Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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Borussia Dortmund vor dem Start in die Saison 2014/2015

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Nach einer endlos erscheinenden Sommerpause geht es am 22. August 2014 endlich wieder los mit der Bundesliga.

Bevor die Liga in ihre 52. Saison startet und sich der BVB mit Bayer Leverkusen misst, gibt es in dieser Woche mit dem Supercup das erste Highlight, ehe am Wochenende darauf die erste Runde im DFB-Pokal ansteht.

Ich habe mir einige Gedanken über die Borussia vor dem Start der Saison gemacht und wage einen Ausblick in die nächsten zwölf Monate mit hoffentlich viel schwarz-gelber Herrlichkeit.

Die Abgänge beim BVB

Wie schon häufiger in den vergangenen Jahren steht der BVB vor einer Zäsur. Der ablösefreie Weggang von Robert Lewandowski zum Branchen-Primus an die Isar wird das Spiel der Westfalen nachhaltig verändern.

In der Sommerpause haben Borussia ingesamt vier Spieler verlassen. Neben dem Polen wurde Stürmer Marvin Duksch an den Aufsteiger SC Paderborn 07 verliehen und Julian Schieber versucht sein Glück in der Hauptstadt bei Hertha BSC Berlin.

Außerdem wurde der Vertrag von Aushilfs-Innenverteidiger Manuel Friedrich nicht verlängert; den ehemaligen Mainzer zieht es nach Fernost.

Die Neuzugänge beim BVB

Auch in dieser Spielzeit haben die Verantwortlichen wieder tief in die Schatulle gegriffen und nicht weniger als knapp fünfzig Millionen Euro für fünf neue Spieler ausgegeben.

Für die Offensive wurde am meisten investiert.  Ciro Immobile wechselte für 19,5 Millionen Euro vom FC Turin nach Dortmund und Adrián Ramos  kam für elf Millionen Euro aus Berlin. Beide Stürmer sollen die Lücke füllen, die Lewandowski hinterlassen hat.

Außerdem wurde Ding-Won Ji vom AFC Sunderland ablösefrei verpflichtet und der bereits von Real Madrid ausgeliehene Nuri Sahin für sieben Millionen Euro zurückgekauft. Erst nach der Weltmeisterschaft wurde der Deal mit Freiburgs Innenverteidiger Matthias Ginter eingetütet. Der 20-jährige wechselte für zehn Millionen Euro aus dem Breisgau nach Westfalen.

Jürgen Klopp kann sich mit seinen neuen und alten Offensivkräften auf mehr Variabilität freuen. Mit Immobile, Ramos, Ji und Aubameyang gibt es vier Offensivkräfte, die unterschiedliche Stärken haben und damit offensiv flexibel einsetzbar sind.

Mit Ciro haben wir einen eiskalten Knipser, mit Ramos einen körperbetont spielenden, robusten Stürmer, Ji besitzt eine feine Technik und Aubameyang ist verdammt flink auf der Außenbahn inklusive einem verbesserten Kombinationsspiel und Defensivverhalten.

Und die Innenverteidigung ist mit Sokratis, Mats Hummels, Matthias Ginter und Neven Subotic gleichsam ein Traum. Zwei spielstarke Defensivleute (Hummels und Ginter) und zwei kampfstarke Verteidiger (Sokratik und Subotic) sorgen für viele Kombinationsmöglichkeiten in der Abwehr.

Die Testspiele

Während der beiden Trainingslager in den Kitzbühler Alpen (8. bis 12. Juli) und Bad Ragaz in der Schweiz (28. Juli bis 6. August) hat Trainer Jürgen Klopp insgesamt acht Testspiele absolvieren lassen.

Unter dem Strich gab es 6 Siege, ein Unentschieden und eine – wenn auch deftige – Niederlage. Die Testspiele im Einzelnen:

  • 15.07 Hessen Kassel – Borussia Dortmund 1:4 (1:0)
  • 19.07 1. FC Heidenheim – Borussia Dortmund 3:4 (2:1)
  • 22.07 VfL Osnabrück – Borussia Dortmund 1:1 (1:0)
  • 27.07 Rot-Weiss Essen – Borussia Dortmund 1:5 (1:5)
  • 01.08 Borussia Dortmund – Chievo Verona 1:0 (0:0)
  • 03.08 FC Rapperswil – Borussia Dortmund 0:10 (0:6)
  • 06.08 Slask Wroclaw – Borussia Dortmund 0:3 (0:2)
  • 10.08. FC Liverpool – Borussia Dortmund 4:0 (2:0)

Natürlich sind diese Ergebnisse alles andere als repräsentativ und bergen wenig Aussagekraft für den Start in die Saison. Ob aus diesen Begegnungen richtige und wichtige Erkenntnisse gezogen werden kann, wird nur der Coach beurteilen können.

Aus meiner Sicht war es wichtig, dass Ciro Immobile und Adrian Ramos ihre Tore gemacht haben und für den Saisonauftakt Selbstvertrauen tanken konnten.

Auch Pierre-Emerick Aubameyang ließ an einigen Stellen sein fußballerisches Können mehrfach aufblitzen und ist nach dem Ausfall von Marco Reus ein ernsthafter Kandidat für die Startelf. Gleiches gilt für Henrikh Mkhitaryan, der in seiner zweiten Spielzeit beim BVB seine schon mehrfach unter Beweis gestellte Klasse dauerhaft präsentieren möchte.

Mächtig Gänsehaut gab es kurz vor Schluss des vorletzten Testspiels in Wroclaw, als Kuba sechs Monate nach seinem Kreuzbandriss unter tosendem Applaus des gesamten Stadions die Rückkehr auf den Platz gefeiert hat. Ein sehr emotionaler Moment, auch für mich vor dem Fernseher.

Faktor Weltmeisterschaft wettbewerbsentscheidend?

Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft in Brasilien ist ausgiebig darüber diskutiert worden, inwiefern der Ausgang der WM den Bundesligabetrieb der involvierten Mannschaften beeinflussen wird.

Denn in jedem Jahr eines WM-Titels ist Bayern München nicht Deutscher Meister geworden. Und die Roten haben mit sieben Spielern das Grundgerüst der Nationalelf gestellt, während der BVB mit Mats Hummels und Sokratis nur zwei Stammspieler im Dauereinsatz in Südamerika hatte.

Adrian Ramos und Ciro Immobile kamen für Kolumbien und Italien nur zu wenigen Einsätzen, während Roman Weidenfeller, Erik Durm und Kevin Großkreutz komplett ohne Einsatz geblieben sind.

Die Abstellung der Nationalspieler ist allerdings insofern ein Nachteil, weil Jürgen Klopp erst ab 11. August seinen Kader komplett zum Training versammelt hatte, als Mats Hummels seinen vierwöchigen Weltmeister-Urlaub beendet hat. Doch ob sich dies als nachteilig herausstellt, muss erst noch bewiesen werden.

Streitfall neues Trikot 2014/2015

Und dann war da ja noch das Palaver um das neue Trikot für die Saison 2014/2015.

Schon vor der öffentlichen Präsentation schossen die Spekulationen in die Höhe und sorgten in den Fan-Foren für heftige Diskussionen. Die Ablehnung der möglichen Farb- und Design-Kombinationen war mindestens genauso groß wie die Empörung, dass der Verein solche Leibchen für die neue Spielzeit allen Ernstes vorgesehen haben kann.

Doch es war kein Spaß. Die Trikots sind wirklich so präsentiert worden. Und was sich zu Beginn zu einer heftigen Welle der Empörung hochgeschaukelt hat, ist mindestens genauso schnell abgeebbt, als die schwarz-gelben Fußballer die neuen Trikots erstmals live und in Farbe präsentiert haben.

Inzwischen gibt es nicht wenige Stimmen, die die neuen Leibchen durchaus ansehnlich finden und ihre ursprüngliche Ablehnung in wohlwollende Zustimmung revidiert haben. Und auch ich habe zwei gelbe Heim-Trikots mit den schwarzen Balken für meine Söhne bestellt.

Wie heißt es so schön: same procedure as every year 🙂

Mats Hummels ist neuer Kapitän

Vor einigen Tagen hat Sebastian Kehl verkündet, dass er seine Kapitänsbinde an den Nagel hängt, bevor er Ende der kommenden Saison in den wohlverdienten Fußballer-Ruhestand tritt.

Am Sonntag hat dann Trainer Jürgen Klopp bekannt gegeben, wer sein neuer Kapitän sein wird. Mats Hummels übernimmt das Amt, außerdem fungieren Marco Reus und Roman Weidenfeller als Vize-Kapitäne.

In meinen Augen eine genauso zu erwartende wie gute Entscheidung des Coaches, der Hummels und Reus damit noch enger an den Verein bindet. Und Mats´ Wort hat schon seit einiger Zeit Gewicht bei den Schwarz-Gelben.

Der Saisonstart 2014/2015

Für den BVB beginnt die Saison am kommenden Samstag mit der 1. Runde im DFB-Pokal. In Stuttgart müssen die Schwarz-Gelben beim Drittligisten Stuttgarter Kickers antreten. Eine Woche später wird die Bundesliga mit einem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen eingeläutet.

Anschließend geht die Reise in der Liga zum FC Augsburg, bevor sich der SC Freiburg im Westfalenstadion vorstellt. Nach einem Gastspiel beim FSV Mainz reist der VfB Stuttgart nach Dortmund und dann steht schon Ende September das Derby in der Turnhalle gegen Schalke 04 auf dem Plan.

Zu diesem Zeitpunkt ist eine erste Einschätzung möglich, wie sich die weitere Saison für den Vizemeister der Spielzeit 2013/2014 entwickeln wird. Bis dahin steht auch fest, welche Teams in der Champions League-Gruppenphase die drei Gegner der Dortmunder sein werden.

Das Saisonziel 2014/2015

Die Ziele für die kommende Spielzeit hat Hans-Joachim Watzke bereits Anfang Juli 2014 formuliert:

Wie im letzten Jahr: Direkte Qualifikation für die Champions League. In der Bundesliga sollten wir uns nicht auf das Duell mit den Bayern reduzieren, sondern auch schauen, wer von hinten kommt: die Werksklubs aus Wolfsburg und Leverkusen, dazu Schalke.

In der Champions League wollen wir die Gruppenphase überstehen und im DFB-Pokal so weit wie möglich kommen, idealerweise wieder bis ins Finale.

Und Trainer Jürgen Klopp ergänzt:

Ich will immer das maximal Mögliche erreichen, aber ein bisschen Realismus gehört auch dazu. Träumend durchs Leben zu laufen, hilft nicht wirklich; da läuft man automatisch irgendwann gegen einen Pfosten.

Wir spüren im Wochenrhythmus, wie eng es ist in den Spielen. Wir sind richtig heiß, aber wir wissen um unsere Möglichkeiten.

Uns wurde in den letzten vier Jahren jedes Jahr ein absoluter Topspieler weggenommen, und wir wollen auch in diesem Jahr wieder absolut wettbewerbsfähig sein.

Wir sollten uns darum kümmern, weniger Gegentore zu bekommen; 38 waren zwar der zweitbeste Wert, aber dennoch zu viele.

Meine Einschätzung zur Saison 2014/2015

Borussia Dortmund steht in diesem Jahr – wie so oft zuvor – vor einer Neuaufstellung. Nach den Abgängen von Nuri Sahin, Shinji Kagawa und Mario Götze ist mit Robert Lewandowski erneut ein sehr, sehr wertvoller Spieler aus dem Kader verschwunden.

Ich vertraue auch in diesem Jahr auf die Expertise von Jürgen Klopp, mit den Neuverpflichtungen und den von den Verletzungen kurierten Spielern (Neven Subotic, Kuba, Ilka Gündogan und Marco Reus) eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen.

Ob es am Ende gelingt, den FC Bayern München vom Thron zu stoßen, sehe ich nicht wirklich. Aber das muss auch nicht sein. Ich habe Borussia nie an Titeln gemessen – und den Druck haben andere Mannschaften. Doch es gilt, sich vor Mannschaften wie Wolfsburg, Leverkusen und auch Schalke in Acht zu nehmen.

Ein Platz zwei in der Endabrechnung ist – wie im Vorjahr – definitiv möglich. Ich bin in dieser Hinsicht optimistischer als Sascha. Doch dazu müssen alle Räder ineinander greifen und die neuen Spieler rasch integriert werden.

Im DFB-Pokal wäre es prima, erst im Finale auf die Münchener zu treffen – und endlich den Pott in den Pott zu holen. Was die Champions League angeht, wünsche ich mir ein Überwintern im Wettbewerb – alles andere wird sich zeigen.

Supercup als erster Saison-Höhepunkt

Schon morgen kommt es in Dortmund zum ersten Saison-Höhepunkt. Der BVB hat den Deutschen Meister aus München zu Gast und möchte sich wie im Vorjahr den Supercup angeln.

Angeheizt wird die Stimmung zwischen den beiden Liga-Giganten durch die unsägliche Laberei aus München in Sachen Marco Reus (siehe auch: Borussia Dortmund frisch zitiert #19). Ich bin sehr gespannt, wie sich Borussia Dortmund in der ersten echten Belastungsprobe präsentieren wird.

Update: Super ist es im Supercup gelaufen – siehe hier: Supercup-Noten: Superhelden und Pechvögel und hier: Borussia Dortmund ist Rekord-Siegercup-Sieger.

Und das schreiben die anderen:

Hier ein Blick auf die Erwartungen anderer Blogger:

Vorfreudentränen – oder: Warum der BVB 2014/15 Meister werden kann!

Der Stand der frühen Dinge

Prognose: Die Bundesliga-Vorschau

Saisonvorschau – die Bayernjagd – Teil 1

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

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