Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Test iPad – App: Der zerstreute Pharao HD von Ravensburger

Das iPad von Apple erfreut sich nicht nur bei erwachsenen Nutzern großer Beliebtheit. Auch meine beiden Kids nutzen das Tablet.

Verständlicherweise stehen Spiele und interaktive (Wimmel-) Bücher bei dem 4-jährigen und dem 8-jährigen Jungs hoch im Kurs. Die iPad-konforme Umsetzung von Brettspielen ist allerdings ein Feld, das noch ausreichend Platz für Optimierung bietet – was nichts anderes heißt, als dass das Angebot bislang eher dürftig für Kinder ist.

Nachdem der Spieleverlag Ravensburger bislang Bestnoten im Segment der Brett- und Familienspiele einstreichen konnte (davon zeugen zahlreiche wichtige Spiele-Preis wie “Das Spiel des Jahres”), ist der Verlag auch im Bereich der digitalen Medien aktiv und erfolgreich.

Wie ein Brettspiel erfolgreich auf das iPad transformiert wird, beweist Ravensburger mit der sehenswerten und spielenswerten App “Der zerstreute Professor HD“, die es für 3,99 im AppStore von Apple zu kaufen gibt. Das zugrunde liegende Brettspiel gibt es bereits seit einigen Jahren im Handel und erfreut sich dort großer Beliebtheit.

Das Spiel und das Spielziel

Ramses II, Tutenchamun, Cheops – alle großen Pharaonen haben ihre Reichtümer bei ihren Pyramiden versteckt. So auch: „Der zerstreute Pharao“.  Doch der schusselige Herrscher braucht Ihre Hilfe! Er hat zahlreiche Schätze gesammelt und sie alle vor Dieben versteckt – doch leider weiß er selbst nicht mehr: Wo genau?

Nun: Wer suchet, der findet! Schieben Sie sich Ihren Weg durch die Pyramiden und finden Sie die königlichen Kostbarkeiten des Pharaos. Es gilt, sich jeden Fundort gut einzuprägen, auf Ereignisse wie ‚Sandstürme’ und ‚Skorpione’ zu achten, sowie die Chancen von ‚Superkräften’ und ‚Duellen’ richtig zu nutzen.

Der zerstreute Pharao HD Ravensburg Setting

 Unser Testeindruck

Liest sich die Beschreibung des Spiels noch recht leicht, steckt der Teufel im Detail. Insbesondere für mich als Erwachsenen – und anscheinend fehlendem “Memory-Gen” war es schwierig, die gesuchten Gegenstände in der Pyramide zu finden. Viel leichter hatten es meine beiden Söhne, die ohne großes Anlernen in die Partie starten konnten.

“Das habe ich schon mal im Kindergarten gespielt”, war das Erste, was Luke, mein vierjähriger Sohn bemerkt hatte, als ich ihm die leicht verständlichen Regeln erläutern wollte. Doch auch das war überflüssig, denn diese kannte er bereits.

Nachdem ich alle drei Spieler auf dem iPad registriert hatte (das Einrichten empfand ich ein wenig als “fummelig”), konnten wir mit der ersten Partie starten. Links auf dem Feld ist der Stapel mit den Karten, deren Symbole im Spielverlauf unter den Pyramiden identifiziert und geborgen werden müssen. Jeder Spieler darf solange ziehen, bis er auf einen Gegenstand trifft. Handelt es sich um den gesuchten Gegenstand, bekommt der Entdecker die Punkte gutgeschrieben. Ist er es nicht, ist der Nächste an der Reihe.

Der zerstreute Pharao HD Ravensburg Spielfeld

Zusätzliche Spannung kommt auf, wenn es Sonderereignisse gibt. Ein Sandsturm kann beispielsweise das Spielfeld um 90 oder 180 Grad drehen und damit den Spielverlauf regelrecht “auf den Kopf” stellen. Oder ein Skorpion sorgt dafür, dass erreichte Punkte wieder abgegeben werden müssen.

Untermalt wird das Spiel von stimmungsvoller, ägyptischer Musik, die wunderbar zu der Szenerie passt und das Spielvergnügen zusätzlich steigert.

Mein Fazit

“Der zerstreute Professor HD” ist ein gelungenes Beispiel für die Umsetzung eines beliebten – analogen – Brettspiels in sein digitales Pendant als App. Entweder allein oder gegen bis zu vier menschliche Gegner macht die Jagd nach den Schätzen viel Spaß. Dank mehrer Spielmodi und einer sowohl für Anfänger als auch Profis einstellbaren Computer-KI ist der Spielspaß und die Langzeitmotivation gewährleistet.

Gewöhnungsbedürftig ist beim ersten Spielen die Benutzerverwaltung, weil mir nicht transparent war, wie ich einen oder mehrere (Computer-) Spieler anlegen kann. Doch nach einigem Ausprobieren habe ich auch diese Hürde gemeistert.

Autor: Marc

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