Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Ich bin jetzt Läufer – Woche 13

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Der Sommer hat Mitte September ein kurzes Intermezzo gegeben. Beim Laufen habe ich davon nichts mitbekommen, denn seit einiger Zeit habe ich mich auf das frühe Laufen spezialisiert.

Ich laufe weiterhin regelmäßig dreimal die Woche. Der Turnus ist derzeit Montag – Mittwoch – Freitag. Am liebsten laufe ich direkt morgens zwischen halb sechs und sechs, wenn der Tag erwacht und die Sonne langsam die Nacht vertreibt.

Außerdem kristallisiert sich die zehn Kilometer lange Strecke als mein Favorit heraus. Eine knappe Stunde Laufen macht mir Spaß und ist nicht zu lang und auch nicht zu kurz. Ich spüre, dass ich noch Reserven habe, um länger und weiter zu laufen. Doch ich bremse mich, um die Intensität nicht zu schnell zu hoch zu fahren.

Dieses verdammte GPS am Smartphone

Zum Wochenstart gab es Montag Morgen einen entspannten Lauf über zehn Kilometer. Die Temperaturen von zwölf Grad um kurz vor sechs passten, die Muskeln waren fit und selbst die verstopfte Nase wegen Schnupfen konnte mich nicht bremsen.

Zwischendurch konnte ich mir sogar einen kleinen Wettlauf mit einem Igel in Büttgen liefern. Gaaaaaanz knapp konnte ich den kleinen Gesellen überholen 🙂 Inzwischen ist die Strecke von Kleinenbroich nach Büttgen und zurück am frühen Morgen zu meiner Lieblingsstrecke avanciert.

Einziger Wermutstropfen war das GPS meines Smartphones, das anfangs nicht richtig gemessen hat. Die richtige Streckenmessung beläuft sich auf 10,3 km.

Mein erster Halb-Halbmarathon

Mein erster Halb-Halbmarathon! Beflügelt vom 2:0-Sieg meiner Borussia aus Dortmund am Vorabend gegen den FC Arsenal bin ich am Mittwoch Morgen bereits um viertel nach fünf aus dem Bett gesprungen und habe mich auf meine Lieblingsstrecke gemacht.
Laufen Running Tights kurzErstmals kamen auch meine Tights zum Einsatz. Ich habe mir schon vor einiger Zeit zwei solcher Hosen in unterschiedlicher Länge (kurze Tights und 3/4-Tights) gekauft, sie aber bislang nicht getragen. Und ich muss sagen, dass das Tragen von Tights ein ganz anderes Gefühl ist als in den klassischen Sporthosen.

Aber zurück zum Lauf: Nachdem ich meine Laufstrecke in Büttgen ein wenig verlängert hatte, durfte ich mich zum Abschluss über meinen ersten Halb-Halbmarathon und eine neue Bestzeit auf der Zehn-Kilometer-Distanz freuen:
Laufen 17092014 Tag

Mein erster Tough Mudder light

Am Donnerstag habe ich einen ereignisreichen Lauf erlebt, bei dem ich drei Lektion gelernt habe:

  1. Für einen Tough Mudder muss ich nicht ins Sauerland fahren
  2. Am frühen Abend laufe ich schneller als am frühen Morgen
  3. Laufe nie zehn Kilometer mit weniger als vierzig Prozent Akku.

Aber der Reihe nach. Der Tag begann übel. Um viertel vor sechs aufstehen, in den dunklen Anzug schmeißen, einen schnellen Kaffee trinken und um halb sieben zum Bahnhof gehen, um über Düsseldorf mit dem ICE nach Frankfurt zu einer Sitzung zu fahren. Pustekuchen, es kam ganz anders.

In Neuss wurde eine leblose Person auf den Gleisen gefunden und ein Notarzteinsatz legte den Bahnverkehr lahm. Zum Glück hat mich ein Nachbar mit nach Düsseldorf genommen und ich kam nach einer Odyssee fünf Minuten vor dem Beginn der Sitzung in Frankfurt an. Den restlichen Tag habe ich sitzend und zum Abschluss am Buffet verbracht.

Als ich am frühen Nachmittag zu Hause angekommen bin, der große Sohn beim Handball gewesen ist und der kleine Sohn mit seinen Freunden gespielt hat, habe ich mir überlegt, ungeplant das Laufbein zu schwingen.

Gesagt, getan. Bei schwülen 21 Grad ging es los. Nach drei Kilometern machte mir die Hitze zu schaffen und mir wurde klar, wieso ich das Laufen frühmorgens so liebe. Doch Aufgeben war keine Option und die nächste Herausforderung wartete schon auf mich.

Die Landwirte auf dem Feld hatten frisch den Mais geerntet und mit großen Traktoren und Anhängern abtransportiert. Die Folge waren nasse, schlammige Feldwege, die nicht nur meine Laufschuhe und mich eingesaut, sondern mich auch ins Schlittern gebracht haben.

So ergab sich Lektion 1: ich muss nicht ins Sauerland fahren, um Tough Mudder – Erlebnisse zu haben. Die Lektion 2 folgte auf dem Fuß. Denn überraschenderweise war mein Pace am Abend deutlich besser als morgens. Und das trotz der Hitze und Schwüle. Am Ende stand eine neue Bestzeit über zehn Kilometer (57:43 Minuten), die ich nicht erwartet hätte. Komisch: Runtastic hat diesen Rekord nicht als neue Bestmarke über 10 Kilometer verzeichnet 🙁

Und Lektion 3 erteilte mich nach acht Kilometern. Einen Kilometer vorher hatte ich die Musik von Top 40 auf Die Broilers und ihr Album Noir umgestellt, um noch mehr aus mir herauszuholen, als die Musik plötzlich stoppte. Die Erklärung war einfach. Ich hatte nur noch wenig Akkuleistung und das Smartphone hat zum Strom sparen den Player abgestellt.

Also: immer schön den Akku vor dem Lauf laden!

Aua: Wundgelaufen!

Am Montag habe ich das erste Mal die unangenehme Erfahrung des Wundlaufens gemacht. Ich weiß, dass das kein appetitliches Thema ist. Wer eher zartbesaitet ist, überspringt einfach den Absatz.

Als ich mein neues Laufshirt ausgezogen habe, war meine Brustwarze auf der linken Seite blutig. Ich habe das Reiben während des Laufens bemerkt, ihm aber keine Bedeutung beigemessen. Als ich meine Laufweste ausgezogen habe, war der große Blutfleck im Brustbereich unübersehbar.

Zwei Tage später habe ich gespürt, dass die Verletzung noch nicht auskuriert ist und ich trotz eines anderen Shirts weiterhin Schmerzen hatte. Ab Freitag musste dann ein Brustpflaster für Läufer her, um die Schmerzen zu lindern.

Natürlich nicht diese Ausführung: NipGuards – professionelle Brustwarzenpflaster – 10 Paar. Mit einem herkömmlichen Pflaster aus der Hausapotheke lässt sich das Problem auch in den Griff bekommen.

Alle bisherigen und künftigen Beiträge zum Thema Laufen findet ihr unter #ProjektLaufen2014.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

Ein Kommentar

  1. Sehr unterhaltsamer Beitrag, habe das ein oder andere Mal geschmunzelt =) Läufst Du eigentlich immer im gleichen Tempo oder variierst Du hin und wieder die Geschwindigkeit? Und wie motivierst Du dich, wenn Du so gar keine Lust aufs Laufen hast? Ich bekomme etwa eine halbe Stunde nach dem Laufen immer großen Hunger, sodass ich dann nicht selten mehr Kalorien zu mir nehme, als ich beim Laufen verbrannt habe 🙁 Kann man diesem Hunger irgendwie entgegenwirken, ohne vor dem Laufen zu Essen?

    LG,

    Maya

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