem, was länger ist, nehme ich was mit.

  2. Moin Marc,

    im Normallfall trinke ich bei Läufen unter 25 km nichts. Es kann höchstens mal vorkommen, dass ich mir etwas mitnehme, weil ich quasi ein Trainingsrennen mache, und die Bedingungen bei einem Wettkampf simulieren möchte.

    Wie Martin bemerkte, hängt der Flüssigkeitsbedarf natürlich auch davon ab, wie warm und sonnig es ist. Gestern Abend habe ich bei einem 27,5 km-Lauf gar nichts getrunken, und eigentlich auch nichts vermisst. Bei sonnigem Wetter und 30-35 km kann ich aber auch schonmal 1,5 Liter unterwegs zu mir nehmen. In der Regel ist das dann nur Wasser, mit ein wenig Salz und höchstens einem Schuss Schorle/Saft, um den Salzgeschmack zu unterdrücken.

    Letztlich ist es auch ein Training für die Flüssigkeitsversorgung im Rennen. Wenn du deinem Körper immer bei der geringsten Belastung Flüssigkeit zuführst, dann wird er nie Reserven anlegen bzw. in der Lage sein mit weniger Flüssigkeit hauszuhalten. Das kann in einem Rennen dann die entscheidenden Kräfte für die neue Bestzeit kosten.

    Das was für die Flüssigkeit gilt, gilt übrigens ebenfalls für Nahrungsmittel. Je weniger davon im Training zu sich genommen werden, umso effektiver wird die Energieversorgung deines Körpers.

    In dem Zusammenhang kann ich übrigens immer nur den Kopf schütteln, wenn man die ganzen Pseudoläufer/-innen sieht, die bei Distanzen bis 10km mit ihren Isodrinks und Fläschchen rumlaufen. Und zuhause wundern die sich dann, dass sie gar nicht abgenommen haben…

    Sportliche Grüße

    Lars

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.