Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Sankt Martin Laternen November 2014 Lampion Wohnzimmer

Das war Sankt Martin 2014 in Kleinenbroich

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Jetzt ist Sankt Martin 2014 in Kleinenbroich bereits wieder Vergangenheit.

Kalendarisch wird der Martinstag bekanntlich jedes Jahr am 11. November gefeiert. Doch um alle Termine in den Griff zu bekommen, ziehen die Kinder bei uns am Niederrhein schon einige Tage vorher durch die Straßen.

Am heutigen Donnerstag war der große Tag gekommen, auf den die Kindergarten- und Grundschulkinder schon lange gewartet und sich vorbereitet haben.

Laterne, Laterne – bei uns im Wohnzimmer

Bei uns zu Hause haben die Laternen schon am vergangenen Wochenende Einzug gehalten und das nahende Martinsfest angekündigt:

Während viele Nachbarn die Lampions in die Küchen- und Wohnzimmerfenster hängen, haben wir uns seit einigen Jahren für eine andere Version entschieden.

Ausführlich ist das Schmücken der eigenen vier Wände hier beschrieben: Die Vorweihnachtszeit beginnt bei uns mit Sankt Martin.

Die Fackelausstellung in der Gutenberg Grundschule

Das erste Highlight der Martins-Saison gab es am Dienstag. Die Gutenberg Grundschule hat zur traditionellen Fackelausstellung eingeladen.

Jede der acht Grundschulklassen hat ihre Laternen präsentiert. Jede Klasse hatte sich ein anderes Thema ausgewählt und für Abwechslung gesorgt.

Neben bunten Drachen und rechteckigen Lampions gab es wilde Tiger und hell leuchtende Sterne zu sehen.

Der Martins-Umzug der Grundschulen Kleinenbroich

Wenn auch die Wetter-Prognosen anfangs nicht gut ausgesehen haben und von Regen und Sturm die Rede war: der Martins-Umzug konnte – anders als im vergangenen Jahr – stattfinden.

Um halb sechs begann der Zug der Laternengänger an der Gutenberg Grundschule und führte bis zum Kirmesplatz.

Als ich auf Luke gewartet habe, der mit seiner Klasse durch den südlichen Teil des Ortes Martinslieder singend gezogen ist, hatte ich Zeit zum innehalten. Mir ist bewusst geworden, dass es nur noch zwei weitere Jahre sind, ehe diese Martinszug – Zeit für uns auch ein Ende hat.

Denn ab der weiterführenden Schule ist es vorbei mit den Umzügen. Wehmut machte sich in mir breit. Doch so ist das Leben. Alles hat seine Zeit.

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Nach der Teilung des Mantels kam mein emotionaler und sentimentaler Höhepunkt. Wie jedes Jahr. Denn jedes Jahr wird zum Abschluss ‚Großer Gott, wir loben dich‘ gesungen. Ein Lied, das am Niederrhein sehr beliebt ist, bei mir aber traurige Erinnerungen an den Herbst 2009 weckt.

Nach dem Teilen des Mantels auf dem Kirmesplatz ging es zurück in die Schule und wir konnten uns bei leckerem Glühwein aufwärmen. Das tat gut, denn nasskalte acht Grad mit gelegentlichem Nieselregen sind nicht wirklich prickelnd.

 

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Im Anschluss zog Luke mit seinen Freunden um die Häuser im Wohngebiet und ließ sich beim Gripschen für das Singen der Martinslieder mit allerlei Süßigkeiten belohnen.

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Autor: Marc

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Ein Kommentar

  1. Ich finde es schön, dass bei euch wirklich noch an die Martinsgeschichte mit dem Mantel gedacht wird und es nicht nur ein ansonsten sinnfreies Rumlaufen ist wie ich das bei uns in Berlin oft erlebe, wo kaum einer noch die Legende kennt.

    Zu deiner vorgezogenen Wehmut, dass in zwei Jahren die Zeit der Umzüge für dich wohl enden wird, kann ich dir nur sagen: Unverhofft kommt oft. Ich selbst habe gerade vor einigen Tagen nach ca. 12jähriger Laternenpause mal wieder eine für einen kleinen Jungen gebastelt, der auch schon fleißig mitgeholfen hat. Der dazugehörige Umzug findet heute Abend statt, aber wir haben schon mal im Park probiert, wobei mir auch die Lieder und Texte wieder eingefallen sind. Gelernt ist gelernt, man ist dann eben nur in einer anderen Rolle unterwegs und diese Vielfalt mag ich am Leben.
    LG Iris

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