Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Knapper, aber verdienter Arbeitssieg: Borussia Dortmund – SV Werder Bremen 1:0 (1:0)

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Nach dem überraschenden 0:0 beim FC Augsburg hatte Borussia Dortmund am 26. Spieltag den SV Werder Bremen zu Gast, der stark ersatzgeschwächt angereist war.

Jürgen Klopp brachte überraschend Ilkay Gündogan in der Anfangself für Sven Bender, der unter der Woche grippegeschwächt war. Ansonsten vertraute er der Elf, die in Augsburg das 19. Spiel in Folge ohne Niederlage beenden konnte. Die Bremer mussten unter anderem auf Tim Wiese im Tor und Claudio Pizarro verzichten. Das Spiel sollte zeigen, ob dies wirklich eine Schwächung der Grün-Weißen war.

Bevor das runde Leder rollte, gab es eine Schweigeminute zu Ehren von Timo Konietzka, der Anfang vergangener Woche in der Schweiz verstorben war. Konietzka war 1963 der erste Torschütze der frisch gegründeten Bundesliga, spielte damals für Borussia und trug maßgeblich zu den schwarz-gelben Erfolgen in den sechziger Jahren bei. Ein Banner mit „Timo Konietzka, für immer Deutscher Meister“ bekundete die Sympathien der Fans für den Schweizer und auch die Mannschaft des BVB spielte mit Trauerflor. „Timo, in unseren Herzen wirst Du immer ein Borusse sein“, bekundete Stadionsprecher Norbert Dickel im Stadion.

In der achten Minute klingelte es das erste Mal im Bremer Tor. Geburtstagskind Shinji Kagawa, der heute 23 Jahre alt wird, traf nach Vorlage von Ilkay Gündogan zur Führung und bejubelte Saisontreffer neun. Kevin Großkreutz hatte die Flanke von links auf Gündogan mit Übersicht hereingebracht. Drei Minuten später kämpfte sich Jakub Blasczszykowski durch die halbe Bremer Hintermannschaft, doch sein kräftiger Abschluss strich rechts am Kasten vorbei.

Dortmund bestimmte die Begegnung klar und rückte weit in der Werder-Hälfte vor. Selbst Mats Hummels konnte einige offensive Ausflüge unternehmen. Kagawa hätte in der 24. Minute fast das 2:0 erzielt – wenn der linke Pfosten nicht für die Bremer gerettet hätte. Es war der zwölfte Latten- oder Pfostenschuss des BVB, nur die Bremer sind mit 15 Fehlschüssen in dieser Statistik vor den Borussen platziert. Sebastian Kehl war in der 35. Minute der zweite Dortmunder, der – diesmal per Kopf – nur das Aluminium traf.

An der 1:0-Führung des Tabellenersten zur Halbzeit überraschte eigentlich nur der -zumindest nach Toren – hauchdünne Vorsprung des BVB, denn die Überlegenheit der Schwarz-Gelben war phasenweise mit „erdrückend“ noch vorsichtig umschrieben. Hinzu kamen noch die beiden Alu-Treffer von Kagawa und Kehl, die das Ergebnis auf 3:0 hätten schrauben können.

Die zweite Halbzeit begann direkt wunderbar für die Dortmunder, den Kagawa hatte den zweiten Treffer nur 45 Sekunden nach Wiederanpfiff auf dem Fuß. Anschließend spielten allerdings die Werderaner überraschend offensiv auf und kamen mehrmals vor das Tor von Roman Weidenfeller, allerdings selten mit gefährlichen Aktionen. In der 54. Minute scheiterte Kagawa Shinji das dritte Mal in aussichtsreicher Position.

Werder Bremen war im Vergleich zur ersten Hälfte nicht wiederzuerkennen. Die Norddeutschen spielten mutiger nach vorn und ließen sich immer seltener den Schneid abkaufen. Lukas Pisczek tankte sich in der 66. Minute bis zum Strafraum vor, doch sein Schuss wurde zur Ecke abgelenkt. Der altbekannte Makel „Chancenverwertung“ hatte erneut Einzug ins ausverkaufte Westfalenstadion gehalten.

Die atemberaubende Überlegenheit von Borussia Dortmund in der ersten Halbzeit war in den zweiten 45 Minuten Geschichte. Die personell arg gebeutelten Bremer konnten ihr Spiel deutlich besser aufziehen und waren dem Ausgleich nah. Um frisches Blut in die Partie zu bringen, wechselte Klopp doppelt. Ilkay Gündogan und Kevin Großkreutz machten in der 74. Spielminute Platz für Sven Bender und Ivan Perisic.

15:3 Torschüsse nach knapp achtzig Minuten ließen trotz der eher schwachen zweiten Hälfte wenig Zweifel an der Dortmunder Dominanz. Dennoch zehrte das Spiel insbesondere in der letzten Viertelstunde arg an den Nerven der Borussen-Fans, denn mit etwas mehr Konsequenz hätten die Grün-Weißen den Ausgleich markieren können. Kuba ging eine Minute vor dem Ende vom Platz und wurde gegen Patrick Owomoyela ausgetauscht.

Schlussendlich wurde der knappe, aber verdiente Heimsieg über die Zeit gebracht und die Punkte 57 bis 59 in der Tabelle eingefahren. 20 Spiele ohne Niederlage bedeuten einen neuen Vereinsrekord für Borussia Dortmund. Am Dienstag geht es im Halbfinale des DFB-Pokals bei Greuther Fürth um den Einzug in das Finale am 12. Mai in Berlin.

Autor: Marc

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5 Kommentare

  1. Hurra wieder drei Punkte mehr und langsam nähert man sich dem Meistertitel, fehlt nur noch ein Sieg beim kommenden Spiel im Pokal und Dortmund steht im Kampf um zwei Titel! Haben es sicher verdient diese Saison, es steckt ja auch eine Top Leistung dahinter. Werde weiterhin unseren Jungs die Daumen drücken, denn verdient haben sie es sich wirklich!
    lg vronismus

  2. Forza BVB! Jetzt heißt es Chancen besser nutzen, und dann klappt es hoffentlichhoffentlichbittebitte auch gegen die Bayern.

  3. Pingback: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin – DFB-Pokal Halbfinale: SpVgg. Greuter Fürth – Borussia Dortmund 1:0! (0:0) > Borussia Dortmund > BVB, DFB-Pokal, Halbfinale, SpVgg Greuter Fürth

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