Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Video: Wetten dass ab Sommer nicht mehr mit Thomas Gottschalk – Jörg Pilawa ab 2012?

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Beim samstäglichen Einkauf komme ich auch regelmäßig an einem Zeitschriften-Kiosk vorbei. In großen Lettern berichtetei die Bild-Zeitung n der heutigen Ausgabe vom bevorstehenden Abschied Thomas Gottschalks.

Es wäre ein Abschied nach 145 Sendungen Wetten dass im ZDF. In der heutigen Sendung, die aus Halle präsentiert wird, wird gleichzeitig das dreißigjährige Jubiläum der Familiensendung gefeiert. Seit 1987 ist Thomas Gottschalk der Moderator des Flaggschiffs im ZDF – unterbrochen nur von neun Sendungen in den neunziger Jahren, die Wolfgang Lippert moderiert hatte.

Doch seit der vergangenen Show im Dezember haben sich dunkle Wolken über Wetten dass gelegt. Als Samuel Koch während seiner Wette auf Powerrisers böse gestürzt ist und weiterhin ärztlich behandelt wird, ist die Sendung ins Kreuzfeuer der Kritik geraten.

Wenn man der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) glauben darf, steht mit Jörg Pilawa schon ein Nachfolger in den Startlöchern. Ich erwarte, dass sich das Geheimnis um den Abschied des sympathischen Showmasters frühestens gegen 23 Uhr lüften wird, wenn Wetten dass aus Halle langsam auf die Zielgerade einbiegt.

Update 20: Uhr

Thomas Gottschalk teilte bereits zu Beginn von Wetten dass mit, dass für ihn nach der diesjährigen Staffel im Sommer 2011, nach dem Abschluss auf Mallorca, Schluss sein wird.

Das Video vom Abschied im ZDF

Schon jetzt steht für mich fest, dass Wetten dass für mich immer untrennbar mit Thomas Gottschalk – und Frank Elstner – verbunden sein wird. Wetten dass ab 2012 wird nicht mehr so sein wie früher. Ein Teil meiner Kindheit wird damit gehen.

Der Abschied von Gottschalk im Wortlaut

Auf dwdl.de wurden die Abschiedsworte von Thomas Gottschalk in Halle protokolliert:

„An dieser Stelle sage ich ja immer: „Es gibt großartige Gäste, es gibt großartige Wetten“ – und das verspreche ich natürlich auch für heute Abend. Aber es gibt gewisse Dinge, die kann man nicht so zwischen Tür und Angel besprechen. Deswegen möchte ich mich auf das Sofa setzen, auf dem ich die besten 25 Jahre meines Lebens verbracht habe, also nicht durchgehend, aber doch zumindest fast.

Es ist, wie Sie wissen, beim letzten Mal alles anders gewesen als sonst, denn ich habe mich entschlossen, von diesem Sofa aus immer nur gute Laune und Spaß zu verbreiten, aber beim letzten Mal ist mir das nicht gelungen. Ich habe hier gesessen und musste Ihnen mitteilen: Jetzt ist Schluss mit lustig. Auch meine Hoffnung, dass der Unfallschock nur ein kurzer und ein vorübergehender sein würde, hat sich leider nicht erfüllt. Ich bin schon froh zu wissen, dass Samuel uns heute zuschaut. Die besten Wünsche, Samuel, für Dich von uns allen.

(Langer Applaus des Publikums)

Und Samuel weiß, dass er sich nur sehr langsam erholen wird und dass sein Leben, das er als Athleth und als Schauspieler geplant hat, nun ein anderes werden wird. Ich habe ihn letzte Woche endlich besuchen können und er hat mich ausdrücklich gebeten, allen zu danken, die sich in Briefen und in Gebeten um ihn gesorgt haben – und ganz besonders grüßt er Hagen, das soll ich nicht vergessen. Es war ihm auch ganz wichtig mir – und damit Ihnen – noch einmal klar zu machen, dass er kein „adrenalin-süchtiger Junkie“ ist – genau so hat er’s gesagt, sondern sich mit fast 500 Probesprüngen sorgfältig auf diese Wette vorbereitet hatte. Er zerbricht sich heute noch den Kopf, was schiefgelaufen ist. Sie und ich bräuchten sich dies nicht zu tun, hat er gesagt.


Trotzdem kann ich in dieser Show nicht weitermachen, als wäre nichts passiert. Für mich persönlich liegt auf „Wetten, dass..?“ jetzt einfach ein Schatten, der es mir schwer machen würde, jemals wieder zu der guten Laune zurückzufinden, die Sie zurecht von mir in dieser Sendung erwarten. Aber ein Event, der 30 Jahre lang in regelmäßigen Abständen zu Ihrem und auch zu meinem Samstagabend gehörte, hat ein solches Ende nicht verdient. Auch will ich nicht mit einem so traurigen Zusammenhang in Ihrem Gedächtnis bleiben und habe mich deswegen entschlossen, mich nicht sofort, sozusagen im Schock, aus dem Staub zu machen, sondern diese Staffel abzuschließen und mich dann mit der Sommersendung in Mallorca schweren Herzens von „Wetten, dass..?“ zu verabschieden.

(Enttäuschung im Saalpublikum)

Irgendwann wär’s ja sowieso passiert. Wir werden uns im Herbst noch einmal wiedersehen mit einer großen gemeinsamen Rückschau auf 30 Jahre „Wetten, dass..?“ – ausgerechnet heute feiern wir unser 30-jähriges Jubiläum, also das werden wir noch gemeinsam begehen. Sie sollten da also wirklich nicht verzweifeln, obwohl es mich persönlich schon ein bisschen ärgert, dass Mubarak mich knapp geschlagen hat. Also wir haben noch ein Stückchen gemeinsamen Weges, auf den ich mich freue, vor allem, weil ich ihn nicht alleine gehen werde, sondern an der Seite meiner vielseitigen und mehrsprachigen Partnerin Michelle Hunziker.

Michelle Hunziker: „Mir ist es auch sehr wichtig, ein paar Worte dazu zu sagen – vor allem, weil man mir ja manchmal vorwirft, dass ich viel lache und mir der nötige Ernst fehlt. Ich bin ein gutgelaunter Mensch, das stimmt. Aber ich war noch nie so traurig und geschockt wie nach dem Unfall von Samuel in der letzten Sendung. Ich wünsche dem Samuel natürlich, dass es irgendwann bergauf geht. Viele Menschen in Italien haben mich gebeten, ihn ganz lieb zu grüßen.

Auch ich habe mir überlegt, wie kann es für mich in dieser Show weitergehen? Klar, es ist mir mulmig zumute – als Unterhalter liegt dein Schicksal in der Hand des Publikums. Thomas, keiner weiß das besser als Du. Ich habe den ganz festen Eindruck, dass die Leute wollen, dass es hier weitergeht.

Außerdem haben sich viele Wettkandidaten gemeldet, die mit unglaublicher Begeisterung mitmachen wollen – und auch das hat mich überzeugt. Es ist mir sehr wichtig, dass Samuel das genauso sieht. Ich bleibe an deiner Seite, Thomas, und vielleicht schaffe ich es doch, dich umzustimmen und mit dir auf diesem Sofa alt zu werden!“

(lauter Applaus des Publikums)“

Autor: Marc

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