Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Familienleben zu dritt: einer fehlt

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Mein ältester Sohn Liam hat in den Sommerferien zwei Wochen auf dem Land bei meinen Eltern verbracht. Es war eine schöne Zeit für ihn – und eine ungewohnte Zeit für mich.

Nach der ersten Sommerferienwoche habe ich unseren Großen mit der Bahn nach Ostwestfalen begleitet und bin am Sonntag mit dem Jüngsten wieder gen Rheinland gefahren. Zurück blieb Liam. Und ich blieb zurück mit meinen Gedanken.

Es kam nicht selten vor, dass ich mehrmals am Tag an Liam denke musste. Was macht er gerade, wie geht es ihm? Dabei wusste ich ganz genau, dass es Quatsch ist, sich Sorgen zu machen. Denn bei meinen Eltern geht es ihm gut. Die abendlichen Telefonanrufe wurden mit jedem Tag seltener und beschränkten sich darauf, Erlaubnisse der Erziehungsberechtigten einzuholen („Darf ich auf hohe Bäume klettern?“). Machmal haben wir drei Tage lang nicht telefoniert. Und das ist auch richtig so, schließlich wird ein künftiger Drittklässler immer selbständiger und erkämpft sich seine eigenen Freiräume.

Im Gegenzug haben Anne und ich die Zeit zu dritt mit Luke genossen. Zweitgeborene stehen bekanntlich oftmals im Schatten ihrer großen Brüder und so wollten wir Luke auch die Gelegenheit geben, seine Mutter und seinen Vater einmal ganz für sich allein zu haben und zu genießen. Und genauso haben wir es auch zelebriert.

Das eine Mal bin ich etwas früher aus dem Büro nach Hause gekommen und wir zwei haben eine kleine Radtour mit einem Spielplatzbesuch verbunden. Einen anderen Tag sind wir gemeinsam mit Anne per Fahrrad nach Korschenbroich in die Eisdiele gefahren. Am Wochenende waren wir zu dritt in Mönchengladbach „Die Schlümpfe“ angeschaut – Luke war begeistert von seinem ersten Kinobesuch. An einem weiteren Tag ging der Sprößling nicht in den Kindergarten und verbrachte stattdessen den Vormittag mit Anne und genoss das Mittagessen beim Sandwich-Laden Subway.

Und doch fehlte immer einer. Liam war nicht dabei. Ich habe gemerkt, dass mir der Große fehlte und war happy, dass wir eine vierköpfige Familie sind. Seit Freitag sind wir nun wieder vereint. Und auch wenn es mit zwei Kids im Alter von 4 3/4 und 8 1/4 mehr turbulent als entspannt zugeht, möchte ich keinen meiner Rabauken missen.

Ich liebe meine Söhne.

Autor: Marc

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2 Kommentare

  1. sehr schöner Beitrag!

  2. Awwwww, das hast du echt zauberhaft geschrieben! :*

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