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Pflichtsieg mit einer B-Elf: Borussia Dortmund – FC Augsburg 4:2 (1:2)

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Der Monat April ist für Borussia Dortmund der Monat der englischen Wochen. Nach dem Viertelfinal-Hinspiel in Malaga am vergangen Mittwoch stand heute das Liga-Geschäft gegen den abstiegsbedrohten FC Augsburg auf dem Programm.

Nach der Champions League ist vor der Champions League. Der FC Augsburg war nach dem torlosen Remis und verschenktem Sieg in Malaga der nächste Gegner der Borussia aus Dortmund, bevor am kommenden Dienstag im Westfalenstadion nur ein Sieg ins Halbfinale der Königsklasse führt.

Jürgen Klopp hat am Samstag Nachmittag die Rotations-Maschine im großen Stil angeworfen und fleißig gewechselt. Roman Weidenfeller, Jakub Blasczykowski und Marco Reus fehlten verletzt und Robert Lewandowski, Sebastian Kehl, Ilkay Gündogan, Lukas Pisczek und Mario Götze erhielten zunächst eine Verschnaufpause auf der Bank. Dafür liefen Mitch Langerak, Sven Bender, Nuri Sahin, Jonas Hofmann, Leonardo Bittencourt, Moritz Leitner und Julian Schieber auf.

Diese Riesen-Wechselei auf sieben Positionen, bei der nur die Vierer-Abwehrreihe unverändert geblieben ist,  war sicherlich nicht dem abstiegsbedrohten FC Augsburg geschuldet, sondern war vielmehr ein Dankeschön an die Spieler aus der zweiten Reihe und hing mit den kräfteraubenden englischen Wochen mit Champions League- und Bundesliga-Duellen zusammen. Außerdem konnten sich die Youngster um Hofmann, Leitner und Bittencourt beweisen.

Vor ausverkauftem Haus war der BVB also gewarnt gegen einen Gegner, der Platz 5 in der Rückrundentabelle belegt und alles andere als Kanonenfutter ist. Und in der Anfangsphase gab es nicht wenige Abstimmungsschwierigkeiten zwischen den schwarz-gelben Mannschaftsteilen. Nach einer Ecke von Nuri Sahin hatten Sven Bender und Jonas Hofmann die Chance zur Führung, aber der Ball segelte zweimal am Tor vorbei (10.).

Nach 22 Minuten klingelte es dann im Tor des FCA. Julian Schieber gelang sein zweiter Saisontreffer nach Vorlage von Moritz Leitner zum 1:0. Die Gäste aus Bayern blieben auch danach recht harmlos und kamen selten bis zum von Mitch Langerak gehütetem Tor. Und falls es doch einmal passierte, konnte der Australier die Schussversuche gekonnt abwehren.

Bis zur 43. Minute, als der Ausgleich wie aus dem Nichts gefallen ist und Baier mit einem Distanzschuss die erste Torgelegenheit der Augsburger direkt zum 1:1-Ausgleich verwandeln konnte. Doch es kam noch schlimmer: nur eine Minute später kassierte Langerak sein zweites Gegentor – es stand nun 1:2 aus Sicht der Dortmunder Borussen. Der Australier hat bei beiden Gegentreffen nicht gut ausgesehen.

Trotz des überraschenden Halbzeit-Rückstandes gab es beim BVB in der Pause keine Wechsel. Doch dann kamen Mario Götze und Robert Lewandowski in der 52. Minute für Leo Bittencourt und Moritz Leitner. Und der Wechsel zeigte gleich Wirkung: auf Vorlage von Hofmann und eingeleitet von Lewandowski markierte Schieber seinen zweiten Treffer zum 2:2-Ausgleich (53.).

Marcel Schmelzer leistete sich kurze Zeit später einen groben Schnitzer und ermöglichte den Augsburgern ein Sololauf Richtung Borussen-Tor. Doch die Roten waren nicht in der Lage, diese Einladung anzunehmen und erneut in Führung zu gehen. Pech für Moravec, Glück für Großkreutz, der auf der Linie retten konnte, und Dortmund im Spiel ließ. Weiter also 2:2-Unentschieden.

Nach einem Freistoß von Mario Götze konnte dann Neven Subotic in der 64. Minute das 3:2 erzielen und die wahren Kräfteverhältnisse wiederherstellen. Auch wenn mir das Spiel der Borussia nervlich einiges abverlangt und mich in ein Wechselbad der Gefühle geworfen hat, bekamen die Zuschauer im Stadion und vor dem Fernseher jede Menge für ihr Geld geboten 🙂

Robert Lewandowski hätte sich in der 70. Minute als dritter BVB-Torschütze in den Spielberichtsbogen eintragen können, wenn ihm der Schiedsrichter den Treffer wegen Abseits fälschlicherweise nicht aberkannt hätte – eine klare Fehlentscheidung des Referees. Es wäre das zehnte Spiel in Folge mit einem Torerfolg des Polen gewesen.

Julian Schieber wurde sieben Minuten vor dem Ende gegen Kapitän Sebastian Kehl ausgetauscht und von den Fans mit „Schieber, Schieber“-Rufen gefeiert. Direkt danach gab es einen schönen Angriff über Lewandowski und Hofmann mit doppeltem Doppelpass, doch Götze konnte den Abschluss nicht mit einem Tor veredeln (86.).

Die Schlussphase des Spiels erinnerte ein wenig an Sommerfußball. Die Augsburger waren im Vergleich zur ersten Hälfte alles andere als harmlos und die Borussia im Spielaufbau zu nachlässig und fahrlässig. In Verbindung mit einer mangelhaften Chancenverwertung vor dem gegnerischen Tor war die Schlussphase alles andere als entspannt für den Tabellenzweiten.

Robert Lewandowski durfte in der 92. Minute doch noch jubeln, als er nach einem Gestochere im Strafraum seinen 21. Saisontreffer markieren und zum zehnten Mal in Folge treffen konnte. Das 4:2 war damit unter Dach und Fach gebracht.

Am Ende blieb ein unnötig knapper Heimsieg für Borussia Dortmund, die für die Westfalen unter der Kategorie Pflichtsieg verbucht werden muss. Die B-Elf enttäuschte bis kurz vor der Pause nicht, doch die Einwechslung von Robert Lewandowski und Mario Götze brachte den BVB zurück ins Spiel und zum achten Sieg in der Rückrunde.

Nun gilt alle Konzentration dem Malaga CF und der Champions League am Dienstag.

Autor: Marc

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