Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Ich bin jetzt Läufer – Woche 28

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Das alte Jahr ist um und das Kalenderblatt zeigt das Jahr 2015 an.

Endlich konnte ich in dieser Woche auch wieder ein komplettes Trainingsprogramm mit drei Laufeinheiten absolvieren. Und das, obwohl die Voraussetzungen anfangs alles andere als gut gewesen sind.

Dabei war der Plan für den vorletzten Tag so simpel wie genial. Nach dem letzten Sekt im Büro auf das alte Jahr wollte ich anschließend laufen gehen und die letzte Einheit 2014 einläuten.  Dumm nur, dass mein Körper in der Nacht zuvor gemeint hat, mir mit Magenschmerzen und Übelkeit einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Weil ich darüber hinaus wenig und schlecht geschlafen habe, habe ich die geplante Einheit trotz der Vorfreude sausen gelassen und habe mich stattdessen mit zwölf Stunden Schlaf am Stück ordentlich auskuriert.

Mein ganz persönlicher Silvesterlauf als Halb-Halbmarathon

Nachdem ich also krankheitsbedingt den geplanten Lauf am Dienstag ausfallen lassen musste, habe ich am Mittwoch Mittag meinen ganz persönlichen Silvesterlauf absolviert und wurde am Ende sogar mit einem halben Halbmarathon belohnt.

Zwischendurch hatte ich wieder ein Ziehen im Knie, doch das Problem löste sich nach und nach in Luft auf, so dass ich schon lange nicht mehr so entspannt gelaufen bin. Als ich nach 12,3 Kilometer zu Hause angekommen bin, hätte ich sogar noch locker weiterlaufen können.

Von null auf 13,56 Kilometer

Während des Laufes habe ich mein erstes Halbjahr als Läufer Revue passieren lassen. Ich habe an meinen ersten Lauf gedacht, der weniger als drei Kilometer lang war und mich wie eine Lokomotive schnaufen ließ. Ich habe an den Sommerurlaub in Kühlungsborn gedacht, als ich jeden (!) Tag gelaufen bin und mich an die fünf, sechs Kilometer am Stück herangetastet habe.

Weiter ging es Ende September mit meinem bisher längsten Lauf über 13,5 Kilometer, ehe mich im Oktober Schmerzen im linken Knie ein wenig zurückgeworfen haben. Doch diesen Rückschlag habe ich sukzessive aufgeholt und auch meinen Sohn vom Laufen überzeugen können.

Dank des gemeinsamen, langsameren Laufens habe ich die Probleme im Knie in den Griff bekommen und laufe jetzt wieder regelmäßig zehn Kilometer und mehr.

Von 95 auf 84 Kilogramm

Auch die Waage hat sich über mein regelmäßiges Training mit drei Einheiten pro Woche gefreut. Habe ich im Juni 2014, bevor ich mit dem Laufen gestartet bin, noch mehr als 93 Kilo auf die Waage gebracht, sind es inzwischen nur noch 84 Kilo.

Die Folge: ich fühle mich in meinem Körper wohler und konnte die Jeans-Weite 36 gegen eine 34 tauschen.

Der erste Lauf im Jahr 2015

Die Bedingungen für die zweite Laufeinheit am späten Freitag Nachmittag konnten besser nicht sein. Vormittags hat es noch wie aus Kübeln geschüttet, doch nachmittags kam der blaue Himmel mit Sonne zum Vorschein.

Weil ich vom 12,5 km Lauf an Silvester noch ein wenig Muskelkater hatte, habe ich mich für einen kurzen Lauf über zehn Kilometer entschieden. Am Ende wurden es dann doch eintausend Meter mehr, doch das hat dem für mich flotten und intensiven Laufen keinen Abbruch getan – im Gegenteil.

Am Ende kam ich sogar in die Richtung einer neuen persönliche Bestzeit auf zehn Kilometer heran. So kann das Jahr weitergehen 🙂

Laufen am Sonntag nach Neujahr

Ich bin gerade aufgewacht. Oder besser gesagt: ich bin von dem Sohn aufgeweckt worden. Mein erster Blick gilt der Uhr. Es ist 7:08 Uhr. Eigentlich könnte ich mich noch im Bett umdrehen. Denn Sonntag ist der einzige Tag der Woche, an dem das gut klappt. Doch ich habe mir vorgenommen, morgens zu laufen. Aber das Bett ist kuschelig warm und eine halbe Stunde kann ich noch liegen bleiben.

Es bleibt bei dem Gedanken ans Liegenbleiben, denn um halb acht stehe ich in Laufklamotten vor dem Haus und bin bereit. Das Thermometer zeigt null Grad. Die Dämmerung löst sich langsam auf, die Sonne lässt sich aber noch nicht blicken. Während ich den Feldweg laufe, spiegeln sich die gefrorenen Pfützen im Morgenlicht.

Überhaupt: mehr als ein Drittel der Laufstrecke, hauptsächlich Feldwege und Radwege, sind von der überfrierenden Nässe spiegelglatt geworden und machen das schnelle Laufen zu einem Balance-Akt. Das wirkt sich auch auf meine Geschwindigkeit aus. Die zehn Kilometer laufe ich „nur“ in knapp unter einer Stunde.

Zurück daheim gibt es erst einmal einen wärmenden Kaffee und nach dem Frühstück geht es mit den Kids zum Schwimmen. Als Ausgleich schwimme ich zwölf Bahnen á 25 Meter und freue mich über die geschwommenen 300 Meter.

Ein Ausblick: Was bringt 2015?

Cover Richtig trainieren für den Halbmarathon Andreas ButzFür das neue Jahr habe ich drei Meilensteine geplant. Zunächst meinen ersten Wettkampf im April beim City-Lauf Korschenbroich, bei dem ich die zehn Kilometer laufen werde. Dann möchte ich bis Mitte des Jahres locker-leicht 15 Kilometer am Stück laufen können und mich außerdem bis zum Jahresende an die zwanzig Kilometer Distanz wagen.

Diese Steigerung kann dann die Voraussetzung sein, um 2016 möglicherweise Richtung Halbmarathon-Diszanz zu gehen. Dank Martin habe ich mit Richtig trainieren für den Halbmarathon: Mehr Erfolg mit der Laufcampus-Methode die passende Lektüre bereits am Start 🙂

Mehr zum Thema Laufen in meiner Artikel-Serie “Projekt Laufen”

Alle bisherigen und künftigen Beiträge zum Thema Laufen findet ihr unter #ProjektLaufen2014 und unter #ProjektLaufen2015.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

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