Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Kirche Krippe Amelunxen St. Peter Paul 2011 Weihnachten

Das war Weihnachten 2014 in Ostwestfalen

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Lange haben die Kinder darauf gewartet, und jetzt ist es bereits längst Vergangenheit: das Weihnachtsfest 2014.

Für mich war das Weihnachtsfest gleichbedeutend mit einem achttägigen Urlaub in der alten Heimat (ich unterscheide bekanntlich zwischen alter und neuer Heimat; nähere Erläuterungen dazu gibt es hier zu lesen: Amelunxen ist meine erste, Kleinenbroich meine zweite Heimat). Denn wir sind bereits am Sonntag Morgen vor Heilig Abend mit dem Auto zu meinen Eltern in die östlichste Ecke unseres Bundeslandes gefahren.

Die Woche in OWL war genauso entspannend und abwechslungsreich und ich möchte einige Erlebnisse mit Worten und Fotos gern Revue passieren lasse, bevor dies wieder im hektischen Alltag untergeht.

Meine Laune war nach der 1:2-Pleite meines BVB am Vortag alles andere als gut, als wir gegen zehn Uhr das Auto mit Taschen und Geschenken gepackt hatten. Die Fußballpause tat mir richtig gut und ich war froh, mich die nächsten fünf Wochen nicht um schwarz-gelbe Pleiten, Pech und Pannen kümmern zu müssen.

Nach einem leckeren Mittagessen habe ich erst einmal gechillt, wie mein Sohn es nennen würde, bevor es nach dem Genuss von weihnachtlichem Gebäck und Stollen in die Kirche ging.

Das Friedenslicht aus Bethlehem war über die Zwischenstationen Dortmund und Paderborn nach Amelunxen gekommen und zog auch in unser Haus ein:

Meine erste Feuerzangenbowle

Drei Tage vor dem Heiligen Abend war es endlich soweit:

Ich musste erst vierzig Jahre alt werden, um dieses leckere Glühwein-Rum-Getränk das erste Mal zu genießen:

Kein Witz: Meine erste Feuerzangenbowle im zarten Alter von 40 Jahren #Advent #Weihnachten #Feuerzangenbowle Ein von Marc (@ostwestf4le) gepostetes Foto am

Der Höxteraner Weihnachtsmarkt

Am Montag haben wir den obligatorischen Weihnachtsmarktbesuch in Höxter erledigt. Die Kids hatten keine Lust auf Shopping und Hexenpunsch, bei uns am Niederrhein als Eierpunsch bekannt, und blieben bei meinen Schwiegereltern.

So konnte ich mit Anne den weihnachtlichen Markt genießen und neben einem leckeren Fischbrötchen auch Pommes mit Currywurst genießen.

Ein von Marc (@ostwestf4le) gepostetes Foto am

Apropos Currywurst: nachdem ich das Foto auf Facebook gepostet hatte, habe ich gelernt, dass für die gleiche Portion Fritten mit Mayo und Wurst in Essen auf dem Weihnachtsmarkt satte 6,50 Euro verlangt werden.

Ein wirklich krasser Preis, oder? Ich habe für die Bottroper Schlemmerplatte in Höxter  günstige 3,70 Euro zahlen müssen.

Der Weihnachtsbaum wird gefällt

Einen Tag vor Heilig Abend haben wir vormittags den Baum frisch geschlagen. Dieses Jahr kam mir die Ehre zuteil, das prachtvolle Exemplar abzusägen.

Jedes Jahr wird das Fällen der Tanne mit einem Schnaps begossen und die Freunde meiner Eltern, die die Bäume verkaufen, reichen dazu das leckere Spritzgebäck, das ich im Blog bereits vorgestellt habe.

Nachmittags wurden die Salate für das Abendessen an Heilig Abend vorbereitet und ich durfte bereits den Käsesalat vorkosten, den die Liebste immer zubereitet:

Anschließend wurde der Baum geschmückt und natürlich durfte eine ganz besondere Kugel nicht fehlen:

Außerdem konnten wir nach einem abendlichen Spaziergang mit einem Zwischenstopp beim Plünderbaum den Höxteraner Hexenpunsch genießen:

 

Endlich Heilig Abend!

Und dann war es endlich soweit: der Heilige Abend war gekommen und die Aufregung der Kids hatte ihren Höhepunkt erreicht.

Traditionell gibt es an diesem Tag mittags eine Rindfleisch-Gemüsesuppe mit Grießklöschen, Markklöschen und Eierstich, die meine Mutter nicht wirklich gern isst, wir aber absolut lieben und sie uns einzig und allein deshalb den Gefallen tut und sie zubereitet.

Erst um viertel vor fünf begann der Gottesdienst mit dem Krippenspiel und wie jedes Jahr wird mir während der guten Dreiviertelstunde immer ganz heimelig und warm ums Herz. Ich erinnere mich an meine Kindheit in der Weihnachtszeit und lasse das Jahr Revue passieren.

Ohnehin ist die Sankt Georgskirche in Amelunxen eine ganz besondere Kirche für uns. Hier wurde nicht nur ich 1975 getauft, sondern in den späten 1990er Jahren auch Anne sowie 2004 und 2007 unsere Söhne. Außerdem fand hier auch unsere kirchliche Trauung statt.

  Ein von Marc (@ostwestf4le) gepostetes Foto am

Nach der Bescherung mit lauter glücklichen Gesichtern gab es das traditionelle Abendessen mit schlesischer Bratwurst, Kartoffelsalat, Käsesalat, geräuchertem Lachs, Wurst und Käse und leckerem Rotwein und Weihnachtsbier.

Mit einer Himbeer-Erdbeer-Bowle – auch so eine Tradition – ließen wir den Abend am 24. Dezember ausklingen:

Erster Weihnachtstag: die Gans ist da!

Der erste Weihnachtstag steht jedes Jahr ganz im Zeichen der Schwiegereltern in der benachbarten Kreisstadt.

Nach einem Glas Bowle am Vormittag wird die traditionelle Weihnachtsgans mit selbstgemachten Thüringer Klößen, Rotkohl und Backobst aufgetischt.

Am Abend gibt es die Leckereien vom Vorabend. Ragout fin, Heißmacherwürstchen und unzählige Salate konkurrieren um die Gunst der – überraschenderweise – immer noch hungrigen Gäste.

Zweiter Weihnachtstag: Schnee und Schlemmerei

Am zweiten Weihnachtstag statten wir jedes Jahr meiner Tante einen Besuch ab und gehen gemeinsam essen.

Auf der Hinfahrt nach Dalhausen war der jüngste Sohn happy: weil wir die Strecke entlang der „Berge“ gewählt hatten, konnte er endlich den so sehnlich gewünschten Schnee sehen.

Dass die weiße Pracht nur dünn war und sich als äußerst vergänglich erwiesen hatte, störte nicht wirklich:

Das Weihnachtsbüffet ist jedes Jahr ein Genuss und bietet für jeden das Passende: nach einer Suppe und zahlreichen Vorspeisen und Antipasti folgen Schweinemedaillons, Gänsebraten, Schnitzel und gebratener Lachs.

Zum Finale muss sich der Gast zwischen sahnigem Eis, leckeren Cremes und Pudding entscheiden.

Entspanntes Wochenende

Der Kalender hat es dieses Jahr gut mit den Arbeitnehmern gemeint. Auf die drei Feiertage folgte das Wochenende und ermöglichten uns eineinhalb weitere Tage in Ostwestfalen.

Endlich war der Winter auch temperaturmäßig zurückgekehrt und wir genossen einen entspannten Nachmittag vor dem Kamin meiner Eltern:

Am Sonntag hieß es dann nach dem Mittagessen Abschied nehmen von der alten Heimat.

Weil die A1 bei Unna vom Feiertags-Stau betroffen war, bin ich über das Ruhrgebiet gefahren. Die Fußballhauptstadt Dortmund war in herrliches Weiß getüncht und ließ sich auch an einigen Stellen in schwarz-gelb blicken:

Als wir gegen halb fünf alle Taschen und Geschenke ausgepackt hatten, habe ich meine Laufschuhe geschnürt und bin den angefutterten Weihnachtsspeck auf einer zehneinhalb Kilometer langen Strecke abgelaufen.

Weihnachten 2014 war damit Geschichte.

Autor: Marc

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