Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Ist mein Leben durch Twitter, Facebook und Google+ besser geworden?

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„Ist mein Leben durch Twitter, Facebook und Google+ eigentlich besser geworden?“ Diese Frage habe ich mir vor kurzem gedanklich gestellt. Und eine zufriedenstellende Antwort habe ich auf die Schnelle nicht gefunden. Daher wird es jetzt etwas ausführlicher.

Social Media ist ein Zeitfresser

Beziehe ich die Frage auf die rein zeitliche Komponente, kann ich es definitiv mit einem Jein beantworten. Denn in erster Linie gilt die Nutzung von sozialen Medien als Zeitkiller.

Wenn ich addiere, wieviel Zeit ich pro Tag, pro Woche oder pro Monat mit dem Checken von Updates und dem Verfassen von Postings bei Twitter und Facebook verwende sowie dem Versenden von mehr oder weniger sinnfreien Fotos bei Posterous oder Molo.me verbrauche, komme ich auf gruselige Zahlen.

Darüber hinaus gibt es das Problem des Doppelt- und Dreifach-Postens. Versende ich meinen aktuellen Status nur via Twitter oder auch über Facebook sowie zusätzlich auf Google+?

Dank TweetDeck und Seesmic werden die beiden erstgenannten Netzwerke in einem Rutsch bearbeitet, aber Google+ fristet bei mir noch eher ein Nischendasein.

Anderseits hilft mir Twitter und Facebook auch, meine Leerzeiten sinnstiftend zu nutzen. Beispielsweise beim Warten an der Kasse im Supermarkt, wenn ich meine E-Mails checken kann. Oder am Bahnsteig, wenn die verspätete S-Bahn wieder mal Verspätung hat und ich in der Zeit meinen Google Reader lese oder den Kontostand überprüfen kann.

Social Media ist ein Beziehungsstifter und Beziehungskiller

Diese vermeintliche Antithese löst sich schnell auf. Wenn ich daran denke, wie oft ich in Konflikte gerate, weil ich meiner Familie nicht die nötige Aufmerksamkeit schenke, sondern wieder an meinem Smartphone hänge und twittere oder Facebook-Updates lese, dann ist das für das familiäre Karma nicht gerade förderlich. Schließlich gibt es neben dem virtuellen Leben auch noch das reale Leben, das oftmals viel spannender und jederzeit in 3D ist.

Social Media ist aber auch beziehungsstiftend. Schließlich habe ich dank Twitter eine Menge Menschen im echten Leben kennen gelernt, die ich sonst wahrscheinlich gar nicht getroffen hätte. Ich denke da insbesondere an meinen Buddy Michael, an Andreas,

Social Media erleichtert das Leben

Und dann ist da auch noch Google+. Google+ ist derzeit als neues soziales Medium in aller Munde und schickt sich an – sofern es den Mainstream erreichen wird -, Facebook als DAS soziale Netzwerk den Rang abzulaufen.

Für mich gilt das bislang nicht. Klar bin ich auch bei Google+ von Beginn an am Start gewesen. Doch wenn ich die drei Netzwerke miteinander vergleiche, zeigt sich der geringe Stellenwert deutlich:

  1. Twitter (Followings und Follower)
  2. Facebook (Freunde Kontakte)
  3. Google+ (in Kreisen)

Doch ich beobachte die weitere Entwicklung von Google+ mit Spannung. Insbesondere für mich als ausgewiesenen Google-Fanboy (Android, Google Mail, Google Reader, Google Maps…) wird das neue Projekt sicherlich noch viele spannende Neuerungen bereithalten.

Mein Fazit

Um zurück zu meiner Ausgangsfrage „Ist mein Leben durch Twitter, Facebook und Google+ eigentlich besser geworden?“ zu kommen: besser geworden ist es nicht.

Es ist bereichert worden. Menschlich bereichert worden mit Kontakten, die zu Bekannten und teilweise auch Freunden geworden sind. Wissenstechnisch deutlich bereichert, indem ich mich mit Themen auseinandergesetzt habe, die mir bislang vollkommen unbekannt gewesen sind. Und das ist mehr, als ich jemals erwartet hätte.

Autor: Marc

Hallo, ich bin Marc. Schön, dass Du bei mir im Blog vorbeischaust. Hier mein Leben in weniger als 140 Zeichen: Google-Fan, Sony Xperia Z5 compact, ipad mini 2, BlackBerry Classic, Android, iPad 4, Social Media, nur der BVB, Reiseblogger, Vater, (Ehe-) Mann, Chef. Ich bin übrigens auch bei Facebook, Google+ und Twitter zu finden.

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