Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Ein Notebook von Cyberport mit QWERTY-Tastatur

Mein Desktop-PC ist alt. Sehr alt, um genau zu sein. Als Betriebssystem rattert Windows XP vor sich hin und der Blue Screen ist oft bei mir zu Gast.

Aus diesem Grund habe ich mich mit einer Neuanschaffung eines Rechners auseinandergesetzt. Für mich kam anfangs nur erneut ein Desktop-PC in Frage. Doch nach dem Studium zahlreicher Tests und Ratgeber stellte ich mir die Frage, wieso ich an einem Desktop-Rechner festhalte. Denn ich benötige den Computer zum Schreiben und Lesen und Rechnen – überwiegend online natürlich. Games spiele ich so gut wie nie auf dem PC, dafür habe ich ein iPad, eine Nintendo Wii und ein Nintendo DS sowie mein Smartphone.

Also benötige ich ein Gerät, mit dem ich die klassischen Multimedia-Aufgaben bewältigen kann: Internet, Fotobearbeitung, Bloggen und Videos schneiden. Dafür ist auch ein Notebook geeignet, das außerdem noch weniger Platz als ein Rechner auf meinem Schreibtisch benötigt. Schwups, die Bewusstseinsänderung war herbeigeführt.

Ein neues Notebook von Cyberport

Es sollte also ein Notebook sein. Als Mindestanforderung hatte ich einen Speicher von vier Gigabyte, mindestens 500 GB Festplatte und eine vernünftige Grafikkarte festgehalten. Das Display sollte mindestens 15 Zoll groß sein. Nach einigem Suchen bin ich auch das Notebook Packard Bell EASYNOTE TS44HR-196GE in der Farbe weiß gestoßen, das sogar einen Core i5-Prozessor, 8 GB Speicher und eine 750 GB Festplatte an Bord hat.

Weil mir der Preis von 677,- Euro bei amazon.de zu hoch war, habe ich im Internet gestöbert und das gleiche Gerät bei cyberport.de für 589,- Euro – also 88,- Euro günstiger – entdeckt und am vergangenen Donnerstag bestellt. Der Versand zog sich ein wenig in die Länge, doch am Montag konnte ich abends das Paket öffnen. Das Notebook machte einen guten Eindruck und gefiel mir ausgesprochen gut. Also das Netzkabel angeschlossen und den ersten Probelauf gestartet. Einen Namen für den Rechner vergeben, Windows 7 booten lassen und die Registrierung des Betriebssystems initieren. Doch dann stockte ich, als es darum ging, meinen Nachnamen einzutippen. Wo waren die Umlaute auf der Tastatur geblieben?

Die QWERTY-Tastatur von Cyberport

QWERTY Tastatur cyperport Packard Bell EASYNOTE TS44HR-196GE Fail

Ich habe offensichtlich eine QWERTY-Tastatur, also eine nicht-deutsche Ausgabe erhalten. Es war zum Haareraufen! Ich habe mir direkt mein Smartphone geschnappt und eine E-Mail an den Support von Cyberport gesendet. Darüber hinaus fiel mir ein, dass der Hardware-Händler womöglich einen Twitter-Account hat, den ich kontaktieren kann. Bingo! Unter @cyberport_de habe ich abends um halb sieben noch einen Verantwortlichen erwischt, dem ich mein Problem schildern konnte.

Cyberport und Twitter

Der Mitarbeiter des Twitter-Accounts von Cyberport war sehr engagiert und hat sich von Montag Abend (erste Kontaktaufnahme) bis Dienstag Nachmittag rührselig um mein Anliegen gekümmert und mir immer wieder neue Sachstandsmeldungen mitgeteilt. Das war in meinen Augen sehr professionell und kundenorientiert.

Über den Twitter-Kanal habe ich auch erfahren, dass vermutlich beim Hersteller beim Verpacken der Notebooks ein Fehler unterlaufen ist und die falsche Tastatur in den falschen Karton gepackt worden ist. Dies sei aber ein Einzelfall und ich könne beruhigt ein neues Gerät bestellen.

Cyberport und E-Mail-Support bei Reklamationen

Weniger kundenorientiert war der E-Mail-Verkehr mit Cyberport. Der Versand des kostenlosen Rücksendeaufklebers hat gut geklappt. Als ich dann aber Details einer Neubestellung klären wollte und aufgrund der Fehlerkonstellation den kostenlosen Express-Versand vorgeschlagen hatte, war es vorbei mit der Kundenorientierung bei Cyberport:

… Des Weiteren bitten wir vielmals um Ihr Verständnis, da eine kostenfreie Expresslieferung bedauerlicherweise nicht möglich ist.

Weil ich mir vorstellen konnte, dass es sich dabei nur um ein Missverständnis gehandelt hat, habe ich mich erneut an den Twitter-Kanal von Cyberport gewendet und mich über die Antwort gefreut:

Das war Dienstag mittags gegen 12 Uhr. Nachdem ich bis zum Abend nicht die in Aussicht gestellte Antwort vom Leiter des Vertriebs erhalten habe, war meine Geduld aufgebraucht. Ich habe mich anderweitig umgeschaut und jetzt ein 17,3 Zoll-Notebook bei der Konkurrenz gekauft.

Mein Fazit zum Kundenservice von Cyberport

Schade, Cyberport, dass meine erste Bestellung bei Euch gleich in mehrfacher Hinsicht schief gelaufen ist. Sicherlich kann einmal etwas beim Versand oder im Lager schief gehen. Doch dass die Schadensbereinigung anschließend so wenig kundenorientiert abläuft, ist mehr als bedauerlich. So könnt Ihr mich nicht als Kunden gewinnen.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Nexus 5, Nexus 7, BlackBerry, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

10 Kommentare

  1. Na, ob das jetzt die bessere Wahl ist, an Stelle des PB…

  2. Das ist ja echt blöd gelaufen. Also ich hatte mein Notebook auch bei Cyberport bestellt und bei mir lief alles super. Auch als mein Notebook ne Macke hatte, wurde es abgeholt, repariert und mir heil wiedergebracht. Allerdings lief das über den Samsung Service!

  3. Die Medion Notebooks sind nicht schlecht, nur ist er von der Hardware halt “etwas” schlechter … u.a. i3.
    Für Videobearbeitung etc. wäre schon ein etwas besserer Prozzi besser gewesen.

    Ich denke halt immer, wenn ein Notebook gekauft werden soll / muss, sollte nicht an der Hardware gespart werden, da ein Notebook für mich länger in der Konfiguration halten soll als ein Desktop PC.

    Wünsche Dir aber viel Spaß mit deinem neuen Spielzeug ^^

    • Vielen Dank – ich bin gespannt auf meine Erfahrungen, da es mein erstes Notebook von Medion ist. Die ersten Schritte gestern waren auf alle Fälle um Längen besser als meine alte Windows XP-Kiste.

  4. Mal ganz doof gefragt: wenn schon iPad, warum dann keinen Mac?

  5. Ui, die erste Bestellung und dann gleich ein Fehler, der ja behoben wurde (Rücksendung), aber eben nicht zuende durchdacht.
    In der heutigen Zeit ist man auf Rechner, sei es nun ein Desktop oder auch ein Notebook, angewiesen.
    Kleiner Tipp meinerseits: Hol Dir eine Docking-Station und einen Monitorständer, so dass Du das Notebook quasi, sofern gewünscht, unter einem Monitor auf dem Tisch nutzen kannst und die Möglichkeit hast, einen Monitor zu nutzen, der ja ggf. größer ist als das Display des Notebooks.

    Lieben Gruß

    Michael