Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Erste Heimpleite seit 13 Monaten: Borussia Dortmund – Hertha BSC Berlin 1:2 (0:0)

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Vor der Kür (Champions League) musste Borussia Dortmund am fünften Spieltag erst einmal die Pflicht absolvieren. Der Aufsteiger aus Berlin forderte den Deutschen Meister heraus.

Sicherlich war das erste Spiel in der Champions League gegen Arsenal London nicht in wenigen schwarz-gelben Spielerköpfen verankert, doch das Brot-und-Butter-Geschäft durfte auch nicht vernachlässigt werden. Die spannendste Frage war: wer ersetzt Mario Götze nach seinem Platzverweis in Leverkusen und der zwei Spiele andauernden Sperre gegen die Hauptstädter? Jürgen Klopp hat sich für Jakub Kuba Blasczykowski und gegen Moritz Leitner sowie Ivan Perisic entschieden.

Die Partie gegen Hertha BSC fand vor vollem Haus statt und der BVB startete mit der Empfehlung von sechs Heimsiegen in Folge. Allerdings versteckte sich der Gast von Beginn an nicht und kam häufiger vor das Tor von Roman Weidenfeller als es der Borussia lieb sein konnte. Dementsprechend gab es die erste echte Chance auch für die Berliner, doch der Außenpfosten rettete nach einer Viertelstunde für den schon geschlagenen Schlussmann. Im Gegenzug war es Shinji Kagawa, der auf der anderen Seite des Spielfeldes frei zum Schuss kam, aber genauso knapp gescheitert ist (18.). Vier Minuten später scheiterte der Japaner erneut – diesmal allerdings mit einem Kopfball.

Die bis dahin beste Chance des Spiels hatte Mats Hummels in der 29. Minute mit einem platzierten Kopfball nach einer Ecke von Kuba. Die Aktionen des Meisters waren jetzt flüssiger und die Chancen zwingender. Fünf Minuten vor der Pause hatte Kevin Großkreutz gleich zweimal hintereinander die Gelegenheit, das runde Leder im Tor unterzubringen – ohne Erfolg. Mit einem torlosen Unentschieden ging es in die Pause.

Jürgen Klopp sorgte nach der Pause für eine Überraschung, als er Antonio da Silva für den umtriebigen Ilkay Gündogan in die Partie brachte. Unglaublich dann die Führung für Berlin. Raffael kann frei auf das Dortmunder Tor stürmen und ist im zweiten Anlauf erfolgreich 1:0 nach 48 Minuten. Dem Treffer vorausgegangen war ein verlorener Zweikampf von Mats Hummels am Mittelkreis. Ob die Borussia jetzt aufwachen würde? Oder gibt es die erste Niederlage nach 18 ungeschlagenen Heimspielen in Folge?

Übungsleiter Klopp reagierte nach einer Stunde auf den Rückstand und tauschte Ivan Perisic gegen den enttäuschenden Jakub Blasczykowski aus. Und Perisic hatte einen guten Start. In der 61. Minute strich der Ball nur knapp am Hertha-Tor vorbei. Die Hertha verteidigte geschickt und brachte die Offensive der Hausherren reihenweise zur Verzweiflung. „Manni“ Bender hatte in der 71. Minute Pech mit einem Lattenknaller. Bender musste in der 73. Minute für Mo Zidane weichen, weil Klopp jetzt alles auf eine Karte setzte.

Verzweiflungsschüsse aus der zweiten Reihe waren lange Zeit das einzige, was der BVB der alten Dame entgegen zu setzen hatte. Doch die Pässe waren zu ungenau und die Aktionen nach vorn zu unüberlegt, um in einen Torerfolg zu münden. Als Berlin nach 78 Minuten den dritten Aluminium-Treffer verzeichnete, war mir klar, dass Dortmund heute nicht den Platz als Sieger verlassen wird. Folgerichtig das zweite Tor für die Gäste, als Niemeyer in der 82. Minute erfolgreich war.

Robert Lewandowski konnte zwar in der 88. Minute auf 1:2 verkürzen, doch mit Glück und Geschick schaukelte Hertha die Partie nach Hause – trotz vier Minuten Nachspielzeit, in denen das erlösende 2:2 einfach nicht fallen wollte.

Der Deutsche Meister 2011 ist auf dem Boden der Realität angekommen. Mit sieben Punkten nach fünf Spielen ist die bisherige Saisonbilanz des Deutschen Meisters mittelmässig. Und mit Arsenal London steht am kommenden Dienstag zum Auftakt der Champions League trotz der derzeitigen Krise kein Leichtgewicht auf dem Programm.

Autor: Marc

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