Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Rezension: EIN Verein – SIEBEN Schalen – FÜNFUNDACHTZIG Geschichten von Uwe Schedlbauer

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Es gibt viele Bücher über den Deutschen Meister 2011 Borussia Dortmund. Einige sind kurzweilig, andere eher langweilig. Und es gibt ganz besondere Bücher.

Dazu zählt in meinen Augen auch der Band EIN Verein – SIEBEN Schalen – FÜNFUNDACHTZIG Geschichten von Uwe Schedlbauer. Denn das Besondere an dem Buch ist, dass nicht die Meistersaison minutiös dokumentiert ist, sondern dass bekannte und unbekannte Fans der Dortmunder Borussia zu Wort kommen. Jeder Schwarz-Gelbe schreibt auf einer Buchseite über seine ganz persönlichen Meister-Erlebnisse aus den fünfziger, sechziger und neunziger Jahren. Und natürlich fehlen auch die Meisterschaften 2002 und 2011 nicht.

Blundus Media Cover Ein Verein Sieben Schalen Fünfundachtzig Geschichten Uwe Schedlbauer RezensionDer bunte Reigen der Anekdoten und Erlebnisberichte beginnt mit Torhüter Roman Weidenfeller, der von dem Jubel des vergangenen Jahres erzählt, setzt sich fort über Kevin Großkreutz und Bruno „Günna“ Knust (dem wir die wunderbare Hymne Borussia zu verdanken haben) bis hin zu Claus Dieter Clausnitzer, der auch schon an anderer Stelle seine Liebe zum BVB dokumentiert hat.

Doch nicht nur die Artikel der Prominenten sind lesenswert. Insbesondere die Fans wissen von vielen spannenden, emotionalen und auch skurillen Erlebnissen mit ihrem Verein zu berichten.

Der Großteil der Berichte beziehen sich natürlich auf den Meistertitel 2011. Doch auch die erste Meisterschaft nach 32 Jahren Durststrecke im Jahre 1995 wird häufig als Thema gewählt. Die „erkaufte“ Meisterschaft mit Amoroso & Co. 2002 ist hingegen bei vielen Fans nur eine Randnotiz. Und das beweist, wie die Schwarz-Gelben ticken: wir lieben ehrlichen Fußball mit Liebe und Leidenschaft. Zweifelsfrei zählen die Titel in den neunziger Jahren und der genauso überraschend wie auch hochverdiente Titelgewinn im vergangenen Jahr deshalb zu den „all time favourites“.

Beim Lesen des Buches ist mir bewusst geworden, dass ich vier der bisher sieben Meisterschaften genießen durfte, seitdem ich 1990 vom schwarz-gelben Fieber gepackt worden bin: 1995, 1996, 2002 und 2011 – und außerdem den ersten Sieg einer deutschen Mannschaft in der Champions League 1997, das Finale im Uefa-Cup 2002 sowie das DFB-Pokalfinale 1998. Hach!

Mein Fazit

Das Buch ist ein wunderbares Leseerlebnis. Jede Erzählung der schwarz-gelben Fans geht über eine Seite und jeder Bericht ist für sich etwas ganz Besonderes. Beim Lesen der kurzweiligen Anekdoten habe ich regelmäßig eine Gänsehaut bekommen, weil ich unweigerlich an meine Fan-Erlebnisse, insbesondere als Dauerkartenbesitzer in den Neunzigern, denken musste.

EIN Verein – SIEBEN Schalen – FÜNFUNDACHTZIG Geschichten ist wirklich ein ganz besonderes Meisterschaftsbuch und hebt sich wohltuend von dem Einheitsbrei der üblichen Veröffentlichungen ab. Es handelt sich um ein abwechslungsreiches Tagebuch, das vielfältiger nicht sein kann. Profis von Borussia Dortmund kommen genauso zu Wort wie der Fan von nebenan. Künstler und andere Prominente berichten von ihrem schwarz-gelben Herz genauso wie Dortmunder Urgesteine. Ich liebe das Buch, fängt es doch so zahlreiche Facetten der Meisterschaften wie kein Buch vor ihm ein.

Das im Blundus Media Verlag erschienene Buch versammelt wunderbare Gänsehaut-Momente am laufenden Band und ist damit prädestiniert, nicht nur einmal zum Schmökern in die Hand genommen zu werden.

Wer Gänsehaut-Momente und Borussia Dortmund liebt, wird auch dieses Buch lieben.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

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