Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Saisonauftakt zur Bundesliga gelungen: Borussia Dortmund – Hamburger SV 3:1 (2:0)

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Endlich geht es wieder los. Die unendlich lange Sommerpause hat ein Ende, die Testspielergebnisse sind vergessen – es zählt nur auf´m Platz.

Der Deutsche Meister Borussia Dortmund eröffnete die 49. Saison der Bundesliga mit einem Heimspiel gegen den Hamburger SV. Erst vor wenigen Tagen sind beide Mannschaft im Rahmen des Liga total!-Cups aufeinander getroffen – mit gutem Ausgang für den BVB. Heute Abend waren aber alle Ergebnisse der Vergangenheit Makulatur.

Schon am Nachmittag war ich nervös. Und die letzten drei Stunden bis zum Anpfiff steigerte sich die Aufregung immer mehr. Während andere Fans der Borussia nur noch über die Höhe des Heimsieges diskutierten, fühlte ich mich nicht so zuversichtlich. Warum? Keine Ahnung, einfach nur eine gehörige Portion Skepsis.

Die Partie wurde in sage und schreibe 199 Länder übertragen und dementsprechend hoch waren die Erwartungen an die Akteure auf dem grünen Rasenrechteck. Kurz vor dem Beginn des Spiels machte die Hiobsbotschaft die Runde, dass Neven Subotic wegen eines Faserrisses im Adduktorenbereich passen musste und für ihn Felipe Santana eingesetzt wurde. Ansonsten spielte der BVB in Bestbesetzung und mit Sven Bender anstelle von Sebastian Kehl mit Ilkay Gündogan auf der Doppel-Sechs.

Heute Abend musste ich das Eröffnungsspiel ohne Liam schauen, der bei meinen Eltern in Ostwestfalen zu Besuch ist und gemeinsam mit meinen Eltern der schwarz-gelben Borussia die Daumen drückt und das Spiel live im Fernsehen verfolgt hat. Wir hatten im Vorfeld vereinbart, dass wir bei Dortmunder Toren gemeinsam jubeln und uns telefonisch zujubeln.

Vor dem Beginn der Partie hatte die DFL noch eine amerikanisch angehauchte Eröffnungszeremonie angesetzt, die die 49. Spielzeit würdig einleiten sollte. Mir hat die Choreografie gut gefallen. Als abschließend allerdings die Nationalhymne intoniert worden ist, war mir das eine Spur zu viel Pathos.

Doch dann rollte das runde Leder. Die Hausherren begannen direkt furios und spielten sich direkt mit schönen Kombinationen und temporeichem Fußball in die Herzen der Fans. Das sah schon in Ansätzen nach dem „Vollgasfußball“ wie in der Vorsaison aus, den Trainer Jürgen Klopp prophetisch in Aussicht gestellt hatte.

Shinji Kagawa sorgte in der 14. Minute für das erste Dortmunder Ausrufezeichen im Spiel, als er einen Distanzschuss nur knapp am Hamburger Gehäuse vorbeigedroschen hatte. Eine feine Einzelleistung vom Dortmunder Jung Kevin Großkreutz brachte das 1:0 für den Deutschen Meister (17.).

Es soll nicht verheimlicht werden, dass dieser Treffer unnachahmlich von Robert Lewandowski und Mario Götze vorbereitet worden ist. Vor Freude sprang ich durch das Wohnzimmer und die ganze Anspannung, die sich in den letzten Tagen und Stunden aufgebaut hatte, fiel von mir ab. Heja BVB!

Ganz großes Kino in der 25. Minute. Lukas Pisczek passt auf Kagawa, der seelenruhig mehrere Hamburger austanzt und dann zu genau auf das gegnerische Gehäuse zielt – statt Tor für Dortmund rettet der Pfosten für den HSV. Nur drei Minuten war es erneut Kagawa, der auf Pass von Großkreutz den Ball nicht richtig unter Kontrolle bekam und erneut das zweite Tor verpasste.

Ein spielerischer Leckerbissen war das 2:0 von Mario Götze in der 28. Minute. Nach Doppelpass mit Robert Lewandowski netzte der Youngster technisch atemberaubend ein. Es spielte jetzt nur eine Mannschaft und das war Borussia. Götze hatte in der 36. Minute das 3:0 auf dem Fuß, doch sein Schuss von halbrechter Position strich über Hamburgs Keeper. Mit diesem mehr als verdienten Ergebnis ging es in die Kabinen.

Unglaubliche Szenen spielten sich in der 48. Minute im Hamburger Strafraum ab, als – von Mario Götze eingeleitet – ein Doppelpass-Festival von Sven Bender und Shinja Kagawa zum abschließenden 3:0 von Kevin Großkreutz geführt hat. Das war ganz große Fußballkunst, die fast einen Klassenunterschied zwischen BVB und HSV heraufbeschworen hat.

Auch danach war Dortmund spielbestimmend und meldete den HSV regelrecht ab. Auch wenn ich mich wiederholen sollte: die Chancenverwertung war erneut nicht befriedigend und wirkte teilweise fast schon verschwenderisch auf mich.

Das erste Mal wechselte Jürgen Klopp in der 75. Minute und brachte Ivan Perisic für den bravourös debütierenden Chris Löwe in die Partie. Gleichzeitig kam auch Kuba für Mario Götze ins Spiel. Danach konnte auch der HSV einmal jubeln. Zwar konnte Kagawa auf der Linie retten, doch am Ende klingelte es dann doch im Tor von Roman Weidenfeller (79.) nach Chaos im BVB-Strafraum. Nur eine Minute später rettete Weide in letzter Sekunde und bewahrte seine Elf vor dem 2:3. Sebastian Kehl wurde in der letzten Spielminute für den umjubelten Wirbelwind Shinji Kagawa gebracht, doch am verdienten Sieg des BVB änderte sich nichts mehr.

Das Schlusswort zu dieser Demonstration der Stärke der Mannschaft von Jürgen Klopp hat mein Buddy Michael: „Es scheint, als hätte der BVB sich nun das Ziel gesetzt, 34 Spielltag die Nr. 1 zu sein…“, meinte er nach 60 Spielminuten beim Stand von 3:0 für die Schwarz-Gelben. Den Wahrheitsgehalt dieser Aussage werden die nächsten Wochen unter Beweis stellen.

Autor: Marc

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5 Kommentare

  1. Und du hattest wieder „kein gutes Gefühl“ 🙂 Wie so oft in der letzten Saison und am ende siegte IMMER der BVB 😉

    Geiler Sieg. Habe die Tore gerade auf Youtube gesehen. Auf der Arbeit konnte ich das Spiel übers Netradio hören. Endlich wieder Bundesliga – endlich wieder Nobby und Boris.

    Zur Nationalhymne: Wird die nicht immer zur Eröffnung der Bundesliga gespielt?
    Ich find es ganz gut so.

    Danke für den Klasse Spielbericht 🙂

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