Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Und wieder kein Heimsieg: Borussia Dortmund – FSV Mainz 1:1 (1:0)

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Das Topspiel des 27. Spieltages fand erneut mit Beteiligung des Tabellenführers aus Dortmund statt. Am Samstag Abend hatte der BVB den Fünftplatzierten aus Mainz zu Gast.

Heiße Zweikämpfe im Topspiel des 27. Spieltages“ titelte ich bei meinem zweiten Vorbericht für das Fußball-Magazin „Die Kirsche“ – schließlich trafen zwei der zweikampfstärksten Teams der Bundesliga im Westfalenstadion aufeinander:

Nachmittags war ich mit Liam und Luke bei einem Handball-Turnier der Minis in Mönchengladbach-Giesenkirchen. Und als Liams Team die Mannschaft von Borussia Mönchengladbach (die „falsche“ Borussia) besiegen konnte, wertete ich das als ein gutes Omen vor der Spitzenbegegnung um 18:30 Uhr.

„Kuba“ kam überraschend für Robert Lewandowski in die Startelf, während sich die Rückkehr von Mats Hummels anstelle von Felipe Santana bereits Mitte der vergangenen Woche abgezeichnet hatte. Vor dem Anpfiff gab es eine Gedenkminute für die Opfer der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan. Zudem spielten beide Teams – wie die übrigen 16 Mannschaften an diesem Spieltag ebenfalls – mit Trauerflor, um ihre Solidarität zu bekunden.

Schon nach acht Minuten klingelte es das erste Mal im Mainzer Tor: Mats Hummels erzielte per Kopf sein fünftes Saisontor. Nach 16 Minuten hieß es Elfmeter für Dortmund, als Lucas Barrios von Mainz‘ Schlussmann Wetklo gelegt worden ist. Die spannende Frage war: wer tritt den Elfmeter? Nuri Sahin, der schon zweimal beim Elfer nicht erfolgreich war? Ja, er traute sich – und scheiterte zum dritten Mal in dieser Saison (19.). Unfassbar!

Von Mainz war bis dahin nicht viel zu sehen. Die Truppe von Thomas Tuchel fiel vielmehr mit rüden Fouls auf, die nur unzureichend von Schiedsrichter Dr. Felix Brych geahndet worden sind. Jürgen Klopp regte sich zu recht über die wenig konsequente Linie des Unparteiischen auf.

Verletzungsbedingt musste Lucas Barrios nach einer halben Stunde gegen Robert Lewandowski ausgetauscht werden. Die Attacke von Wetklo, die zum Elfmeter geführt hat, war der Auslöser. Mainz fand nun besser ins Spiel und lieferte sich mit den Dortmundern einen ansehnlichen Schlagabtausch. Die Dortmunder Überlegenheit war damit Vergangenheit.

Nach dem Seitenwechsel begannen beide Mannschaften unverändert. In der 58. Minute gab es eine Schrecksekunde, als Roman Weidenfeller von den Mainzern überwunden worden ist, der Treffer aber wegen Abseits die Anerkennung versagt worden ist. Ansonsten waren die ersten fünfzehn Minuten unspektakulär: beide Teams neutralisierten sich regelrecht.

Kuba ging in der 69. Minute vom Feld und wurde gegen Mohammed Zidan ausgewechselt. Der BVB spielte in der zweiten Halbzeit nicht mehr so konsequent wie in den ersten 45 Minuten. Vielleicht lag es aber auch an den Mainzern, die deutlich offensiver und frecher als vor dem Seitenwechsel aufgetreten sind. Seit dem vergebenen Strafstoß von Nuri Sahin schien ein Bruch im Borussia-Spiel zu sein.

Borussia Dortmund stellte meine Nerven auf eine starke Zerreissprobe. Zu ungenau waren die Pässe und zu oft kam Mainz gefährlich vor den Kasten von Roman Weidenfeller. Meine Nerven! In der 87. Minute brachte Jürgen Klopp Sebastian Kehl für den glücklosen Nuri Sahin ins Spiel.

Und es kam, wie es so oft in dieser Saison gekommen ist. Mainz schaffte den Ausgleich in der 89. Minute. Es war nicht zu glauben. Besonders bitter, dass Neven Subotic zuvor mehrere Minuten verletzt am Boden gelegen hatte und das Spiel nicht unterbrochen worden ist. Und nach diesem Unentschieden und der bewiesenen Torflaute (zwei Treffer in den letzten drei Spielen) wird die Diskussion losgehen, ob der BVB am Ende noch ins Straucheln gerät.

Autor: Marc

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