Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Arbeitssieg im Eisschrank: 1. FC Nürnberg – Borussia Dortmund 0:2 (0:0)

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Das dritte Bundesligaspiel der Rückrunde führte Borussia Dortmund in den Eisschrank nach Nürnberg. Bei Temperaturen um 16 Grad Minus war ein reguläres Fußballspiel in weiter Ferne.

Doch die Dortmunder hatten schon vor mehr als zwei Jahren beim Kälte-Sieg gegen Freiburg unter Beweis gestellt, dass sie bei eisigen Temperaturen gewinnen können. Und ein Sieg bei den Franken war auch heute Abend das Ziel, um zumindest bis morgen als Tabellenführer das Wochenende einzuläuten.

Als der Anpfiff um halb neun ertönte, waren es exakt minus 09 Grad – wenn das kein gutes Omen sein sollte. Jürgen Klopp vertraute der gleichen Elf wie beim insbesondere zu Beginn fulminanten 3:1-Sieg gegen Hoffenheim.

I m ersten Spiel nach der Vertragsverlängerung von Trainer Jürgen Klopp und Sportdirektor Michael Zorc bis 2016 wurde es schon nach fünf Minuten kritisch, als ein Nürnberger im Dortmunder Strafraum leicht touchiert und der FCN auf Strafstroß reklamiert hatte. Doch das Spiel lief ordnungsgemäß weiter.

Pech dann in der siebten Minute, als Robert Lewandowskis aussichtsreicher Lauf auf das gegnerische Tor wegen Abseits unterbrochen worden ist. Nach zehn Minuten standen bereits drei Nürnberger Ecken zu Buche und Shinji Kagawa rettete in letzter Sekunde auf der Linie für den bereits geschlagenen Roman Weidenfeller. Fußball verkehrt im Frankenstadion! Der BVB macht das Spiel, die Nürnberger haben die Chancen.

Nach einer Viertelstunde stand fest, dass die Hausherren aggressiv agieren und bislang erfolgreich gegen den Deutschen Meister gegenhalten konnten. Der BVB hatte Probleme, mit dem Spiel des Gegners klar zu kommen und Roman Weidenfeller war alles andere als beschäftigungslos. Die bis dahin beste Chance im Spiel hatte aber Torjäger Robert Lewandowski in der 21. Minute, doch im Spiel Eins gegen Eins zog er gegen Nürnbergs Schäfer den Kürzeren.

Schlecht lief es auch für Sven Bender, der nach einem Foul an der Seitenlinie in der 19. Minute verletzungsbedingt vom Platz musste. Für ihn kam nicht Ilkay Gündogan gegen seinen alten Klub zum Einsatz, sondern Youngster Moritz Leitner (22.). In der 26. Minute gab es die zweite dicke Chance für Schwarz-Gelb: Lewandowski legt ab auf Kevin Großkreutz, doch dieser verzieht den Ball deutlich. Zwei Minuten später war es Kagawa, der sich gekonnt im Strafraum durchsetzen konnte, doch Lewandowski verfehlte knapp.

Eine sensationelle Parade von Nürnbergs Schlussmann verhinderte das 1:0 von Lewandowski (34.) und spätestens jetzt war jedem klar, dass der BVB endlich ins Spiel gekommen war. Davon zeugte auch der Außenrist-Kick von Kagawa, der in der 36. Minute von Schäfer auf der Linie gehalten werden konnte. Nach 45 Minuten stand fest, dass Nürnberg ein unangenehmer Gegner war, der sich perfekt in Szene gesetzt und den Dortmundern das Leben schwer gemacht hat.

Unverändert kamen beide Mannschaften aus der Kabine. Und der Auktakt lief ganz nach Maß für Borussia. Nach der Pause bewies erst Moritz Leitner Weitblick mit seiner Traum-Flanke auf Lukas Pisczek, dann Pisczek Überblick mit seiner Rückgabe auf Sebastian Kehl und schlussendlich Kapitän Kehl Durchsetzungskraft mit dem erlösenden 1:0 (48.). In der 63. Minute brandete erneut Jubel im Gästeblock auf, doch das 2:0 von Lewandowski wurde wegen Abseits die Anerkennung verwehrt.

Doch der Führungstreffer gab den Gästen nicht die erwartete Sicherheit. Die Franken blieben weiterhin brandgefährlich und forderten der Dortmunder Defensive einiges ab. Jürgen Klopp wechselte in der 7 Minute zum zweiten Mal. Für den glücklosen Lewandowski, der zum zweiten Mal in einem Spiel ohne Torerfolg geblieben ist, kam Lucas Barrios auf das Feld.

Und es war die richtige Entscheidung. Denn der Torjäger der vergangenen Saison erzielte im dritten Anlauf das 2:0, nachdem zuvor Großkreutz und Kagawa gescheitert waren. Es war Barrios‘ erster Saisontreffer und damit die Vorentscheidung beim FCN. Kagawa traf zwar nach 84 Minuten zum 3:0, doch erneut verhinderte eine Abseitsstellung die Anerkennung des Tores. Ilkay Gündogan durfte dann noch zwei Minuten vor dem Spielende für Jakub Blasczykowski auf den Platz.

Mit dem sechsten Auswärtssieg baute Borussia Dortmund seine Serie auf 14 ungeschlagenen Spiele aus und grüßt nach dem Arbeitssieg im Kühlschrank von Franken zumindest bis morgen von Rang eins in der Tabelle. Endlich ist es auch mal wieder gelungen, eine Begegnung „zu Null“ zu beenden, nachdem in Hamburg und gegen Hoffenheim unnötige Gegentore kassiert worden sind.

Autor: Marc

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