Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Rezension: Helden für einen Sommer von Jürgen Thiem

Ein Schwerpunkt in meinem Blog Ein Ostwestfale im Rheinland sind Rezensionen von interessanten Büchern. Während es oftmals um schwarz-gelbe Fußball-Literatur geht, wird es heute blau-weiß.

Ich freue mich, dass ich mit Michael, den ich von Twitter und als Blogger kenne und schätzen gelernt habe, einen Schalker Fan gewinnen konnte. Im Hinblick auf die Rivalität auf unsere beiden Lieblings-Vereine aus dem Ruhrgebiet ist es nicht selbstverständlich, dass ein Anhänger aus Lüdenscheid-Nord einen Anhänger aus Herne-West für einen Gastbeitrag begeistern konnte. Und jetzt gebe ich direkt ab an Michael:

Das Buch „Helden für einen Sommer – Die Geschichte der besten Schalker Mannschaft aller Zeiten“ aus dem Verlag Die Werkstatt beschäftigt sich mit der Mannschaft von 1971/72. Der Gewinn des DFB-Pokales und die Vizemeisterschaft. Das war nach Einführung der Bundesliga ein riesiger Erfolg!

Helden für einen Sommer Jürgen Thiem Cover Rezension Verlag Die WerkstattUm die Geschichte vor und nach dieser hervorragende Saison besser erzählen zu können, wird die Lebensgeschichte von Herbert „Aki“ Lütkebohmert mit erzählt. Ist jener „Aki“ doch der „vielleicht kompletteste Mittelfeldspieler, den Schalke 04 je hatte“.

Es beginnt mit Herrn Lütkebohmert und endet auch mit „Aki“. Die logische Schlussfolgerung. Denn Herbert Lütkebohmert war stets jemand, der sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hat.

Und dabei war es völlig egal, ob es in der Jugend, bei Schalke oder später als Retter in der Not gewesen ist. Geld war nebensächlich. Er verdiente weitaus weniger als seine Mitspieler, obwohl er immer einer der Leistungsträger war.

Verantwortung war nichts für ihn. Naivität führte später zu großer Not. Er wollte einfach nur spielen. Der ganze Hick-Hack drum herum war nie etwas für ihn.

Auch im Bundesliga-Skandal von 1971/72 spielt Lütkebohmert eine besondere Rolle. Er hätte es melden müssen, wenn er das Geld nicht angenommen hätte. Dafür fehlte jedoch der Mut. So verwundert es den Leser auch nicht mehr, dass sich das Leben von „Aki“ nach dem Ende der aktiven Zeit rasant dem Abgrund nähert. Eine Krankheit tat das Übrige.

Mein Fazit

Es war von Lachern, Schmunzlern bis hin zu Tränen alles dabei. Es hat mich mitgerissen und vermutlich hätte man das Buch auch in einem durch lesen können.

Ob dieses Buch für jeden Fußballfan etwas ist, möchte ich hier nicht beantworten. Und trotzdem ist dieses Buch sicher hilfreich, um Wissen über diese Zeit zu erfahren.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Nexus 5, Nexus 7, BlackBerry, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.