Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Stille Post Extrem Goliath Games Test Produkttest

Produkttest: Stille Post – Extrem von Goliath Toys

| 1 Kommentar

Jeder kennt das Spiel Stille Post aus seiner Kindheit. Die Kinder sitzen in einer Runde zusammen, der Erste denkt sich einen Satz aus und flüstert das Wort seinem Nachbarn zur rechten ins Ohr. So geht es reihum, bis der Satz per Stille Post beim Wortflüsterer wieder angekommen ist. Nicht selten wird dann aus „Die Katze tritt die Treppe krumm“ nach einiger Zeit „Die Matratze ist nicht dumm“ oder ähnlicher Unfug.

Auf diesem Spielprinzip basiert Stille Post – Extrem von Goliath Toys. Allerdings beschränkt sich das Spielprinzip dabei nicht um das einfache Weitersagen von Sätzen, sondern ist in ein Zeichen- und Ratespiel abgewandelt worden. Das Spiel ist für zwei bis acht Spieler ab acht Jahren geeignet und die Spieldauer ist mit zwanzig bis vierzig Minuten angegeben.

Der Spielinhalt

In dem quadratischen Karton aus Pappe sind folgende Spielutensilien enthalten:

  • 100 doppelseitig bedruckte Spielkarten mit insgesamt 1.200 Themen
  • acht abwischbare Spiralblöcke in unterschiedlichen Farben
  • acht abwischbare Stifte
  • acht Wischtücher
  • ein Würfel
  • eine  Sanduhr
  • eine Spielanleitung

Die Spielkarten machen einen wertigen Eindruck und sind nicht aus dünnem Papier, sondern dicker, fester Pappe. Die Stifte lassen sich klasse verwenden und auch ungeübte Kinderhände kommen mit den Faserstiften gut zurecht.

Der Spielablauf

Wie eingangs erwähnt, ist bei Stille Post – Extrem das altbekannte Spielprinzip der Stillen Post ein wenig abgewandelt worden. Und zwar wird das Flüstern eines Satzes zum Nachbarn  durch das Malen eines Gegenstandes ersetzt.

Stille Post Extrem Goliath Games Test ProdukttestDie Spielregeln sind schnell gelesen und mindestens genauso schnell verstanden. Zum Start erhält jeder Spieler einen Block, einen Stift sowie ein Tuch, um die nicht wasserfesten Schreiberlinge nach absolvierter Runde wieder freizuwischen.

Die Spiralblöcke sind farblich unterschiedlich gehalten, so dass am Ende jeder Block dem Spieler zugeordnet werden kann. Jeder Teilnehmer zieht anschließend eine Karte und würfelt. Anhand der gewürfelten Zahl ist festgelegt, welcher Begriff auf der Karte zu zeichnen ist. Dieser Begriff (das „geheime Wort“) wird auf dem Block in das vorgesehene Feld geschrieben und diese Seite umgeblättert, um das entsprechende Wort zeichnen. Für das Zeichen steht maximal eine Minute zur Verfügung, die mit der beiligenden Sanduhr gemessen wird.

Als nächstes wird der Block an den Nachbarn weitergereicht, der nun erraten muss, welchen Begriff sein Spielnachbarn gemalt hat. Dieser Begriff wird auf der nächsten Seite aufgeschrieben und an an den nächsten Nachbarn weitergegeben, der wiederum das neu aufgeschriebene Wort zeichnen muss. Weil jeder Spieler immer etwas zu tun hat, kommt auch keine Langeweile auf. Denn entweder sind die Spieler mit dem Raten oder mit dem Zeichnen beschäftigt und Ruhepausen oder langweilige Wartezeit gibt es bei dem Spiel nicht.

So geht es einmal reihum, ehe der eigene Spiralblock wieder in den Händen gehalten wird. Es kommt zur Auflösung des Rätsels, das meist schallendes Gelächter zur Folge hat. Denn nur ganz selten stimmen die ursprünglichen und die finalen Begriffe überein.

Das Fazit

Stille Post – Extrem macht jede Menge Spaß. Und es gilt: je mehr mitspielen, umso besser! Denn dann wird das Malen und Raten nochmals gesteigert, denn je verrückter die Kreationen sind, umso besser.

Wir haben das Spiel inzwischen mehrmals im Kreis der Familie (zwei Erwachsene und zwei Jungs im Alter von sechs und zehn Jahren) gespielt und haben kurzweilige Stunden erlebt. Auch im Kreis von Erwachsenen ist das Spiel ein großes Vergnügen, denn die mehr oder weniger stark ausgeprägten zeichnerischen Künste der Spielerinnen und Spielern haben einige Lachsalven zur Folge gehabt.

Wichtig: Das Spiel kann in der Familie mit allen Kindern gespielt werden, die zumindest lesen können. Denn ohne fremde Hilfe geht es ansonsten nicht. Das haben wir bei unserem Vorschulkind gemerkt, das bei einigen Wörtern Hilfe vom Erwachsenen benötigt hat – das tat dem Spielspaß aber keinen Abbruch.

Autor: Marc

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Ein Kommentar

  1. Wenn es eins gibt, an das ich mich während meiner Grundschulzeit zurückerinnere, dann an das Spiel „Stille Post“ (allerdings ohne zeichnen). Alle Kinder saßen im Kreis, jemand flüstet mir was ins Ohr und ich verstehe sowas wie „Pssmsztsmsssms ftsmms“. Ich schaute die Lehrerin an, sagte ich hätte null irgendwas verstanden, aber sie sagte, egal gib das weiter. Dreimal dürft ihr raten was ich meinem Nachbarkind ins Ohr geflüstert habe … „Pssmsztsmsssms ftsmms“ was sonst. Ne wat fand ich dat ein sinnloses Spiel :-o.

    LG

    Michael

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