Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Ein Besuch beim Zahnarzt

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Ich mag den Besuch beim Zahnarzt. Denn meine Zähne sind top in Schuss und der jährliche Kontrolltermin ein Klacks.

Dachte ich zumindest bislang immer. So wie am vergangenen Donnerstag, als ich um 17 Uhr zum jährlichen Kontrolltermin bei Dr. Artujanz in Büttgen gefahren bin. Dr. Artujanz ist seit zwei Jahren der Nachfolger von meinem früheren Zahnarzt Dr. Hütz, der die Praxis altersbedingt aufgegeben hat.

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Seitdem wir in Büttgen wohnen, bin ich Patient in dieser Praxis. Und mein Bonusheft der Krankenkasse belegt, dass der erste Besuch noch im alten Jahrtausend gewesen ist. Meist waren die Besuche unspektakulär. Ich habe noch einige Amalgam-Füllungen gehabt, die sukzessive gegen Kunststoff ausgetauscht worden sind. Und außer Zahnstein – kein Wunder bei meinem Kaffeekonsum – waren keine größeren Eingriffe nötig.

Bei dem Kontrolltermin habe ich erfahren, dass ich 2001 eine Wurzelbehandlung bekommen habe. Und exakt dieser Zahn ist zehn Jahre später wieder auffällig geworden. Ein Röntgen des Backenzahn brachte es an den Tag: unterhalb des Wurzelkanals hat sich eine Zyste gebildet, die nicht gerade klein ist. Autsch! Autsch auch deshalb, weil ich keine Beschwerden an dem Zahn gespürt habe. Zumindest fast keine. Ich habe den temporären pochenden Schmerz immer auf meine Wetterfühligkeit der Zähne geschoben.

Der Zahn kann auf drei Wegen behandelt werden: medikamentös (Wurzelkanal-Revision, das bedeutet, es wird der Wurzelkanal gereinigt und ein Medikament eingelassen – in der Hoffnung, dass die Bakterien bekämpft und die Zyste sich zurückbildet), und falls das nicht hilft, wird die Wurzelspitze von eimem Kieferchirurgen gekappt (Resektion). Sofern auch dieser Eingriff keine Wirkung zeigt, muss der Zahn raus.

Keine guten Aussichten, wenn ihr mich fragt. Aber im Schlechten gibt es auch etwas Gutes. Ich habe bemerkt, dass der Zahnarzt genau der Richtige ist. Mir gefällt an Dr. Artujanz, dass er alles eingängig und ausführlich erklärt. Und natürlich gefällt mir besonders, dass er erst den komfortableren Weg wählt und es medikamentös probieren möchte. Das kann klappen, muss aber nicht klappen. Dann kommt halt Stufe 2 mit dem Einschnitt und Kappen des Wurzelkanals *schluck*.

Anfang Januar 2012 wird die Revision der Wurzelfüllung vorgenommen und das Medikament eingesetzt. Zu allem Unglück habe ich mich auch noch auf eine PZR, eine professionelle Zahnreinigung eingelassen, die als dritter Termin Ende Januar 2012 ansteht. Kann ein Jahr besser beginnen?

Autor: Marc

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3 Kommentare

  1. Drücke dir die Daumen.
    Hatte auch mal eine Zyste unter den beiden unteren Schneidezähnen … NOTFALL.
    Zähne mussten sofort raus … ich dachte mir auch, wie kann das denn kommen – hatte keine Schmerzen etc. – Man meinte, es kann von meinem Sturz als Kleinkind kommen, wo ich mal die Treppe „hochgefallen“ bin und mir die Zähne aufgeschlagen habe. 25 Jahre später wurde mir das wohl zum Verhängnis.
    Jedenfalls habe ich jetzt eine Brücke, weil die Zyste schon viel zu groß war 🙁

  2. Kenne das…. Echt ätzend und ekelhaft…
    Auch solche Jahresanfänge sind mir geläufig..

  3. Pingback: Wieso haben Menschen Angst vor dem Zahnarzt? > Persönliches > Angst, Büttgen, Dr Artujanz, Spritze, Wurzelkanal, Wurzelspitzenresektion, Wurzelspitzenrevision, Zahnarzt

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