Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

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2:0 gewonnen und doch verloren: Das Wunder von Dortmund ist ausgeblieben #bvbmiracle

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Schade. Das Wunder von Dortmund ist ausgeblieben. Es wurde nichts mit der Aufholjagd im Viertelfinale gegen die Königlichen von Real Madrid.

Dafür war die Hypothek aus dem 0:3 im Hinspiel zu hoch. Wir erinnern uns: vor sechs Tagen kam der BVB mit einem drei Tore Unterschied in Spanien unter die Räder und konnte trotz einiger Torchancen den so wichtigen Auswärtstreffer nicht markieren.

Schon eine Stunde vor dem Anpfiff sank meine Zuversicht in Sachen #bvbmiracle. Denn anstelle von Nuri Sahin und Papa Sokratis standen Oliver Kirch und Manuel Friedrich in der ersten Elf. Zwar konnte Ronaldo auch nicht auflaufen – aber eine nominelle, schlagkräftige Truppe des BVB sieht anders aus.

Doch entscheidend is‘ auf’m Platz und neunzig Minuten hatte Borussia, um die 0:3-Scharte aus dem Hinspiel auszuwetzen. Die Borussen pressten von Beginn an, leisteten sich aber unnötige Fehlpässe.

Wie aus dem Nichts gab es nach einer Viertelstunde einen umstrittenen Handelfmeter gegen Lukas Pisczek – aber Roman Weidenfeller konnte den Schuss entschärfen. Kurze Zeit später hätte Miki die Führung markieren müssen, aber wie so oft in den vergangenen Spielen versiebte der Armenier die Hundertprozentige.

Und dann kam die 25. Minute und Marco Reus. Der Dortmunder konnte sein viertes Tor im neunten Spiel erzielen – überragend gemacht! Jetzt tobte das Westfalenstadion. Drei Minuten später hätte der BVB nach Foul an Lewandowski einen Elfmeter erhalten können, aber die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm.

Die Borussen ackerten und kämpften um jeden Ball, angetrieben vom Publikum auf der Süd. Madrid war bereits nach 35 so genervt, dass sich die Spanier nur mit Fouls zu helfen wussten und schon zwei Verwarnungen kassiert hatten.

Dann gab es den nächsten Gänsehaut-Moment. Und erneut war es Reus, der einen Pfostenknaller von Lewandowski zum 2:0 abstauben konnte und das #bvbmiracle in greifbare Nähe rücken sollte (37.). Ich hatte Gänsehaut ohne Ende.

Und der BVB gab nicht nach. Angriff um Angriff peitschte nach vorn Richtung Real und die Gäste wussten nicht, wie ihnen geschah. Oliver Kirch wusste genauso zu überzeugen wie Manuel Friedrich – Trainerfuchs Jürgen Klopp hatte bis dahin vieles richtig gemacht, was vor dem Spiel noch mit einem Kopfschütteln abgetan wurde.

Leider war dann Halbzeit. Und was war das für eine erste Halbzeit: mit einem Publikum, das seine Mannschaft permanent angefeuert hat, mit einem Marco Reus, der zweimal getroffen hat und die Hoffnung auf ein weiteres Fußballwunder im Tempel aufrecht erhalten hat.

Die Halbzeit zwei begann nicht mehr ganz so druckvoll bei Borussia wie vor dem Seitenwechsel. Die Madrilenen kamen besser ins Spiel und mit Glück und Geschick wurde das 2:0 der Westfalen gehalten. Ärgerlich waren insbesondere die zahlreichen Fehlpässe der Schwarz-Gelben, die unnötig für Unruhe gesorgt haben.

Nach 65 Minuten hätte eine Vorentscheidung fallen können. Nach Zauberpass von Reus traf Miki aber erneut nur den Pfosten und nicht das Tor – unglaublich (siehe auch: Mchitarjan wird zum tragischen Helden). Anschließend scheiterte Kevin Großkreutz ebenfalls.

Doch Borussia Dortmund hatte noch eine Viertelstunde Zeit, um mit einem weiteren Treffer die Verlängerung zu erzwingen. Madrid fand praktisch gar nicht statt, die Chancen produzierte der BVB, ging aber zu verschwenderisch mit eben jenen um. Ob sich das rächen sollte?

Real Madrid verteidigte mit elf Mann die letzte Viertelstunde und die Zeit spielte für die Königlichen. Über rechts, über links und durch die Mitte kamen die Angriffe der Borussen, doch einzig und allein der Abschluss fehlte.

Am Ende stand ein Heimsieg des BVB, der bitterer nicht hätte sein können. Weil das Hinspiel mit 0:3 unnötig hergeschenkt worden ist, hat der Sturmlauf an einem regnerisch-kalten Dienstag Abend nicht gereicht. Mit viel Pech und noch mehr Ungenauigkeiten bei der Chancenverwertung ist für Borussia Dortmund das Viertelfinale leider Endstation.

Das #bvbmiracle ist ausgeblieben.
Wunder gibt es halt nicht jedes Jahr.
Schade.

Die Mannschaft muss sich – von der Chancenverwertung abgesehen – keinen Vorwurf machen. Eine B-Elf hat aufopferungsvoll gekämpft und Real Madrid an den Rand des Ausscheidens gebracht. Der BVB kann stolz sein.

P.S. Eigentlich wollte ich ja in dieser Saison keine Spielberichte mehr über den BVB schreiben. Doch das Viertelfinal-Rückspiel hat mich schon lange vor dem Anpfiff so gefesselt, dass ich unbedingt eine Ablenkung brauchte, um vor dem Fernseher nicht verrückt zu werden. Diese „Schreibtherapie“ konnte meine Emotionen und Gänsehaut-Momente zwar nicht komplett zügeln, aber zumindest ein wenig meiner Aufregung nehmen.

Das schreiben die anderen

Ein großer Fußballabend war es für Kirsten.

Und für Die Zeit war der gestrige Abend Das schönste Aus aller Zeiten – ein Text mit Gänsehaut-Garantie, in der viel, viel Wahres steckt und der meine momentane Gefühlslage  in Sachen BVB bestens auf den Punkt bringt.

Nebenan bei  „11 Freunde“ gibt es außerdem eine schöne Einzelkritik der Akteure zu lesen.

Autor: Marc

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