Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Der Streik bei der Deutschen Bahn, die GdL und ich

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Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, kurz GDL, hat Deutschland am heutigen Dienstag im Griff gehabt. Zwischen 6 und 8 Uhr morgens fuhren insbesondere in Nordrhein-Westfalen nur wenige Züge. Und ich war mittendrin.

Dummerweise – zumindest für die Bahnreisenden – haben sich die streikbegeisterten Gewerkschaftsfunktionäre ausgerechnet einen der bisher kältesten Tage des Jahres 2011 für ihre Aktion ausgesucht. Und schon auf dem Weg zum Bahnhof in Kleinenbroich bahnte sich für mich das Unheil seinen Lauf. Als ich um 7:15 Uhr aus der Ferne eine S8 am Bahnsteig stehen sah, die sich, je näher ich dem Bahnhof kam, plötzlich in Gang setzte, statt bis zur planmäßigen Abfahrt um 7:23 Uhr zu warten, hätte ich ahnen müssen, dass dieser Dienstag nicht mein Freund wird.

Und so stand ich heute morgen von viertel nach sieben bis kurz nach neun am Bahnsteig, sah vorbeidröhnende Fern- und Regionalzüge aus Mönchengladbach den Bahnsteig passieren und fror mir die Extremitäten ab. Das Lesen der Financial Times Deutschland und der Frankfurter Allgemeine Zeitung machte auch nur solange Spaß, bis die Finger so sehr erkaltet waren, dass selbst das Umblättern der Seiten zu einer Qual wurde. Unzuverlässiger als die nicht vorhandenen Durchsagen am Gleis war nur die mobile Internetseite der Deutschen Bahn, die den ganzen Morgen keine Verspätung postulierte. Unglaublich!

Foto: Maurizio Gambarini dpa/lno

Nach neun Uhr nahte die Rettung in Form einer nagelneuen S8, die sich aus Richtung Düsseldorf näherte. Wohlwissend, dass die Bahn erst nach Mönchengladbach fuhr, enterte ich das Abteil und freute mich über ein warmes Plätzchen. Gegen viertel vor zehn, und damit zweieinhalb Stunden nach meinem Aufbruch von daheim, erreichte ich mein Büro und war gerade pünktlich zu den angesetzten Besprechungsterminen.

Morgen früh werde ich um halb sechs direkt ins Büro fahren, um möglichen Streiks aus dem Weg zu gehen.

Autor: Marc

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2 Kommentare

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  2. Ich war in den letzten drei Jahren Schüler und musste sehr oft mit der DB fahren. Ich habe nur sehr schlechte Erfahrungen gesammelt. Dauernd gab es Verspätungen. 2008/9 war der Gipfel. Jedes andere Unternehmen wäre schon pleite. Aber so ein Staatsunternehmen darf sich wohl alles herausnehmen. Die DB ist einzigartig, weil sie die Nachteile eines öffentlichen Arbeitgebers und die Nachteile des privaten Sektors in sich vereint!! Nie wieder Bahn! Der einzige Vorteil der bestand waren die leckeren Bordrestaurants, die haben da vermute ich mehrere professionelle Snackgeräte von Cookmax.de .

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