Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Cover Rezension Film-Review App Der erste Seconds Screen Film

Film-Review: APP – Der erste Second Screen Film mit Hannah Hoekstra und Isis Cabolet

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Der „Second Screen“ ist seit einziger Zeit ein geflügelter Begriff in der Medienwelt.

Mit Second Screen, also dem zweiten Bildschirm, ist die Benutzung von Smartphone und Tablet während des Fernseh Guckens gemeint. Während auf der Mattscheibe der neueste Tatort oder das neue Unterschichten-Format läuft, tauscht sich die Social Media-Gemeinde auf Twitter und Facebook über die Schauspieler, die Handlung oder andere Inhalte im TV aus.

APP – Der erste Second Screen Film nutzt die Second Screen Funktionalität in Verbindung mit einer eigens entwickelten App. Diese App gibt es sowohl im Apple Store als auch im Google Play Store zum kostenlosen Download. Übrigens steht die App auch noch nach der Erstausstrahlung im ZDF im Mai 2014 weiterhin zum Download zur Verfügung, um das zweifache Filmvergnügen auch auf Blu-ray und DVD zu erleben.

Zu Beginn wird der Zuschauer aufgefordert, das Smartphone oder Tablet zur Hand zu nehmen und diese App zu starten. Mehr möchte ich an dieser Stelle aber nicht zur App verraten, um die Interaktivität während des Films nicht preis zu geben.

Die Handlung von APP – Der erste Second Screen Film

Für die beiden Freundinnen Anna und Sophie gehört das Smartphone zum Leben einfach dazu. Nach einer durchzechten Partynacht entdeckt die Studentin Anna die App IRIS auf ihrem Smartphone. Das Programm hat sich selbständig installiert und stellt sich als persönliche Assistentin vor (die Ähnlichkeit zu Apples Siri ist sicherlich alles andere als ungewollt).

Ungefragt meldet sich IRIS auch während der Vorlesungen an der Uni zu Wort und entpuppt sich als Störenfried. „Je mehr Kommunikationsmitteln den Menschen zur Verfügung stehen, umso weniger kommunizieren sie“, gibt ihr Professor Anna mit auf den Weg, nachdem er während der Vorlesung das störende Telefon unter Verschluss genommen hat.

Cover Rezension Film-Review App Der erste Seconds Screen FilmPlötzlich erhält Anna zusätzlich dubiose Anrufe von vermeintlichen Opfern und die App entwickelt ein kriminelles Eigenleben, indem sie nicht nur Anna in intimen Situationen filmt und dies der Öffentlichkeit kom­pro­mit­tie­rend preisgibt.

Annas verzweifelte Versuche, die App zu löschen, schlagen mehrfach fehl. Auch andere Menschen werden zu in der Folge IRIS‘ Opfer und bezahlen mit ihrem Leben.

Nach kurzweiligen und teilweise nervenaufreibenden 75 Minuten ist das Filmerlebnis mit dem zweiten Bildschirm schon beendet. Auch wenn die Handlung bisweilen ein wenig konstruiert daherkommt, weiß APP – Der erste Second Screen Film zu fesseln.

Natürlich ist die Story einer im wahrsten Sinne des Wortes „Killer-App“ ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Doch der Spannung tut das keinen Abbruch. Das gilt übrigens auch für die Auflösung des Rätsels um die mysteriöse App in einem dramatischen Finale.

Die Extras auf der Blu-ray APP – Der erste Second Screen Film

Das Bonusmaterial auf der blauen Scheibe ist eher mager ausgefallen. Als Extras gibt es nur Einblicke in die Videoeffekte und eine Trailershow zu sehen.

Allerdings fallen die Blicke hinter die Kulisse mit weniger als zweieinhalb Minuten Länge eher kurz aus und sind eigentlich nicht der Rede wert. Also bitte die Erwartungen entsprechend herunterschrauben.

Der Trailer zu APP – Der erste Second Screen Film