Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Das war Ostwestfalen im Herbst 2011

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Vor einer Woche begann der Urlaub mit meinen Kids in Ostwestfalen. Jetzt, acht Tage später, sitze ich in der NordWestBahn und fahre zurück ins Rheinland.

Eben noch habe ich die Koffer aus dem Gästezimmer nach unten ins Auto getragen, eben noch hat uns mein Vater zum Bahnhof nach Ottbergen gebracht. Auf meinen Vorschlag, schon direkt wieder nach Hause zu fahren, ist er nicht eingegangen. Vielmehr wollte er die Viertelstunde bis zur Ankunft des Zuges warten und die letzten gemeinsamen Minuten mit den Kindern zu genießen. Zu meinem Leidwesen.

Denn ich mag Abschiede nicht. Sie treiben mir die Tränen in die Augen und machen mich sentimental. Schon in Amelunxen, meiner alten Heimat, habe ich mich mit einer Träne im Knopfloch von meiner Mum verabschiedet. Und insgeheim gegrübelt, wieso die Woche so schnell vorüber gegangen ist. Und jetzt sitze ich – immer noch gerührt – in der Bahn und denke über die schöne Woche nach, die ich so intensiv gelebt und erlebt habe.

Wir haben gemeinsam mit meinem Dad Kies vom Kieswerk in Höxter geholt, sind gemeinsam mit meinen Eltern durch den Zauberwald Amelunxen gestreift,

haben mit Borussia Dortmund beim Unentschieden in Stuttgart gebangt und den Sieg gegen Piräus gefeiert, haben das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald besucht, sind Zeitzeugen im Freilichtmuseum Detmold geworden, haben meiner Tante im Kindergarten einen Besuch abgestattet und Allerheiligen-Gestecke auf den Friedhof gebracht. Liam hat mit meinem Bruder und meiner Schwägerin das Hochmoor im Solling erkundet, wir alle haben mit meinem Dad einen Weihnachtsbaum ausgesucht, einen leckeren Eisbecher verspeist, ausgiebig ausgeschlafen und uns gut erholt.

Das war die Woche in Ostwestfalen. Und je schöner die Erlebnisse sind, umso trauriger ist und umso schwieriger fällt der Abschied. Doch die Kinder treiben mir die trüben Gedanken aus dem Kopf, die wieder Oberhand ergreifen wollen. Als ich sie frage, ob sie traurig sind, dass wir Omi und Opi jetzt verlassen haben, antworten sie: „Nein, wir sehen Omi und Opi ja bereits am kommenden Mittwoch wieder“, denn in dieser Woche feiert Luke seinen fünften Geburtstag.

Das ist eine der Lektionen, die wir von Kindern lernen können: Kinder schauen immer nach vorn, in die Zukunft gerichtet, und selten zurück. Das Leben ist schön.

Autor: Marc

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