Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Besuch des Bundesliga – Spitzenspiels Gladbach gegen Dortmund

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Als ich im Sommer 2011 die Karten für das Spiel Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund im Dezember des gleichen Jahres bestellt habe, hätte ich mir nicht erträumt, dass bei dieser Begegnung der Tabellenzweite aus Gladbach den Ligaprimus zu Gast hat.

Sicherlich musste ich kein Prophet sein, um Dortmund einen Platz in der oberen Tabellenhälfte zuzutrauen. Aber dass die in der vergangenen Saison erst in allerletzten Sekunde geretteten Fohlen die Liga in der neuen Spielzeit so überraschen, hatte ich nicht auf dem Zettel.

Umso schöner war es, dass das Spitzenspiel im Borussiapark Liams erstes Livespiel seiner geliebten Borussia aus Dortmund sein sollte. Ich war bereits den gesamten Samstag Vormittag tierisch nervös und aufgeregt. Denn auch ich war bereits eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr live im Stadion dabei, wenn meine schwarz-gelben Helden um Punkte und Tore gekämpft haben. Meine letzte Live-Begegnung war auch im Gladbacher Stadion. Und nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass mein erstes Spiel des BVB in Gladbach noch am legendären Bökelberg ausgetragen worden ist und wir uns damals mit einem 1:1 zufrieden geben mussten. Das war Anfang dieses Jahrtausends und damit schon einige Zeit her.

Weil es von Kleinenbroich nach Mönchengladbach zum Stadion nur knapp dreißig Kilometer sind, fuhren Liam und ich erst um zwanzig vor zwei los. Der einsetzende Regen war dafür verantwortlich, dass wir uns viel Zeit lassen konnten, weil wir wenig Lust verspürten, den Sportpark noch näher zu begutachten. Vor der Abfahrt präparierten wir das Auto mit dem BVB-Schal und intonierten die Dortmunder Fußballlieder. Einigen Baustellen war es zu verdanken, dass wir erst gegen halb drei auf dem Parkplatz P4 angekommen sind. Satte fünf Euro kostete uns das Vergnügen – aber immerhin besser, als mit dem Shuttle-Bus vom Hauptbahnhof zur Sportstätte gekarrt zu werden.

Der Regen wurde heftiger und begleitete uns bis zum Stadiontor. Vor dem Stadion empfing uns eine Mischung aus grün-weißen und schwarz-gelben Schals und Trikots – von denen uns die letztgenannten natürlich besser gefallen haben. Wir stiefelten von der Nordseite des Parks an das andere Ende, um Einlass in den Block 4A zu erhalten. Als wir die Stufen erklommen und den Block betreten hatten, schauten wir gegen halb drei auf ein halbleeres Rund und setzten uns auf unsere Plätze. „Ich kann besser gucken, als ich gedacht habe“, meinte mein Ältester und war mit dem Platz mehr als zufrieden.

Anschließend kamen die Spieler auf den Platz, um sich warm zu laufen. Ich war erstaunt, dass Liam jeden Dortmunder Akteur inklusive Übungsleiter Klopp auf die Entfernung erkennen konnte. Und dann war es auch schon soweit. Der Stadionsprecher stellte die Mannschaftsaufstellungen vor – und mein Sohn war irritiert, dass jeder Gladbacher Spieler mit Nachnamen *****loch heißt 🙂

Zum Spiel selbst gibt es nichts Neues mehr zu sagen, ich hatte hier bereits die Fakten zusammengefasst. Dortmund hätte mit ein wenig Glück aus seiner Dominanz einen Sieg nach Hause bringen können, doch am Ende konnte sich keines der beiden Teams über das Unentschieden beschweren. Es war ein kurzweiliges und interessantes Spiel, das keine Langeweile aufkommen ließ. Weil Liam und ich inmitten eines Dortmunder Fan-Pulks Platz genommen hatten, konnten wir unsere Mannschaft besonders stimmgewaltig unterstützen, ohne böse Blicke zu entern.

Und auch zur Halbzeitpause blieben uns lange Schlangen vor den Catering-Ständen erspart, weil wir rechtzeitig Richtung Bratwurststand gestiefelt sind. Denn die vor fett triefende Stadion-Bratwurst in der Halbzeit wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Mit dem 1:0 von Robert Lewandowski im Rücken schmeckte die Wurst natürlich gleich doppelt lecker.

Nach dem Spiel wurde es dann aber laaaaangweilig. Obwohl wir um 17:40 Uhr den Parkplatz P4 erreicht hatten und im Auto Platz genommen hatten, dauerte es mehr als eine halbe Stunde, bis war das Stadiongelände verlassen konnten. Nach weiteren 45 Minuten sind wir dann erst zuhause angekommen – immerhin rechtzeitig, um das Gipfeltreffen Borussia gegen Borussia in der Sportschau Revue passieren zu lassen. Die gesamte Strecke von daheim ins Stadion ist nicht einmal 16 Kilometer lang:


Größere Kartenansicht

Liam war sehr glücklich nach seinem ersten Stadionbesuch und freut sich schon jetzt auf eine Wiederholung. Vielleicht haben wir Glück und es gelingt mir, für die Rückrunde Karten im Fußballtempel Westfalenstadion für uns beide zu ergattern.

Autor: Marc

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7 Kommentare

  1. Eine weitere Gelegenheit für Dich und Deinen Sohn wäre auch der „Stadtwerke Wintercup“ am 15.01.2012 in der Esprit-Arena. Dort treten neben der Fortuna und dem BVB auch noch Werder Bremen und Gladbach an.
    Ich war im letzten Jahr dort und aufgrund des geschlossenen Stadiondachs kann man auch zu der Jahreszeit entspannt dort Fußball schauen.

  2. Kommt darauf an, wie das Pokalspiel ausgeht 🙂
    Ich werde das spontan entscheiden. Es gab im letzten Jahr noch genügend Karten an der Tageskasse.

    Du hast übrigens am 30.11.1999 geantwortet. Scheint etwas an den Datumseinstellungen nicht zu stimmen.

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