Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Cover Rezension Füllen Sie sich wie zu Hause Bastian Sick

Rezension: Füllen Sie sich wie zu Hause von Bastian Sick

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Bastian Sick hat mit Füllen Sie sich wie zu Hause dieses Mal kein Buch über die korrekte Anwendung von Rechtschreibung und Grammatik, sondern ein Bilderbuch aus dem Irrgarten der deutschen Sprache herausgebracht.

Mit Unterstützung aufmerksamer Zeitungsleser und scharfen Beobachtern in Geschäften und Ortschaften ist ein Sammelsurium an sprachlichen und orthografischen Kuriositäten zusammengetragen worden, die Rechtschreib-Fans und Grammatik-Liebhabern das Grauen ins Gesicht treiben.

Einsortiert in Kategorien wie „Ganz schön ausgepufft“, „Korretkur ist für uns ein Fremdwort“ und „Von Karlfreitag bis Oktobert“ präsentiert Sick grammatische Grausamkeiten und ästhetisch verletzende Rechtschreibung auf Schildern, Geschäftsaushängen, Firmenschildern, Kleinanzeigen und aus Werbeprospekten.

Cover Rezension Füllen Sie sich wie zu Hause Bastian SickDa ist von einem „Kartenschinken“ die Rede, von einem „Heilbutt an der Grete gebraten“ und das Essen wird im „Verunstaltungsraum“ serviert. Ein Klub sucht für seine Sauna noch „Gleichgesinde“ und am Freitag, den 3. Oktober findet in Calw der verkaufsoffene Sonntag statt.

Natürlich fehlen auch die Stilblüten aus Tageszeitungen nicht. Falsch geschriebene Wörter, fehlende oder falsch gesetzte Satzzeichen und dilettantische Worttrennungen führen zu den verrücktesten Konstellationen, die den Zeitungsleser an den Rand des Wahnsinns bringen können.

Es gibt unter anderem „sperrliche Sonneneinstrahlung“, Sportvereine, denen die Mitglieder weglaufen (sic!) und den Umstand, dass Sterben oft totgeschwiegen wird. Wenn dann nach der Frage „Wird Binde zur Regel?“ auch noch die zwei Möpse einer Frau einen Exhibitionisten in einem Zeitungsartikel vertreiben, beginnt das Kopfkino zu rattern.

Und wer sich durch die knapp zweihundert amüsanten Seiten von Ein Bilderbuch aus dem Irrgarten der deutschen Sprache gelesen hat, weiß am Ende auch, worum es sich bei einem „“Skipendeltisch“ handelt.

Autor: Marc

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