Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Dortmund ist Fußball – Haupstadt: Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt 3:1 (0:0)

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Der letzte Spieltag der Saison 2010/2011 war aus sportlicher Sicht für den BVB bedeutungslos, schließlich war die Meisterschaft schon vor zwei Wochen erreicht.

Doch für den Tabellenvorletzten Eintracht Frankfurt ging es um alles. Nur mit einem Sieg beim Deutschen Meister konnte der Abstieg noch abgewendet werden. Freude auf der einen, Trauer auf der anderen Seite waren also schon vor der Begegnung absehbar.

„Heute ist schöner als Weihnachten“, konstatierten die schwarz-gelben Fans schon vor dem Spiel im Westfalenstadion. Auch ich konnte mich dieser gelösten und erwartungsvollen Stimmung vor dem Fernseher nicht entziehen und saß ab halb drei mit Gänsehaut vor dem Fernseher.

Bei Borussia Dortmund fehlten die Verletzten Nuri Sahin und Patrick Owomoyela. Kurzfristig musste außerdem Neven Subotic passen, für ihn kam Felipe Santana in die Anfangself. Sven Bender wurde durch Kuba Blasczykowski ersetzt.

Shinji Kagawa dürfte erstmals seit seiner Verletzung beim Asien-Cup auf der Bank Platz nehmen – neben Dedé, der heute das letzte Mal im schwarz-gelben Dress aufgelaufen und frenetisch von den Fans gefeiert worden ist.

Der Brasilianer durfte als Erster in das Westfalenstadion einlaufen und wurde überwältigend von den Fans begrüßt und gefeiert. Es sollten nicht die letzten Tränen an diesem denkwürdigen Tag bleiben.

Vor ausverkauftem Haus fieberten 77.000 Dortmunder (und mehr als 3.000 Frankfurter) mit ihrer Borussia und wollten einen Heimsieg im letzten Heimspiel der Saison sehen. Robert Lewandowski hätte nach sieben Minuten die Borussia in Führung schießen können. In zehnten Minute Elfmeter für Dortmund. Kuba war gefoult worden und der Schiedsrichter entschied zurecht auf Strafstoß. Lucas Barrios machte es wie Nuri Sahin mehrmals zuvor und versagte vor dem Tor (12.).

Danach hatte Lewandowski erst per Kopf und danach mit dem Fuß die Chance zum 1:0. Aber er scheiterte genauso wie Mats Hummels nach gut einer halben Stunde. Bis zum Halbzeitpfiff plätscherte das Spiel vor sich hin -, abgesehen vom Lattentreffer des Frankfurter Gekas (45.).

Dortmund begann die zweite Halbzeit unverändert und die Chancen stiegen, dass Shinji Kagawa und Dedé zu einem Einsatz kommen sollten. Doch dann die 46. Minute der Schock: Eintracht Frankfurt ging in Führung. Sollte Dortmund wieder leistungsmäßig enttäuschen?

Die Leistung war ähnlich unterirdisch wie in Bremen und es hat mich geärgert, dass sich der BVB damit automatisch dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung ausgesetzt sieht. Muss so eine wunderbare und hervorragende Saison der Borussia enden?

Lucas Barrios wollte die Schmach der möglichen Wettbewerbsverzerrung nicht aufkommen lassen und traf nach 67 Minuten zum 1:1-Ausgleich. In der 72. Minute wurde es noch besser, als ein Eigentor Frankfurts das 2:1 für den Deutschen Meister bedeutete.

Ganz emotional wurde es in der 73. Minute, als Kevin Großkreutz aus- und Dedé eingewechselt worden ist. Die letzten 17 Bundesliga-Minuten für unseren deutschen Brasilianer!

Das sind die Geschichten, die nur der Fußball schreibt: in der 81. Minute gibt es erneut Elfmeter für Dortmund und Dedé darf antreten. Doch auch er scheitert an Frankfurts Fährmann – der fünfte Strafstoß in Folge, den Dortmund nicht verwandeln konnte. Unglaublich.

Der nächste emotionale Höhepunkt kam in der 87. Minute, als Shinji Kagawa sein erstes Spiel in 2011 für Borussia Dortmund absolvieren durfte. Kuba ging aus dem Spiel. Außerdem kam Markus Feulner für Mario Götze ins Spiel. Den Schlusspunkt setzte Lucas Barrios mit dem 3:1 in der 90. Minute.

Nach dem Spiel war Roman Weidenfeller der erste, der vom DFL-Präsident Reinhard Rauball die begehrte Meisterschale in Empfang nehmen konnte. Nach neun Jahren ist die Meisterschale wieder zurück in der Fußball-Haupstadt Dortmund.

Autor: Marc

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4 Kommentare

  1. Sodele, jetzt ist die Eintracht abgestiegen. Sehr schade, da wollte ich auf meiner Webseite einen Bericht über die Mannschaft bringen, aber jetzt…. Wie auch immer, wir können festhalten, die VIERTEL MILLION EURO die der Daum jeden Monat bekommt, das war wohl nix. Mal schauen wer jetzt geholt wird.

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